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Wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in der F.A.Z. schreibt, wollen sein Ministerium und das Bundeskartellamt prüfen, ob Google seine den Markt dominierende Stellung missbraucht.

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          Gabriel denkt über harte Regulierung gegen Google nach

          Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bringt harte Regulierungsmaßnahmen gegen Google und andere Internetplattformen ins Spiel. Wirtschaftsministerium und Bundeskartellamt prüften, ob ein Unternehmen wie Google seine marktbeherrschende Stellung missbrauche, schreibt der SPD-Politiker in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitag). Es müsse geklärt werden, ob durch die Beherrschung einer wesentlichen Infrastruktur, Wettbewerber systematisch verdrängt würden. „Eine Entflechtung, wie sie bei Strom- und Gasnetzen durchgesetzt wurde, muss dabei ernsthaft erwogen werden“, schrieb er weiter. Sie könne aber nur das letzte Mittel sein.

          Bouygues rutscht tiefer in rote Zahlen

          Der scharfe Wettkampf im Mobilfunkmarkt hat den französischen Bau- und Telekomkonzern Bouygues im ersten Quartal im Kerngeschäft tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust sei von 77 Millionen Euro vor einem Jahr auf 96 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Wegen der anhaltenden Probleme bei der Mobilfunktochter verschärft Konzernchef Martin Bouygues den Sparkurs in der Sparte und will die jährlichen Kosten bis 2016 jetzt um 300 Millionen Euro drücken.

          Amerikanische Regulierer für bezahlte Überholspur im Internet

          Die amerikanische Aufsichtsbehörde FCC treibt ihren Plan für bezahlte Überholspuren im Internet voran. Sie billigte am Donnerstag einen entsprechenden Vorschlag und wird jetzt bis Juli Kommentare von Beteiligten dazu einholen. Dann folgt eine endgültige Entscheidung der FCC zur sogenannten Netzneutralität. Bei den Plänen geht es im Kern darum, sich zum Beispiel für Video-Übermittlung oder medizinische Dienste garantierte Leitungskapazitäten und Übertragungsqualitätsstufen gegen zusätzliches Entgelt sichern zu können. Kritiker sehen darin eine Aufweichung des Prinzips der Netzneutralität, nach dem alle Datenpakete auf dem Weg im Internet gleich behandelt werden müssen. Sie befürchten, dass durch die FCC-Pläne ein Zwei-Klassen-Internet entstehen könnte, in dem sich reiche große Konzerne eine bevorzugte Behandlung erkaufen können, während sich kleine Start-ups mit schlechterem Service begnügen müssen.

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