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Weitere Nachrichten : Export stützt Australiens Wirtschaft

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Bergbau: Australiens Stärke und Schwäche Bild: REUTERS

Japan will das Pro-Kopf-Einkommen steigern, HSBC wird in den Vereinigten Staaten wegen Zwangsräumungen verklagt und China leitet Anti-Dumping-Ermittlungen gegen Wein-Importe aus der EU ein.

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          Australiens rohstoffreiche Volkswirtschaft ist im ersten Quartal dank kräftiger Exporte moderat gewachsen. Wie die Statistikbehörde mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozent auf Quartals- und um 2,5 Prozent auf Jahressicht.

          Damit lag das Wachstum aber ein wenig unter den Schätzungen von Ökonomen, die Zuwachsraten von 0,7 und 2,7 Prozent erwartet hatten. Starke Investitionen in den Bergbau und die Gasförderung resultieren zunächst in eine kräftig steigende Produktion, die sich schließlich in schnell wachsenden Exporten auszahlten.

          Die australische Wirtschaft wächst nun seit 21 Jahren ohne Unterbrechung, was nicht zuletzt auf deren Rolle als Rohstofflieferant für die boomende Wirtschaft in der Volksrepublik China zurückgeht. Australien befindet sich derzeit in einem schwierigen Übergangsprozess: Die zwölfgrößte Volkswirtschaft der Welt muss die große Abhängigkeit vom Bergbau überwinden und eine bessere Balance finden. Zunächst dürfte das Land jedoch weiter von der großen Nachfrage nach Kohle und Eisenerz profitieren.

          Seit November 2011 hat die Notenbank ihre Geldpolitik insgesamt sieben Mal gelockert und den Leitzins auf das Rekordtief von 2,75 Prozent gesenkt. Der Leitzins liegt nun niedriger als während der Finanzkrise. Damals war es Australien als einzigem Industrieland gelungen, die Krise ohne Rezession zu überstehen. (Dow Jones Newswires)

          Japan will Pro-Kopf-Einkommen steigern

          Zur Belebung der Wirtschaft will Japans Ministerpräsident Shinzo Abe das Pro-Kopf-Einkommen steigern. Ziel sei ein Plus von drei Prozent in zehn Jahren, sagte Abe am Mittwoch in seiner mit Spannung erwarteten Rede zur künftigen Wachstumsstrategie. Zugleich kündigte der Regierungschef die Schaffung von Sonderwirtschaftszonen an, um ausländische Technologiekonzerne, Arbeitskräfte und Fonds anzulocken. Das neue Wachstumspaket soll vom Kabinett am 14. Juni verabschiedet werden. (Reuters)

          HSBC in Vereinigten Staaten wegen Zwangsräumungen verklagt

          Der Streit um Zwangsenteignungen hat für Europas größte Bank HSBC Holdings eine Klage in den Vereinigten Staaten zur Folge. Der Bundesstaat New York wirft dem Geldhaus Rechtsbruch im Umgang mit Hausbesitzern vor. Landesjustizminister Eric Schneiderman erklärte am Dienstag, HSBC habe gegen ein Landesgesetz verstoßen, das Hypothekenkunden im Kampf gegen die Zahlungsunfähigkeit helfen soll. Es sieht vor, dass den Hauskäufern vor der Pleite die Möglichkeit einräumt werden muss, über eine Umschuldung zu verhandeln. Laut Schneiderman hat HSBC dies jedoch nicht getan, sondern 25.000 Immobilienbesitzern Wartezeiten von bis zu zweieinhalb Jahren beschert. Während dieser Zeit hätten sie grundlos Tausende Dollar an Kosten an Zinsen, Gebühren und Strafzahlungen angehäuft. Ein HSBC-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. (Reuters)

          China leitet Dumping-Ermittlungen gegen Wein-Importe aus der EU ein

          Nach vorläufigen Strafzöllen der EU auf Solarprodukte aus China leitet Peking Dumping-Ermittlungen gegen Wein-Importe aus der EU ein. Das kündigte Chinas Handelsministerium am Mittwoch auf seiner Internetseite an. Die EU-Kommission hatte am Dienstag Extraabgaben auf die Einfuhren von Solarmodulen und deren Komponenten von durchschnittlich zunächst 11,8 Prozent beschlossen. Zudem ermittelt Brüssel gegen Netzwerkausrüster aus China. Peking untersucht seinerseits bereits Importe von legierten Stahlrohren und spezielle Chemie-Einfuhren aus der EU. (dpa-AFX)

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