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Weitere Nachrichten : Deutsche Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 0,1 Prozent

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Hochtief treibt Gewinn von Mutterkonzern ACS

Der spanische Baukonzern ACS hat insbesondere dank seiner deutschen Tochter Hochtief einen höheren Gewinn erzielt. Das operative Ergebnis stieg im ersten Quartal um zwölf Prozent auf 744 Millionen Euro zu, wie der Konzern am Dienstag bekanntgab. Aufgrund von Einmaleffekten im vergangenen Jahr sank der Nettogewinn dagegen um 19 Prozent auf 168 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sei bis zum 31. März auf sechs Milliarden Euro gesunken, ein Rückgang um 43 Prozent zum Vorjahr. (Reuters)

Hypo Real Estate bereitet Verkauf von Depfa vor

Die in der Finanzkrise verstaatlichte deutsche Bank Hypo Real Estate (HRE) bereitet Kreisen zufolge den Verkauf ihrer Staatsfinanzierungstochter Depfa vor. Für die Organisation der Transaktion sei die Citigroup beauftragt worden, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag. Hypo Real Estate muss die Depfa auf Druck der EU-Kommission bis Ende 2014 und die pbb Deutsche Pfandbriefbank bis 2015 abstoßen. Für den Depfa-Verkauf dürfte sich die Hypo Real Estate vor allem an Beteiligungsgesellschaften wie Lone Star, J.C. Flowers oder Apollo wenden. HRE und Citigroup wollten den Bericht nicht kommentieren.

Die HRE stand in der Finanzkrise vor dem Aus und konnte nur dank staatlicher Hilfen von zeitweise mehr als 100 Milliarden Euro gerettet werden. Die gefährlichsten Wertpapiere und Kredite wurden in die Bad Bank FMS ausgelagert, wo sie über die kommenden Jahre mit möglichst wenig Verlust abgebaut werden sollen. Doch ob der Verkauf des gesunden Teils, der pbb, am Ende aufgeht, ist ungewiss. Immobilienbanken haben sich seit der Finanzkrise als Ladenhüter erwiesen. Zuletzt scheiterte der Verkauf der Commerzbank-Tochter Eurohypo. (Reuters)

Gewinnrückgang bei Vivendi

Der französische Medien- und Telekomkonzern Vivendi hat im ersten Quartal aufgrund eines enttäuschenden Mobilfunkgeschäfts einen Gewinneinbruch verbucht. Der operative Gewinn fiel um 17 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 7,05 Milliarden Euro. Vor allem der verschärfte Preiskampf auf dem heimischen Markt setzte der Mobilfunktochter SFR zu.

Seit dem Start des Billig-Anbieters Free Mobile von Iliad im vergangenen Jahr verliert SFR Kunden. Vivendi läutete daraufhin Sparrunden ein. Der Mischkonzern will sein Engagement im Telekombereich verringern und sich stärker auf das Mediengeschäft konzentrieren. Bei SFR brach der Gewinn im Auftaktquartal um 42 Prozent ein. (Reuters)

Bouygues bekräftigt trotz Minusquartal Jahresziele

Der französische Mischkonzern Bouygues blickt trotz eines wenig erbaulichen ersten Quartals weiter zuversichtlich auf das Gesamtjahr. Von Januar bis März war der Umsatz um 4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro gesunken. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 42 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 35 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Analysten hatten allerdings mit einer noch schlechteren Entwicklung gerechnet.

Wie in jedem Jahr sei das erste Quartal kein Indikator für das Gesamtjahr, betonte das Unternehmen in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Daher würden die Ziele des Konzerns für 2013 nicht geändert. Demnach sollen die Erlöse bei 33,45 Milliarden Euro liegen, 2012 waren hier noch 33,55 Milliarden Euro erzielt worden. (dpa-AFX)

HSBC streicht weitere 20.000 Stellen

Die britische Großbank HSBC will die Kosten weiter kräftig senken. Bis 2016 sollen die jährlichen Aufwendungen bei Europas größter Bank um zusätzliche zwei bis drei Milliarden Dollar gedrückt werden. Vorstandschef Stuart Gulliver will die Zahl der Beschäftigten bis Ende 2016 auf 240.000 bis 250.000 reduzieren. Er setzt damit die Rosskur für die Bank trotz jüngster Milliardengewinne fort.

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