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Weitere Nachrichten : Bundesregierung knickt bei G20-Sparzielen ein

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Bild: AFP

Die Citigroup profitiert vom Investmentbanking und legt gute Zahlen vor. Die Telecom Italia legt die Abspaltung des Festnetzgeschäftes auf Eis.

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          Die Bundesregierung hat ihre Forderung nach einem allgemein gültigen Schuldenziel für die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) laut einem Pressebericht fallengelassen. Das Vorhaben sei gegen den Widerstand der Vereinigten Staaten nicht durchzusetzen gewesen, sagte ein G20-Vertreter dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble hätten sich „die Zähne ausgebissen“. Zuvor hatte die Bundesregierung lange Zeit gefordert, verbindliche Grenzen für das Staatsdefizit und den Schuldenstand festzulegen, die für alle G20-Länder gleichermaßen gelten.

          Wie das „Handelsblatt“ im Vorfeld des Treffens der G20-Finanzminister am Wochenende in Moskau erfuhr, soll es nunmehr länderspezifische Ziele geben. Demnach soll jeder Staat eine eigene Vorgabe erhalten. Um die konkreten Ziele für die einzelnen Länder werde noch gerungen, heißt es weiter in dem vorab veröffentlichten Bericht. Die Bundesregierung will nun durchsetzen, dass sich jeder einzelne Staat zu Zielen Richtung Schuldenabbau verpflichtet. Die Staats- und Regierungschefs würden die konkreten Werte wahrscheinlich erst bei ihrem Gipfel Anfang September in St. Petersburg verkünden, hieß es in G20-Kreisen. (dpa-AFX)

          Investmentbanking treibt Citigroup

          Die Citigroup hat ein glückliches Händchen bei ihren Geschäften auf dem Kapitalmarkt bewiesen. Die amerikanische Großbank konnte dank eines florierenden Investmentbankings im zweiten Quartal ihren Gewinn um 42 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar steigern. Zu dem Sprung gegenüber dem Vorjahreszeitraum trug auch das Privatkundengeschäft in Lateinamerika bei, das ein wichtiges Standbein für die weltweit aufgestellte Citigroup ist. Dagegen musste die Bank in der Heimat Abstriche machen: Die Privatkunden in Nordamerika fragten weniger Hauskredite nach. Zudem belasteten wie bei so vielen anderen Banken die niedrigen Kreditzinsen das Ergebnis. (dpa-AFX)

          Telecom Italia legt Festnetz-Abspaltung auf Eis

          Die Telecom Italia steigt bei der geplanten Ausgliederung der Festnetzsparte auf die Bremse. Zunächst sollten die Absichten der Regulierungsbehörden unter die Lupe genommen werden, erklärte Italiens größter Telekom-Anbieter am Montag. Die neue Situation sei unwägbar und stelle die Möglichkeit einer Abspaltung infrage. Die Einnahmen des Festnetzgeschäfts drohen zu sinken, seit der Ex-Monopolist in der vergangenen Woche in einem ersten Schritt zu günstigeren Gebühren für die Nutzung seiner Kupferkabel durch Rivalen verpflichtet wurde. Vor der Stellungnahme von Telecom Italia hatte eine mit der Angelegenheit vertraute Person gesagt, mehrere Optionen lägen auf dem Tisch, darunter auch ein Stopp des geplanten Spin-Offs.

          Ein Rückzieher bei der geplanten Abspaltung wäre ein weiterer Rückschlag für den um Stabilisierung bemühten Konzern. Anfang Juli waren Verhandlungen von Telecom Italia über einen Einstieg des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa geplatzt. (Reuters)

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