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Weitere Nachrichten : Freenet kauft sich seinen Umsatz

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Bei einer Hauptversammlung von Freenet Bild: dpa

Freenet profitiert von seinen Unternehmenskäufen. Der Gewinn des Bahntechnik-Konzerns Vossloh schrumpft. Aber Freddie Mac macht den amerikanischen Steuerzahlern wieder Freude.

          Der Telekommunikationsanbieter Freenet hat im vergangenen Jahr stark von Zukäufen profitiert. Der Umsatz erhöhte sich zum Vorjahr von 3,09 Milliarden Euro auf 3,19 Milliarden Euro, wie das im Tec-Dax notierte Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Dazu trug die Übernahme der Ladenkette Gravis rund 131 Millionen Euro bei, der Onlinehändler Motion TM lieferte rund 108 Millionen Euro. Freenet will sich durch den Ausbau des Einzelhandelgeschäfts unabhängiger vom hart umkämpften Mobilfunkmarkt machen. Dort drückt der Preiswettbewerb auf das Geschäft. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Vertragskunde sackt um 1,1 Euro auf 22,3 Euro ab, da Freenet-Kunden zu günstigeren Tarifen wechselten. Im nachbörslichen Handel reagierten die Aktien des Unternehmens kaum auf die Mitteilung.

          Bahntechnik-Konzern Vossloh mit deutlich weniger Gewinn

          Der Bahntechnik-Konzern Vossloh hat im vergangenen Jahr beim Gewinn Federn lassen müssen. Der Überschuss ging von 59,2 Millionen Euro 2012 auf nur noch 15,0 Millionen Euro zurück, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend im sauerländischen Werdohl mit. Als Gründe nannte Vossloh unter anderem Sondereffekte und Verzögerungen bei Projekten. Die Ausschüttung an die Aktionäre soll drastisch von 2,00 Euro zuvor auf 0,50 Euro je Aktie gekürzt werden. Dabei konnte Vossloh den Umsatz nach vorläufigen Zahlen um sechs Prozent auf 1,321 Milliarden Euro steigern. Auch für 2014 werden Zuwächse erwartet. Der Konzern hatte vor kurzem überraschend angekündigt, seinen kompletten Vorstand auszutauschen. Im nachbörslichen Handel sackten Vossloh-Titel um knapp zwei Prozent ab.

          Hochtief-Großaktionär ACS macht wieder Gewinn

          Das spanische Bauunternehmen ACS , Mehrheitsaktionär des Essener Hochtief -Konzerns, erwirtschaftet wieder Gewinne. Wie der Madrider Konzern am Donnerstag mitteilte, erzielte die ACS-Gruppe im vorigen Jahr einen Nettogewinn von 702 Millionen Euro. Im Jahr 2012 hatte das Unternehmen noch Verluste von 1,9 Milliarden Euro verzeichnet. Diese waren größtenteils auf eine Sanierung der ACS-Beteiligung am spanischen Energiekonzern Iberdrola zurückgegangen.

          Finanzfirma Freddie Mac beglückt Steuerzahler

          Auch der zweite in der Finanzkrise von der amerikanischen Regierung gerettete Hausfinanzierer stellt der Staatskasse einen Mega-Scheck aus. Wie Freddie Mac am Donnerstag mitteilte, fließt im März eine Dividende von 10,4 Milliarden Dollar (7,6 Mrd Euro). Damit hätte die Finanzfirma insgesamt 81,8 Milliarden Dollar überwiesen - mehr als die Rettungsaktion mit 71,3 Milliarden Dollar einst kostete.

          Autokonzern Mazda eröffnet erstes Werk in Mexiko

           Der japanische Autohersteller Mazda hat seine erste Fabrik in Mexiko eröffnet. In dem Werk in Salamanca im Bundesstaat Guanajuato sollen künftig der Kompaktwagen Mazda 3 und später das Modell Mazda 2 für die Märkte in Europa und Amerika gefertigt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Pro Jahr will Mazda 230.000 Fahrzeuge in Mexiko produzieren.

          Besucherrekord in Barcelona

          Der Mobile World Congress in Barcelona hat in diesem Jahr den nächsten Besucherrekord geknackt. Zum viertägigen Gipfeltreffen der Mobilfunk-Industrie kamen 85.000 Branchen-Insider und Journalisten, wie die Veranstalter zum Abschluss am Donnerstag mitteilten. Die Messe hatte erst im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 70.000 Besuchern überschritten. Auch die Zahl der Aussteller war mit über 1800 ein Bestwert

          LBBW-Prozess: Gericht schließt sich Gutachter an

          Im Prozess gegen mehrere Ex-Vorstände der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zeichnet sich eine Wende zugunsten der Angeklagten ab. Nachdem ein vom Landgericht Stuttgart bestellter Gutachter die früheren Bankmanager erneut entlastete, schloss sich die Wirtschaftsstrafkammer nun dieser Auffassung an. „Wir halten vorläufig das Gutachten für überzeugend“, sagte Richter Hartmut Schnelle am Donnerstag. Der Bankenexperte Mark Wahrenburg hatte erklärt, dass eine Einbeziehung der Zweckgesellschaften in den Jahren 2005 und 2006 das Bild der Bilanz nicht wesentlich verändert hätte. Die Lage der Landesbank sei in den Geschäftsberichten nicht erheblich falsch dargestellt worden.

          Bund finanziert fünfte Schleusenkammer für Nord-Ostsee-Kanal komplett

          Trotz gestiegener Kosten will der Bund die geplante fünfte Schleusenkammer für den Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel übernehmen. „Der Bund wird die Finanzierung für die fünfte Schleusenkammer in Brunsbüttel sicherstellen“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den „Kieler Nachrichten“ (Freitag).

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