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Weitere Nachrichten : Führungskrise beim Immobilienunternehmen GSW

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Bernd Kottmann genießt nicht mehr das Vertrauen der GSW-Aktionäre Bild: GSW

Der Vorstandschef von GSW genießt nicht mehr das Vertrauen der Aktionäre. Japans Handelsdefizit steigt. Adobes Gewinn fällt stark.

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          Das Immobilienunternehmen GSW ist in eine Führungskrise geraten. Bei der Hauptversammlung am Dienstag entzogen die Aktionäre dem Vorstandschef Bernd Kottmann das Vertrauen. Für den entsprechenden Antrag des niederländischen Pensionsfonds PGGM seien Stimmen von gut 63 Prozent des Grundkapitals zusammengekommen. Der Aufsichtsrat werde in den nächsten Tagen zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten und die Lage beraten, teilte die GSW mit. Nur knapp scheiterte demnach am Dienstag die Abberufung des Aufsichtsratschefs Eckart John von Freyend.

          PGGM wirft Freyend nach Worten eines GSW-Sprechers vor, den neuen Vorstandschef zu schnell ausgewählt zu haben. Kritisch sieht der Fonds demnach auch, dass Freyend und Kottmann bis 2006 gemeinsam beim Immobilienunternehmen IVG gearbeitet hatten. Der Aufsichtsrat muss nun entscheiden, ob der Vertrauensentzug sachlich begründet ist, sagte der Sprecher. (dpa-AFX)

          Japans Handelsdefizit auf 7,8 Milliarden Euro gestiegen

          Angesichts eines schwächeren Yens und steigender Importe aus China ist das japanische Handelsdefizit im Mai auf 993,9 Milliarden Yen (7,79 Milliarden Euro) gestiegen. Wie die Regierung in Tokio am Mittwoch mitteilte, war es der elfte Monatsanstieg in Folge. Nach vorläufigen Berechnungen des Finanzministeriums stiegen die Importe um 10 Prozent auf 6,76 Milliarden Yen, während sich die Ausfuhren um 10,1 Prozent auf lediglich 5,77 Milliarden Yen erhöhten. Allein die Einfuhren aus China, dem wichtigsten Handelspartner Japans, nahmen im Mai zum Vorjahresmonat um 14,6 Prozent auf 1,46 Milliarden Yen zu. (dpa-AFX)

          Radikaler Wandel bei Adobe drückt Quartalszahlen

          Der radikale Umbruch des Geschäftsmodells beim Software-Anbieter Adobe  belastet weiter deutlich die Zahlen des Photoshop-Entwicklers. In dem Ende Mai abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 1,01 Milliarden Dollar. Der Gewinn sackte um fast zwei Drittel auf 76,5 Millionen Dollar ab, wie das Unternehmen am Dienstag nach amerikanischen Börsenschluss mitteilte.

          Adobe riskiert gerade so etwas wie eine Operation am offenen Herzen: Die Kreativ-Programme wie Photoshop werden künftig nur noch im Abo-Modell statt als Verkaufsversionen weiterentwickelt. Damit will Adobe sich einen stabilen Erlösfluss ohne die bisherigen Schwankungen durch Produktzyklen sichern.

          Der Umbau begann vor über einem Jahr mit dem Start der Abo-Versionen unter der Marke Creative Cloud. Zuletzt gewann der Wandel deutlich an Schwung: Die Zahl der Abo-Kunden stieg im vergangenen Quartal um 221.000 auf rund 700.000. Die Börsianer würdigten die Dynamik mit einem nachbörslichen Kursplus von gut vier Prozent. Adobe hatte bereits wiederholt gewarnt, dass die hohen Kosten in der Umbau-Phase zunächst einmal die Gewinne drücken werden. Bis Herbst 2015 will Adobe vier Millionen Abo-Kunden haben. (dpa-AFX)

          Google will mehr Details zu amerikanischen Spähanfragen veröffentlichen

          Der Internetkonzern Google will mehr Informationen über Spähanfragen der amerikanischen Geheimdienste veröffentlichen. Das Unternehmen stellte nach eigenen Angaben vom Dienstag dazu einen Antrag bei dem Bundesgericht FISC, das für die Auslandsgeheimdienste zuständig ist. Google und andere Konzerne hatten mit der amerikanischen Regierung vereinbart, die Zahl von Überwachungsanfragen durch Behörden zu veröffentlichen. Daraus geht aber nicht hervor, ob es sich um Anfragen von Geheimdiensten oder aus Strafverfahren handelt. Google will diese Informationen genauer aufschlüsseln. (Reuters)

          Hedgefonds stellen sich auf Comeback der Schuldenkrise ein

          In der Hedgefonds-Branche stellen sich manche Manager auf eine abermalige Verschärfung der europäischen Schuldenkrise ein. Sorgen bereitet einigen außerdem die aggressive Geldpolitik Japans, die als gewagtes Experiment betrachtet wird. Das wurde am Dienstag auf dem Hedgefonds-Branchentreffens GAIM in Monaco deutlich. Die lockere Geldpolitik in der Euro-Zone könnte demnach dazu führen, die Schuldenprobleme einiger Länder und Banken zu übertünchen.

          Galia Velimukhametova von der Man-Group -Sparte GLG sagte, eine Rettungsaktion wie in Zypern werde es wahrscheinlich wieder geben. In einigen südeuropäischen Märkten könnten Banken, die vor allem auf den Heimatmarkt konzentriert seien, wegen ausfallgefährdeter Kredite in die Bredouille geraten. Velimukhametova deutete an, dass sie diese Schwierigkeiten in Italien und Spanien sehe.

          Sushil Wadhwani, Chef von Wadhwani Asset Management und früheres Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Bank von England, kritisierte, manche Politiker würden durch die Wertpapierkauf-Zusagen der Europäischen Zentralbank (EZB) in falscher Sicherheit gewiegt und hätten bislang keine Bereitschaft zu notwendigen Strukturreformen gezeigt. Am meisten beunruhige ihn aber die ultralockere Geldpolitik Japans. Die dortige Notenbank könne von der Politik dazu gebracht werden, viel zu viele Staatsanleihen aufzukaufen. Diese könne letztlich zu einer Destabilisierung der weltweiten Finanzmärkte führen, warnte Wadhwani. (Reuters)

          EADS erwägt Trennung von Teilen des Rüstungsgeschäfts

          Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS wird sich möglicherweise von Teilen seines Rüstungsgeschäfts trennen. „Wir werden sicher sehr genau hinschauen, welches Geschäft wir weiter betreiben sollten im Hinblick auf Rentabilität und Marktperspektive und welches Geschäft möglicherweise in einem Joint Venture oder unter anderer Eigentümerschaft eine bessere Zukunft haben könnte“, sagte Konzernchef Tom Enders der Tageszeitung Die Welt. In Zeiten schrumpfender Budgets seien Konsolidierungen in der Verteidigungsindustrie angesagt.

          Die Notwendigkeit für mehr industrielle Integration sieht Enders beispielsweise beim Eurofighter. Auch in der Marine- und Landsystemindustrie sei bislang relativ wenig passiert.(Dow Jones Newswires)

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