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Weitere Nachrichten : Börse in Tokio gibt nach

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Bild: dpa

Samsung verzeichnet einen Gewinnrückgang. Qualcomm schockt mit einer Senkung der Jahresprognose. Qiagens Gewinn leidet unter dem Konzernumbau.

          Die Börse in Tokio hat am Donnerstag nach negativen Vorgaben aus den Vereinigten Staaten nachgegeben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Vormittagshandel 0,5 Prozent im Minus bei 17.716 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 1420 Zähler.

          Die New Yorker Börsen hatten am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt mit Kursverlusten geschlossen. Belastet wurde die Stimmung von den sinkenden Ölpreisen und Äußerungen der amerikanischen Notenbank Federal Reserve. Trotz brummender Wirtschaft hat es die Fed mit einer Zinserhöhung nicht eilig. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent tiefer auf 17.191 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 1,3 Prozent auf 2002 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,9 Prozent auf 4637 Stellen.

          Der Euro zeigte sich im fernöstlichen Devisenhandel praktisch unverändert und kostete 1,1286 Dollar. Die amerikanischen Währung wurde mit 117,73 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0265 und zum Dollar mit 0,9097 . (Reuters)

          Gewinnrückgang bei Samsung

          Angesichts des schärferen Wettbewerbs bei Smartphones hat Weltmarktführer Samsung im Schlussquartal 2014 deutlich weniger verdient. Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 5,35 Billionen Won (4,4 Milliarden Euro), wie der größte Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ging um elf Prozent auf 52,7 Billionen Won zurück. Besonders in Asien machten im vergangenen Jahr lokale Hersteller den Südkoreanern ihre Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig. Daneben verzeichnete Apple mit seinen neuen iPhone-Modellen im Oberklasse-Segment große Absatzerfolge. (dpa-AFX)

          Konzernumbau lastet auf Gewinn von Qiagen

          Kosten für den Konzernumbau haben den Gewinn des Biotechunternehmens Qiagen im vergangenen Jahr gedrückt. Der bereinigte Konzernüberschuss sank um zwei Prozent auf 241,1 Millionen Dollar, wie Qiagen am Mittwochabend mitteilte. Analysten hatten dagegen mit 255 Millionen Dollar deutlich mehr erwartet. Für das neue Jahr stellte Konzernchef Peer Schatz einen um Wechselkurseinflüsse bereinigten Umsatzanstieg und Gewinnzuwachs in Aussicht. Das Unternehmen ist auf Tests zum Nachweis von Krankheiten und Laborgeräte spezialisiert. Qiagen erzielt 87 Prozent des Geschäfts mit Verbrauchsmaterial für seine Analysegeräte und damit verbundenen Aktivitäten.

          Insgesamt baute Qiagen 2014 den bereinigten Konzernumsatz um drei Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar aus. Zu dem Anstieg trugen auch Übernahmen bei. Nach dem Kauf der Firma Enzymatics hatte Qiagen allerdings für das vierte Quartal Umbaukosten angekündigt- dazu kamen Aufwendungen wegen der Schließung eines amerikanischen Standorts. Qiagen hatte deshalb unlängst sein Gewinnziel je Aktie gesenkt: Erreicht wurden 2014 nun bereinigt 1,00 Dollar je Anteilsschein nach 1,02 Dollar vor Jahresfrist. Zuvor hatte Schatz noch 1,08 Dollar je Aktie angepeilt.

          Für das laufende Jahr erwartet Konzernchef Schatz wechselkursbereinigt einen Umsatzanstieg von rund vier Prozent und einen Zuwachs des bereinigten Gewinns je Aktie auf 1,16 bis 1,18 Dollar. Gegenwind erwartet Qiagen allerdings in den Vereinigten Staaten im Geschäft mit Tests auf das Humane Papilloma-Virus (HPV), das Gebärmutterhalskrebs auslösen kann. Zudem dürfte sich der stark gestiegene Dollar in einigen Märkten negativ bemerkbar machen. Im Geschäft mit dem Analyse-Gerät QIAsymphony, das eine Vielzahl von Tests zum Nachweis von Krankheiten verarbeiten kann, werden bis Ende dieses Jahres weltweit mehr als 1500 installierte Geräte angepeilt. Ende Dezember waren es mehr als 1250 Geräte. (Reuters)

          MLP verpasst Ergebnisziel

          Der Finanzdienstleister MLP hat das selbstgesteckte Ziel von mindestens 50 Millionen Euro beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Jahr verfehlt. Nach vorläufigen Zahlen erzielten die Wieslocher 2014 lediglich ein Ebit von 39 Millionen Euro (2013: 30,7 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Als Grund nannte MLP in einer Mitteilung „herausfordernde Marktbedingungen“. Die Gesamterlöse seien von 499 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 531,1 Millionen Euro gestiegen.

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