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Weitere Nachrichten : Gerresheimer gelingt solider Jahresauftakt

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Ölproduktion durch Fracking: Kantabrien sagt Nein Bild: AP

Siemens spürt konjunkturellen Gegenwind, First Solar gibt einen positiven Ausblick. Wirtschaftsprüfer der KPMG in Amerika stehen unter in Amerika stehen dem Verdacht des Insiderhandels.

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          Die Gerresheimer AG hat ihren Wachstumskurs im Auftaktquartal fortgesetzt und ihre Jahresprognosen bestätigt. Getragen von einer soliden Nachfrage nach pharmazeutischen Primärverpackungen und Produkten zur Verabreichung von Medikamenten wie Fertigspritzen und Insulin-Pen-Systemen, aber auch von Zukäufen, legten Umsatz und Ergebnis zu. In den Monaten Dezember bis Februar steigerte der Düsseldorfer MDax-Konzern die Erlöse um gut 10 Prozent auf 297 Millionen Euro. Um gut 2 Prozent auf 46 Millionen Euro legte das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) im Quartal zu. Das war etwas schwächer als Analysten erwartet hatten.

          Die bereinigte operative Ebitda-Marge erreichte daher nur 15,5 Prozent, nach 16,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Ein Konzernsprecher begründete die schwächere Marge mit deutlich gestiegenen Umsätzen für Ingenieurdienstleistungen, die eine niedrigere Gewinnmarge hätten als die Produkte. Gerresheimer liefert beispielsweise Ingenieurdienstleistungen für die Serienproduktion von medizinischen Applikationen, die im Quartal gut nachgefragt waren.

          Profitieren konnte Gerresheimer von der erstmaligen Konsolidierung der im vergangenen Jahr akquirierten indischen Unternehmen Neutral Glas und Triveni. Unter dem Strich verdiente Gerresheimer mit 8,6 Millionen Euro sogar 56 Prozent mehr als im Vorjahr.

          Der extrem hohe Gewinnanstieg ist jedoch der schwachen Vorjahresbasis geschuldet, als Produktionsumstellungen und die Generalüberholung einer Schmelzwanne in den Vereinigten Staaten den Gewinn belastet hatten.

          Die Jahresprognosen wurden bestätigt. Währungsbereinigt strebt das Unternehmen weiter einen Erlösanstieg von 5 bis 6 Prozent an. Die bereinigte operative Gewinnmarge (Ebitda-Marge) solle etwa auf dem Vorjahresniveau von 19,4 Prozent herauskommen.

          (Dow Jones)

          Siemens spürt konjunkturellen Gegenwind

          Siemens bekommt die Konjunkturflaute zu spüren. „Die Geschäfte sind nicht leichter geworden“, sagte Konzernchef Peter Löscher dem Handelsblatt. „Auch den kurzzyklischen Geschäften fehlen Impulse.“ Der Welt fehle derzeit eine Konjunkturlokomotive, wie es bei der letzten Krise China und die Schwellenländer gewesen seien.

          Bisher spüre Siemens noch nichts von einem Aufschwung, den viele Experten für die kommenden Monate vorhergesagt hatten, so der Manager. Siemens müsse sich in diesem Umfeld auf seine Hausaufgaben konzentrieren. Das Sparprogramm sei gut gestartet. „Viele Maßnahmen zeigen erste Wirkung. Wir haben bereits Einsparungen im hohen dreistelligen Millionenbereich erzielt.“

          Löscher hatte in den vergangenen Monaten auch Kritik einstecken müssen. Er fürchte jedoch „in keiner Weise“ um seinen Job, sagte der Manager dem Handelsblatt. Unter seiner Führung habe Siemens in den vergangenen beiden Jahren im fortgeführten Geschäft die höchsten Gewinne in der Unternehmensgeschichte erzielt. „Wir lassen uns keine Krise einreden.“ Allerdings wolle er sich an den besten Wettbewerbern messen. „Und zuletzt waren andere besser.“

          Heftig kritisiert wurden zuletzt vor allem die schwache Marge und eine ganze Reihe negativer Überraschungen. Dazu zählen die Anschlussprobleme der Offshore-Windparks und die Verzögerungen bei der Lieferung der neuen ICE-Züge an die Deutsche Bahn. (Dow Jones Newswires)

          First Solar gibt positiven Ausblick

          Der amerikanische Konzern First Solar wittert Morgenluft. Wie der größte Solarmodulbauer der Vereinigten Staaten am Dienstag mitteilte, kalkuliert er für dieses Jahr mit einem Gewinn je Aktie zwischen 4,0 und 4,5 Dollar ohne Sonderposten. Damit würde das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen, die mit 3,51 Dollar je Aktie rechnen. Auch für 2014 und 2015 gibt sich das Unternehmen optimistischer als die Wall-Street-Experten. Zudem gab First Solar die Übernahme der Start-up-Firma Tetra Sun bekannt. Details zum Kauf wurden nicht bekannt. Tetra Sun entwickelt monokristalline Silizium-Solarzellen. Bei Anlegern kam die Bilanz gut an, die Papiere von First Solar sprangen im späten amerikanischen Handel 45 Prozent in die Höhe. (Reuters)

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