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Michael Horn, Chef von Volkswagen Amerika, im Januar 2015 bei der Detroit-Autoshow. Bild: dpa

Der Verfall der Ölpreise hat bislang wenig Folgen für die Thyssen-Krupp-Sparte Industrial Solutions und die Allianz-Tochter Pimco kann ihre Mittelabflüsse zunehmend begrenzen.

          Deutsche Premium-Autobauer trotzen hartem Winter in Amerika

          Der harte Winter in vielen Teilen der Vereinigten Staaten hat im Februar das kräftige Wachstum des eigentlich boomenden amerikanischen Automarktes gebremst. Die wichtigsten deutschen Autobauer konnten aber dennoch teils zweistellige Zuwächse bei ihren monatlichen Absatzzahlen melden - mit einer Ausnahme. Volkswagen ist beim kräftigen Wachstum im amerikanischen Automarkt weiterhin nur Zuschauer: Im Februar schrumpfte der Absatz der Wolfsburger Pkw-Kernmarke VW in den Vereinigten Staaten um 5,2 Prozent auf 25.710 Neuwagen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

          Thyssen-Krupp-Sparte setzt auf Wachstum - Gelassen wegen Ölpreisverfall

          Der Verfall der Ölpreise hat bislang wenig Folgen für die Thyssen-Krupp-Sparte Industrial Solutions. „Wir sehen keine wirkliche Krise wegen der Ölpreise“, sagte Bereichschef Hans Christoph Atzpodien am Dienstag bei einer Presseveranstaltung. Seine Sparte liefert unter anderem Anlagen für die Öl- und Gasförderung. Der Konzern sehe sogar Chancen durch die niedrigen Preise. „Erschlossene Fördergebiete müssen effizienter werden, davon können wir mit unseren Anlagen profitieren.“ Zudem sei gerade die öl- und gasverarbeitende Industrie ein wichtige Kunden für die Anlagenbauer von Thyssen-Krupp.

          Gebremste Mittelabflüsse bei Allianz-Fondstochter Pimco

          Die Allianz-Tochter Pimco kann ihren Aderlass zunehmend begrenzen. Im Februar zogen Anleger noch 8,6 Milliarden Dollar aus dem Flaggschiff des Fondsanbieters ab, wie aus einer Mitteilung des früher vom Starinvestor Bill Gross geführten Unternehmens vom Dienstag hervorgeht. Im Januar hatten Anleger noch für 11,6 Milliarden Dollar Anteile des „Total Return Fund“ zurückgegeben, und im Dezember gar für 19,4 Milliarden Dollar. Die Allianz hatte für Pimco jüngst bereits Licht am Ende Tunnels ausgemacht: „Es gibt weiterhin Abflüsse, aber es gibt auch Zuflüsse von großen Kunden. Das stimmt mich optimistisch“, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann Ende Februar.

          Amerikanische Regulierer verteidigt Votum für Netzneutralität

          Der Chef der amerikanischen Telekom-Aufsicht FCC, Tom Wheeler, hat die neuen Regeln für Breitband-Internet mit einem Verbot bezahlter Überholspuren im Netz verteidigt. Die FCC habe keine übermäßige Regulierung beschlossen, sagte Wheeler am Dienstag auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

          Air Berlin kündigt Umbau und Billigtarif an

          Air Berlin will mit einem neuen Billigtarif und mehr Angeboten für Geschäftsreisende die Rückkehr in die schwarzen Zahlen schaffen. Der neue Vorstandschef Stefan Pichler kündigte am Dienstag in Berlin ein Umbauprogramm für dieses und kommendes Jahr an. Ziel ist es, im nächsten Jahr im laufenden Geschäft wieder schwarze Zahlen zu schreiben. „Es geht nicht um Fliegen um des Fliegens willen“, sagte Pichler. „Es geht um Fliegen, um profitabel zu sein.“ Dazu will der 57-Jährige in drei Phasen Management und Vertrieb umbauen, das Flugangebot stärker auf ertragreiche Strecken ausrichten und die Drehkreuze der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft wie Düsseldorf und Berlin ausbauen. Einen weiteren Stellenabbau kündigte Pichler nicht an.

          DMG Mori Seiki erhöht Angebot für frühere Gildemeister AG

          Der japanische Großaktionär hat sein Übernahmeangebot für die Aktien des früher unter Gildemeister firmierenden Werkzeugmaschinenbauers DMG Mori Seiki erhöht. Statt 27,50 Euro bietet die DMG Mori GmbH jetzt 30 Euro je Aktie, wie das Unternehmen am Dienstag ankündigte. Zuvor hatten die Japaner knapp 9,5 Millionen-Aktien außerbörslich zum neuen Angebotspreis gekauft. Die im M-Dax notierten Aktien sprangen an die Indexspitze und lagen zuletzt mit 2,2 Prozent im Plus.

          Französischer Staat gibt Anteile an Safran ab und nimmt Milliarde ein

          Der französische Staat hat knapp 4 Prozent seiner Anteile an dem Flugzeug- und Rüstungskonzern Safran verkauft und dabei etwa eine Milliarde Euro eingenommen. Das teilten die Minister für Wirtschaft und Finanzen, Emmanuel Macron und Michel Sapin, am Dienstag in Paris mit. Insgesamt seien 16,5 Millionen Safran-Aktien an sogenannte institutionelle Anleger gegangen. Jetzt hält der Staat nach den Angaben noch etwas mehr als 18 Prozent des Kapitals. Frankreich wolle seine strategischen Interessen sichern, gleichzeitig aber Geld einnehmen, um die Entschuldung voranzutreiben und um in Sektoren zu investieren, die wirtschaftliche Entwicklung brächten.

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          Der britische Öltanker Stena Impero wurde von den iranischen Revolutionsgarden beim Durchfahren der Straße von Hormuz beschlagnahmt.

          Nach Festsetzen von Tanker : Krise am Persischen Golf spitzt sich zu

          In der Straße von Hormus überschlagen sich die Ereignisse: Iran stoppt zwei britische Tanker, einer wird noch immer von Teheran festgehalten. Die Regierung in London droht mit Konsequenzen – und Washington schickt Verstärkung nach Saudi-Arabien.
          Die kommissarische Partei-Vorsitzende Malu Dreyer

          Diskussion um CO2 : SPD will „Klimaprämie“ einführen

          Wer weniger CO2 verbraucht, soll nach Willen der Sozialdemokraten künftig belohnt werden, sagt die kommissarische Partei-Chefin Dreyer nach der Sitzung des Klimakabinetts. Insbesondere Geringverdiener sollen dadurch entlastet werden.

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