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Weitere Nachrichten : Finanztransaktionssteuer kommt nicht zum 1. Januar

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Oder auch nicht Bild: dpa

Sanofi stoppt die Entwicklung eines Lungenkrebsmittels, Siemens bekräftigt das Gewinnziel, China eröffnet ein weiteres Dumping-Verfahren gegen die EU.

          6 Min.

          Die geplante Finanztransaktionssteuer kann möglicherweise nicht am 1. Januar 2014 in Kraft treten. Der Termin sei definitiv nicht mehr zu halten, berichtet das Magazin „Focus“. Bislang wollen elf EU-Länder die Steuer einführen. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte dazu am Samstag: „Es hängt davon ab, wie schnell die Mitgliedsländer Fortschritte bei ihren Verhandlungen erzielen. 2014 ist absolut machbar, der 1. Januar erscheint derzeit aber eine Herausforderung.“

          Ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble betonte, die Bundesregierung dringe weiter auf zügige Verhandlungen und einen möglichst schnellen Abschluss. Bei den Gesprächen handele es sich aber um eine komplexen Prozess. Deshalb habe das Ministerium Einnahmen aus der Steuer auch nicht in die Eckwerte für den Haushalt 2014 aufgenommen. (dpa-AFX)

          Sanofi stoppt Entwicklung von Lungenkrebsmittel

          Der französische Pharmakonzern Sanofi muss nach erfolglosen Studien mit Wirkstoffkandidaten hohe Abschreibungen vornehmen. Wie die Franzosen am Montag mitteilten, wird die Entwicklung von Iniparib, einem potentiellen Mittel gegen eine bestimmte Art von Lungenkrebs, gestoppt. In einer abschließenden klinischen Phase III-Studie sei der primäre Endpunkt nicht erreicht worden. Im laufenden Quartal schreibt Sanofi deswegen 285 Millionen amerikanischen Dollar (etwa 219 Millionen Euro) ab. Die Entwicklung des Wirkstoff-Kandidaten Otamixaban gegen bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen werde nach einer enttäuschenden Phase III-Studie ebenfalls eingestellt, hieß es weiter. (dpa-AFX)

          Siemens-Chef Löscher bekräftigt Gewinnziel für 2014

          Trotz weltweit schwächerer Konjunktur hält der Elektronik- und Technologiekonzern Siemens an seinem Gewinnziel für das nächste Jahr fest. In einem Interview mit der Bild-Zeitung sagte Siemens-Vorstandschef Peter Löscher: „Unser Ziel von zwölf Prozent Gewinnmarge 2014 steht - auch wenn die Konjunktur weltweit bislang nicht so gut läuft wie erwartet.“

          Löscher betonte, das aktuelle Sparprogramm diene dazu, Siemens weiter in der Weltspitze zu halten.  Zu den Problemen mit den von der Deutschen Bahn bestellten ICE-Zügen hielt sich Löscher bedeckt. Er wollte keinen Zeitpunkt nennen, wann die neuen ICE-Züge in Deutschland rollen werden. (dpa-AFX)

          China eröffnet weiteres Dumping-Verfahren gegen EU

          Der Handelsstreit zwischen China und der Europäischen Union spitzt sich weiter zu. Kurz vor der Entscheidung in Brüssel über vorläufige Strafzölle auf Solar-Importe aus China kündigte das chinesische Handelsministerium ein Anti-Dumping-Verfahren gegen bestimmte Chemie-Importe aus der EU und den Vereinigten Staaten an.

          Die Einfuhr des Lösungsmittels Tetrachlorethen werde untersucht, schrieb die Behörde in einer knappen Mitteilung am Freitag auf ihrer Internetseite. Zwei chinesische Chemiefirmen hätten bereits Ende April einen Antrag auf ein Verfahren gegen die Chemieimporte gestellt, berichtete das Nachrichtenportal China News Service. Der Verdacht: Aufgrund von staatlicher Unterstützung könnten Firmen ihre Produkte unter Wert verkaufen. Vom Sprecher von EU-Handelskommissar Karel De Gucht hieß es dazu am Wochenende nur: „Kein Kommentar.“

          Dabei untersucht die Kommission die gleichen Vorwürfe, aber gegen Solar-Importe aus China. Sie könnte die Einfuhr von Solarmodulen mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen. Die EU-Behörde muss bis zum Mittwoch darüber entscheiden, ob sie im Handelsstreit bei diesen Produkten die Strafzölle erhebt.

          Zuvor hatten die Chinesen schon Mitte Mai eine Anti-Dumping-Untersuchung von Importen legierter Stahlrohre aus der EU, Japan und den Vereinigten Staaten gestartet. Dabei geht es nach früheren Angaben des Handelsministeriums um spezielle Rohre für den Hochdruck- und Hochtemperaturbereich, die zumeist in Kraftwerken eingesetzt würden. (dpa-AFX)

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