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Die defekten Zündschlösser kommen GM teuer zu stehen. Bild: AFP

Continental-Konkurrent Michelin verzeichnet wegen Euro-Stärke einen Umsatzrückgang, Qualcomm enttäuscht die Anleger mit einem vorsichtigen Ausblick und Texas Instruments legt zu.

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          General Electric will Alstom kaufen

          General Electric greift Kreisen zufolge Siemens frontal an. Der amerikanische Riese wolle den französischen Hersteller von Zügen und Industrieanlagen Alstom für mehr als 13 Milliarden Dollar kaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der deutsche Industriekonzern ist ebenfalls auf diesen Gebieten unterwegs. Eine Vereinbarung über das Geschäft könnte bereits in der kommenden Woche erfolgen.

          Continental-Konkurrent Michelin wegen Euro-Stärke mit Umsatzrückgang

          Die Euro-Stärke hat den französischen Reifenhersteller Michelin im ersten Quartal Umsatz gekostet. Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent auf 4,76 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ohne Währungseffekte wäre der Umsatz um 2,2 Prozent gestiegen. Die Zahl der verkauften Reifen stieg um 3,4 Prozent.

          Qualcomm enttäuscht mit vorsichtigem Ausblick

          Die nachlassende Beliebtheit von einfacheren Mobiltelefonen dürfte Qualcomm weiter in Atem halten. Der weltweit größte Hersteller von Handy-Chips veröffentlichte am Mittwoch nach dem amerikanischen Börsenschluss einen zurückhaltenden Ausblick auf sein drittes Geschäftsquartal, der Aktienkurs rutschte im nachbörslichen Handel um fast 5 Prozent ab.

          Texas Instruments legt zu

          Die Geschäfte des Chip-Spezialisten Texas Instruments ziehen weiter an. Im ersten Quartal verbesserte sich der Umsatz um 3 Prozent auf annähernd 3,0 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf unterm Strich 487 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch in Dallas mitteilte. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent.

          Rote Zahlen und Umsatzrückgang bei Spiele-Entwickler Zynga

          Der Spiele-Entwickler Zynga hat im vergangenen Quartal tiefrote Zahlen geschrieben und musste einen weiteren Umsatzrückgang verkraften. Der Verlust erreichte 61,2 Millionen Dollar (44,3 Millionen Euro). Im Vorjahresquartal hatte der Erfinder von Online-Spielen wie „Farmville“ noch 4,1 Millionen Dollar verdient. Der Umsatz sackte im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 168 Millionen Dollar ab, wie das Unternehmen nach amerikanischem Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

          Trotz Ergebniserosion und Dividendenkürzung: Südzucker will zukaufen

          Die derzeit schwierige Lage von Südzucker hält das Unternehmen nicht von Übernahmeplänen ab. Während die Aktionäre von Europas größtem Zuckerkonzern den Gürtel enger schnallen sollen, prüft der Konzern gegenwärtig in einigen Regionen außerhalb Europas in Frage kommende Zukäufe. „Wir könnten Akquisitionen von ein bis zwei Milliarden Euro stemmen“, sagte Südzucker-Finanzvorstand Thomas Kölbl der „Börsen-Zeitung“ (Donnerstagausgabe). In den vergangenen Jahren seien dem Konzern die Bewertungen von Zuckerproduzenten wegen des stark gestiegenen Weltmarktpreises zu hoch gewesen. „Das hat sich inzwischen deutlich geändert“, sagt Kölbl und fügte hinzu: „Brasilien ist für uns ein interessanter Markt.“

          General Motors beginnt mit Reparaturen

          Zwei Monate nach Bekanntgabe des Rückrufs beginnt General Motors mit der Reparatur der problematischen Zündschlösser. Tausende Ersatzteil-Sets seien verschickt worden, erklärte der Konzern am Mittwoch in Detroit. Die Kunden seien angeschrieben und gebeten worden, sich einen Termin bei einem Händler geben zu lassen. Zunächst werden die Zündschlösser bei älteren Modellen ausgetauscht, in einer zweiten Welle dann auch bei weniger betroffenen neueren Wagen. Insgesamt besteht bei weltweit 2,6 Millionen Autos die Gefahr, dass der Zündschlüssel während der Fahrt zurückspringt. GM selbst bringt 13 Unfalltote mit dem Defekt in Verbindung.

          Grüne kritisieren Behrendts Wechsel in Hapag-Lloyd-Aufsichtsrat

          Hamburgs Grüne haben den geplanten direkten Wechsel von Hapag-Lloyd-Chef Michael Behrendt auf den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden scharf kritisiert. Das verstoße gegen die hanseatische Kaufmannstradition, sagte der Grünen-Wirtschaftsexperte Anjes Tjarks am Mittwoch. Gleichzeitig forderte er Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) auf zu erklären, warum die Grundsätze einer anständigen Unternehmensführung jetzt nicht mehr gelten sollen. Ursprünglich sollte zwischen Behrendts Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrats ein Jahr liegen. Nun sind es nur noch wenige Monate. So soll der 62-Jährige, der im Juli aus der Hapag-Lloyd-Chefetage ausscheidet, bereits im Herbst den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen.

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