https://www.faz.net/-gqe-7a9qv

Weitere Nachrichten : HSBC-Einkaufsmangerindex für China sinkt stärker als erwartet

  • Aktualisiert am

Keine gute Stimmung Bild: dpa

Großbritannien prüft eine Aufspaltung der Royal Bank of Scotland, die Hersteller von 3D-Druckern schließen sich zusammen. Micron schreibt wieder schwarze Zahlen.

          3 Min.

          Das Wachstum in China könnte sich in den kommenden Monaten weiter abschwächen. Darauf deutet der von der britischen Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex hin. Dieser fiel vorläufigen Daten zufolge von 49,2 Punkten im Mai auf 48,3 Zähler, wie die Bank am Donnerstag in Peking mitteilte. Analysten hatten mit einem Wert von 49,1 gerechnet.Im Mai war der Frühindikator erstmals seit Oktober 2012 unter die Schwelle von 50 Punkten gefallen. Über dieser Grenze zeigt der Index Wachstum an, liegt er darunter, kann von einem schrumpfenden Industriesektor ausgegangen werden. (dpa-AFX)

          Großbritannien prüft Aufspaltung der Royal Bank of Scotland

          Großbritannien zieht eine Aufspaltung der teilverstaatlichten Royal Bank of Scotland in Erwägung und will bald den Verkauf ihrer Aktien der Bank Lloyds TSB starten. Demnach ist es wahrscheinlich, dass die Regierung zunächst Lloyds-Anteile an institutionelle Investoren wie beispielsweise Pensionsfonds verkauft. Allerdings seien noch alle Optionen auf dem Tisch, darunter auch ein Aktienverkauf über die Börse.

          Im Gegensatz zu Lloyds steht ein Verkauf der Beteiligung an der RBS noch in weiter Ferne. In der Zwischenzeit werde geprüft, ob es sinnvoll sei, faule Immobilienkredite in eine „Bad Bank“ auszulagern, kündigte Osborne an. Eine Entscheidung über eine Aufspaltung solle im Herbst fallen. Der Finanzminister hatte sich lange gegen einen solchen Schritt gewehrt und dies mit den hohen Kosten begründet.

          Unterdessen fordert Mervyn King, der scheidende Gouverneur der Bank of England in seiner letzten Rede eine Reform des Bankensektors. Der 65-Jährige lobte die Pläne der Regierung für den Ausstieg aus der Beteiligung an Lloyds und der Royal Bank of Scotland. Die Geldhäuser seien aber weiterhin zu groß und komplex, um bei einem Zusammenbruch nicht das gesamte Finanzsystem zu erschüttern. Am Donnerstag wird die zur Notenbank gehörende Aufsicht Details dazu veröffentlichen, wie hoch der Kapitalbedarf der britischen Banken unter Berücksichtigung der neuen Anforderungen ausfällt. (Reuters)

          Hersteller von 3D-Druckern schließen sich zusammen

          In die Zukunftsbranche der 3D-Drucker kommt Bewegung. Der Hersteller Stratasys schluckt für mehrere hundert Millionen Dollar den Wettbewerber Maker Bot. Dieser ist für seine vergleichsweise erschwinglichen und einfach zu bedienenden 3D-Drucker bekannt, die auf den Schreibtisch passen. Das Einsteigermodell Replicator 2 gibt es schon für 2200 Dollar (1640 Euro). Binnen neun Monaten verkaufte sich das Gerät 11.000 Mal.

          Der Zusammenschluss werde es Maker Bot ermöglichen, „noch mehr Leute zu erreichen“, sagte Mitgründer und Firmenchef Bre Pettis am Mittwoch. Dem 3D-Druck wird eine große Zukunft vorhergesagt. Bisher kamen die Maschinen, die Gegenstände aus kleinen Plastik-Partikeln zusammensetzen, vor allem beim Modellieren in der Industrie zum Einsatz. Hier hat auch Stratasys seine Kunden. Doch viele Experten prophezeien, dass der 3D-Druck sich in absehbarer Zeit auch im Privatbereich durchsetzen wird. (dpa)

          Höhere Chip-Preise hieven Micron in schwarze Zahlen

          Micron hat es dank höherer Preise für Speicherchips wieder in die Gewinnzone geschafft. Im dritten Geschäftsquartal lag der Überschuss bei 43 Millionen Dollar, wie der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte. Damit kam Micron erstmals seit acht Quartalen wieder in die schwarzen Zahlen. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Verlust von 320 Millionen Dollar in der Bilanz gestanden. Der Umsatz zog um sieben Prozent auf 2,32 Milliarden Dollar an. Laut Micron stiegen im abgelaufenen Quartal die Preise für seine DRAM-Chips um 16 Prozent. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern künftig von der anziehenden Nutzung von DRAM-Halbleitern in mobilen Geräten profitiert. (Reuters)

          Preis für Belgische-Post-Aktien an oberen Ende der Spanne

          Aktien der Belgischen Post (Bpost) haben bei ihrem Börsengang am oberen Ende der angekündigten Preisspanne Käufer gefunden. Der Finanzinvestor CVC Capital Partners teilte in der Nacht zum Donnerstag mit, er habe 56 Millionen Aktien zum Preis von 14,50 Euro verkauft. Damit wird der ehemalige Monopolist mit 2,9 Milliarden Euro bewertet. Bei der Bekanntgabe des Börsengangs war eine Preisspanne von 12,50 bis 15,00 Euro je Aktie erwartet worden. CVC will mindestens 23,5 Prozent seines Anteils an der belgischen Post an der Börse verkaufen. Der belgische Staat hält an Bpost die Mehrheit mit 50,01 Prozent. An der Börse beginnt der Handel mit den Aktien am Freitag. (Reuters)

          Weitere Themen

          Happy Birthday, Deutsche Post-Aktie!

          Scherbaums Börse : Happy Birthday, Deutsche Post-Aktie!

          Für damalige Verhältnisse war es ein Mega-Börsengang: Auf den Tag genau vor 20 Jahren wurde die Aktie der Deutschen Post das erste Mal am Markt gehandelt. Zwei Jahrzehnte später kämpft sich der Logistikkonzern erfolgreich durch die Corona-Krise.

          Topmeldungen

          Krise im deutschen Fußball : Die Nationalelf ist im freien Fall

          Seit dem WM-Sieg stürzt der Image-Wert des Nationalteams in den Keller, wie eine Umfrage belegt. Auch die Entfremdung von der Elf erreicht eine neue Dimension. Das hat nicht nur mit Niederlagen auf dem Rasen zu tun.
          Emanuel Nujiqi (links) nimmt an der Impfstoffstudie teil. Andreas Eich, leitender Prüfarzt am Institut für klinische Forschung in Frankfurt überwacht die Studie.

          Teilnahme an Impfstoffstudie : „Was wäre, wenn jeder so denken würde?“

          Emanuell Nujiqi nimmt als Proband an einer Corona-Impfstoffstudie teil – und hat dafür gewisse Risiken in Kauf genommen. Von seiner Familie musste er sich kritische Fragen anhören. Ob er tatsächlich den Wirkstoff bekommen hat, weiß er nicht.
          Geht es mit englischen Begriffen leichter? Anti-Rassismus-Demonstration im Juni in Frankfurt

          Debatte über Streichung : Der gefährliche Mythos Rasse

          Der Begriff der Rasse soll aus dem Grundgesetz verschwinden. Geprägt von einem französischen Arzt und Philosophen hat das Wort eine zweifelhafte wissenschaftliche Karriere gemacht – mit mörderischen Folgen. Forscher arbeiten an seinem Ende.
          Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, am 20. November in Troisdorf

          Historische Corona-Analogien : Auch Deutsche unter den Opfern

          Armin Laschet spricht vom härtesten Weihnachtfest der Nachkriegszeit, eine Demonstrantin vergleicht sich mit Sophie Scholl: Helfen mehr Geschichtsbücher gegen die schiefen Bilder?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.