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Weitere Nachrichten : Infineon will sich mit Milliarden-Übernahme in Amerika stärken

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Gea will mit einer neuer Struktur kräftig sparen, die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin macht langsam wieder Boden gut und Borussia Dortmund kündigt laut Medienberichten am Donnerstag eine Kapitalerhöhung an.

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          Infineon will sich mit Milliarden-Übernahme in Amerika stärken

          Der Halbleiterhersteller Infineon will sich in den Vereinigten Staaten mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Für den auf Energiemanagement spezialisierten Halbleiterhersteller International Rectifier aus Kalifornien wollen die Münchener 40 Dollar je Aktie zahlen - das entspricht einem Wert von rund 3 Milliarden (2,25 Milliarden Dollar), wie der Konzern am Mittwochabend in Neubiberg mitteilte. Dies entspreche einem Aufschlag von rund 48 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienpreis der vergangenen drei Monate.

          Gea will mit neuer Struktur kräftig sparen

          Der Anlagenbauer Gea Group will durch eine neue Konzernstruktur kräftig sparen. Bis Ende 2017 sollen jährlich mindestens 100 Millionen Euro weniger ausgegeben werden, teilte das Unternehmen am späten Mittwochabend mit. Dem stehen einmalige Ausgaben von etwa 100 Millionen Euro gegenüber. Im Rahmen des Programms „Fit for 2020“ sollen die operativen Aktivitäten in zwei neuen Geschäftsbereichen „Equipment“ und „Solutions“ gebündelt werden. Die kundennahen Vertriebs- und Serviceaktivitäten sollen lokal in einer Organisation pro Land zusammengefasst werden. Zudem werden Verwaltungsfunktionen gestrafft, stärker standardisiert und deutlich zentraler gesteuert. Erste Umsetzungsschritte sollen ab dem Geschäftsjahr 2015 umgesetzt werden.

          Air Berlin verbessert Ergebnis - Streckennetz wird umstrukturiert

          Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin macht langsam wieder Boden gut. Erstmals seit fünf Jahren erzielte Deutschlands zweitgrößte Airline in einem zweiten Quartal einen Nettogewinn, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht um 2,9 Prozent. Das operative Ergebnis blieb trotz leichter Verbesserung mit minus 6,9 Millionen Euro allerdings weiter negativ. Air Berlin kann sich seit geraumer Zeit nur noch mit millionenschweren Finanzspritzen des Großaktionärs Etihad aus Abu Dhabi über Wasser halten. Die Araber hatten zuletzt über eine Wandelanleihe 300 Millionen Euro an frischem Geld zur Verfügung gestellt. Etihad gehören 29,9 Prozent an Air Berlin. Mit der Wandelanleihe könnten die Araber diesen Anteil theoretisch auf bis zu 70 Prozent steigern.

          ’HB’: Borussia Dortmund kündigt am Donnerstag Kapitalerhöhung an

          Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund will einem Pressebericht zufolge im Duell mit Bayern München finanziell nachlegen. Nach Informationen des „Handelsblatt“ wird der einzige börsennotierte deutsche Proficlub am Donnerstag - einen Tag vor dem Saisonstart mit der Partie der Bayern gegen den VfL Wolfsburg - eine umfangreiche Kapitalerhöhung ankündigen. Die Zeitung beruft sich auf „unternehmensnahe Kreise“.

          Russische Behörde schließt vier McDonald’s-Filialen in Moskau

          Die russische Verbraucherschutzbehörde hat in Moskau vier Filialen der amerikanischen Schnellimbisskette McDonald’s wegen angeblicher Verstöße gegen die Sanitärvorschriften vorübergehend geschlossen. Das Unternehmen prüfe die Vorwürfe, teilte McDonald’s am Mittwoch in Moskau mit. Es werde alles für die Mitarbeiter getan sowie dafür, dass die Arbeit in Russland fortgesetzt werden könne.

          Oetker baut Pizza-Geschäft aus - Zukauf in Nordamerika geplant

          Der Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker will sein Geschäft mit Tiefkühlpizza in Nordamerika mit einem Zukauf kräftig ausbauen. Die Bielefelder planen die Übernahme des Pizza-Geschäftes von McCain in den Vereinigten Staaten und in Kanada mit einem Jahresumsatz von umgerechnet rund 100 Millionen Euro, sagte ein Sprecher des Familienunternehmens am Mittwoch. Zur Kaufsumme machte Dr. Oetker keine Angaben. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der amerikanischen Behörden. Der deutsche Konzern will dabei zwei Standorte in Kanada und einen in New Jersey (USA) mit insgesamt 325 Mitarbeitern übernehmen.

          Möglicherweise weniger Kündigungen bei WMF als bisher angenommen

          Bei dem Küchenhersteller WMF wird es möglicherweise weniger Kündigungen als bislang angenommen geben. Das Unternehmen hat seinen Beschäftigten ein Freiwilligenprogramm angeboten, für das sich bereits viele entschieden haben, wie am Mittwoch aus Unternehmenskreisen zu hören war.

          Lokführergewerkschaft schließt Streiks nicht mehr aus

          Die Tarifverhandlungen der Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) stecken fest. Nach der ergebnislosen dritten Runde am Mittwoch schloss die GDL Streiks nicht mehr aus. Der Verhandlungsstand solle aber zunächst in Ruhe in den Gremien bewertet werden. „Wir werden nichts übers Knie brechen“, sagte GDL-Sprecher Stefan Mousiol nach dem Treffen mit Bahn-Vertretern in Frankfurt. Es wurde kein neuer Verhandlungstermin vereinbart. Die Bahn hatte zuvor eine Übergangsregelung vorgeschlagen. Das bundeseigene Unternehmen bot den rund 20.000 Lokführern für das zweite Halbjahr eine Einmalzahlung in Höhe von 350 Euro an. „Bis zur Klärung der offenen Organisationsfragen im DB-Konzern“ sollten die Tarifverhandlungen ausgesetzt werden, hieß es weiter. Die GDL bezeichnete das Angebot als Frechheit, „das ist nicht verhandelbar“, sagte der Sprecher.

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