https://www.faz.net/-gqe-7p8q5

Weitere Nachrichten : EU berät über schärfere Sanktionen gegen Russland

Das Volumen der verhängten Freiheitsstrafen für Schwarzarbeitsdelikte ging ebenfalls zurück: 2013 wurden der Statistik zufolge insgesamt 1927 Jahre Gefängnis verhängt, 2012 waren es noch 2082 Jahre gewesen.

Erwartungsgemäß war der durch Schwarzarbeit entdeckte Schaden am Bau mit knapp 357 Millionen Euro am größten. Im Jahr davor waren es noch 377 Millionen Euro, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, die der „Wirtschaftswoche“ und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. In der Schadensbilanz folgen mit großem Abstand die Branchen Gebäudereinigung und Sicherheitsdienstleistungen mit 60 und 11,5 Millionen Euro.

Wegen Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung haben die Rentenversicherer laut Bundesregierung im vergangenen Jahr Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von fast 307 Millionen Euro und Säumniszuschläge von knapp 144 Millionen Euro nacherhoben. 2012 lagen diese Beträge mit 257,6 und 117,9 Millionen Euro noch darunter. (dpa-AFX)

E-Plus soll verschwinden

Telefónica Deutschland (O2) will einem Medienbericht zufolge im Fall der geplanten Übernahme von E-Plus nicht alle Marken des bisherigen Mobilfunk-Rivalen weiterführen. Die Marke „E-Plus“ solle vom Markt verschwinden, die Marke „Base“ für Vertragskunden dagegen fortbestehen, meldete das Magazin „Focus“. Diskutiert werde auch, die Prepaid-Angebote zusammenzulegen. Ein Sprecher von Telefónica Deutschland sprach am Sonntag von Spekulationen, es seien noch keine Entscheidungen für die Zeit nach dem Zusammenschluss gefallen. „Wir befinden uns mitten im Freigabeverfahren mit der EU-Kommission.“ Die Behörde prüft zurzeit den Milliardendeal. Das neue Unternehmen wäre gemessen an der Kundenzahl der größte Mobilfunker in Deutschland. (dpa-AFX)

Kaum Probleme für deutsche Firmen durch starken Euro

Deutsche Unternehmen müssen sich aus Sicht des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) wegen eines hohen Euro-Kurses weniger Sorgen machen als Firmen in den Euro-Krisenländern. Die Aufwertung sei besonders für die exportorientierte Wirtschaft der kriselnden Euro-Staaten ein Problem, sagte IW-Chef Michael Hüther der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. „Die deutschen Exporteure sind dagegen durch ihre Position als Weltmarktführer, verdeckte Champions oder allein durch ihren kundenorientierten Differenzierungsspielraum weniger von einer preisempfindlichen Nachfrage abhängig“, erklärte Hüther.

Ähnlich äußerte sich Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. „Die aus dem Eurokurs resultierenden Gefahren werden meist übertrieben“, sagte Krämer dem Blatt. „Erstens ist der Euro nicht außergewöhnlich stark. Zweitens schiebt die für Deutschland viel zu expansive Geldpolitik die Wirtschaft so stark an, dass jegliche aus dem Eurokurs resultierende Belastung überkompensiert würde.“

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert hingegen von der Europäischen Zentralbank (EZB) Maßnahmen gegen den seiner Ansicht überbewerteten Euro. „Die EZB müsste eben in großem Stil amerikanische Staatsanleihen kaufen - die dafür nötigen Euro-Beträge kosten sie nichts, und auf die amerikanischen Anleihen gäbe es sogar noch Zinsen“, sagte das Mitglied des Sachverständigenrats der „Welt am Sonntag“. (dpa-AFX)

Weitere Themen

Topmeldungen

Millionen Zuschauer wollen die Fußball-Nationalmannschaft spielen sehen. Doch auf welchem Sender können sie das künftig?

Telekom kauft alle Live-Rechte : Fußball-EM 2024 erstmals ohne ARD und ZDF

Die Telekom hat sich die Live-Rechte an allen 51 Spielen der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland im Jahr 2024 gesichert. Das hat die F.A.Z. exklusiv erfahren. Damit gehen die Öffentlich-Rechtlichen Sender ARD und ZDF erstmals leer aus.
Betreuung boomt: 90 Prozent aller Eltern schicken ihre Kinder in die Kita.

Kita-Ausbau : Erfolg und Scheitern liegen nah beieinander

Mehr Geld, mehr Plätze, mehr Arbeit: Der Kita-Ausbau ist ein sozialstaatliches Mammutprojekt. Kann Betreuung dabei pädagogisch wertvoll bleiben? Ein Gastbeitrag.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.