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Weitere Nachrichten : Bank of Japan bleibt auf Kurs und enttäuscht die Märkte

  • Aktualisiert am

Nichts Neues aus der japanischen Zentralbank Bild: REUTERS

Die Softbank erhöht das Übernahmeangebot für Sprint, Texas Instruments grenzt die Quartalsprognosen ein, die neuen Biotest-Aktien kommen zu je 52 Euro.

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          Die japanische Notenbank sieht erste Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung und lockert deshalb ihre Geldpolitik vorerst nicht weiter. Einige Anleger hatten allerdings gehofft, dass die Bank of Japan (BoJ) noch mehr tun würde, um Probleme auf dem japanischen Staatsanleihenmarkt zu beheben.

          Das riesige Anleihekauf-Programm der BoJ hat auf dem Markt für Staatsanleihen heftige Schwankungen ausgelöst. Einige Anleger hatten deshalb erwartet, dass die Notenbank diese Launenhaftigkeit zu kontrollieren versuchen würde - etwa über erweiterte Kreditprogramme an Geschäftsbanken.

          Die Notenbank präsentierte außerdem einen deutlich zuversichtlicheren Ausblick auf die Konjunktur und machte diesen an steigenden Exporten und Investitionen sowie der höheren Kauflust der Verbraucher fest. Im ersten Quartal war die Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet um 4,1 Prozent gewachsen.

          Die Währungshüter erklärten außerdem, dass die Zentralbank mit der Auszahlung erster Raten aus einem im Oktober aufgelegten Kreditprogramm begonnen habe. Große und regionale Banken sollen so die Summe von 3,15 Billionen Yen zum festen Zinssatz von 0,1 Prozent erhalten, wenn sie mehr Geld an die Realwirtschaft verleihen.

          Anfang April hatte die BoJ eine radikale Wende in der Geldpolitik vollzogen und beschlossen, die Geldbasis mit einer Jahresrate von 60 bis 70 Billionen Yen auszuweiten, um Japan aus der seit 15 Jahren anhaltenden Deflationsspirale herauszuführen. Dazu wurde das Programm zum Ankauf von Wertpapieren drastisch ausgeweitet. Die Geldbasis soll in zwei Jahren verdoppelt und die Inflation auf 2 Prozent getrieben werden. Derzeit ist die Inflationsrate leicht negativ. (Dow Jones)

          Softbank erhöht Übernahmeangebot für Sprint auf 21,6 Milliarden Dollar

          Der japanische Internet- und Mobilfunkanbieter Softbank hat seine Offerte für Sprint Nextel aufgestockt. Das Unternehmen biete nun 21,6 Milliarden Dollar für Amerikas drittgrößten Mobilfunker. Bislang lag das Gebot von Softbank bei 20,1 Milliarden Dollar. Zudem wollen die Japaner 78 Prozent von Sprint Nextel erwerben anstatt der bislang angepeilten 70 Prozent.

          Aber auch Satelliten-TV-Betreiber Dish Network will Sprint Nextel kaufen und 25,5 Milliarden Dollar zahlen. Mit seiner neuen Offerte reagiert Softbank auf das bislang höhere Angebot von Dish. Die für diesen Mittwoch geplante Aktionärsabstimmung über die Transaktion sei auf den 25. Juni verschoben worden, hieß es weiter. (dpa-AFX)
          Bundesregierung spart dank Niedrigzinsen mehr als 100 Milliarden Euro

          Die Bundesregierung spart dank der niedrigen Zinsen für Bundesanleihen bis 2014 mehr als 100 Milliarden Euro an Zinszahlungen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW), die der Tageszeitung Die Welt vorliegt. Die Bundesregierung hat demnach seit 2009 rund 80 Milliarden Euro an Zinsen gespart. (Dow Jones Newswires)

          Apple startet Radiodienst

          Der Computerkonzern Apple startet mit dem neuen Radioservice iTunes Radio einen Internet-Sender. Das Angebot enthält Werbeanzeigen und ist kostenfrei. Apple stellte zudem ein neues Betriebssystem für seine Macs vor. Die Software mit dem Namen Mavericks soll die Suche nach Dateien erleichtern.

          Zudem überarbeitet das Betriebssystem für sein iPhone. Der Konzern stellte iOS 7 vor, das auch auf dem iPad installiert ist. Zum Einsatz kommt ein schlankeres und frischeres Design, für das auch Animationen genutzt werden. Besitzer von iPhone und iPads können sich das Betriebssystem im Herbst herunterladen. (Reuters)
          Texas Instruments grenzt Quartalsprognosen ein

          Der Chiphersteller Texas Instruments hat seine Umsatz- und Gewinnziele für das laufende zweite Quartal eingegrenzt. Der Umsatz werde voraussichtlich 2,99 Milliarden bis 3,11 Milliarden Dollar erreichen. Der Gewinn je Aktie (EPS) dürfte bei 0,39 bis 0,43 Dollar liegen. Analysten rechnen mit Erlösen von 3,06 Milliarden und einem EPS von 0,41 Dollar. Damit liegen sie auch im Rahmen der neuen Prognose.

          Bislang hatte das Management des Konzerns noch etwas weitere Spannen im Auge gehabt. So hatte es für den Umsatz 2,93 Milliarden bis 3,17 Milliarden Dollar und für den Gewinn je Aktie 0,37 bis 0,45 Dollar in Aussicht gestellt. (dpa-AFX)

          Amerikanisches Gericht weist Spyker-Klage wegen Saab-Pleite ab

          Ein amerikanisches Bundesgericht hat die Klage des niederländischen Sportwagenbauers Spyker gegen General Motors im Zusammenhang mit der Pleite seiner Tochter Saab abgewiesen. GM habe das vertragliche Recht gehabt, den Verkauf von Saab zu stoppen, das GM-Technologie benutzt habe, entschied das Gericht am Montag in Detroit. Spyker hatte GM auf drei Milliarden Dollar verklagt, da die Amerikaner den Einstieg eines chinesischen Investors verhindert hatten. Saab ging 2011 pleite, zwei Jahre nachdem Spyker die Firma von GM gekauft hatte. (Reuters)

          Neue Biotest-Aktien kommen zu je 52 Euro

          Die angekündigte Kapitalerhöhung des Biotechnik-Unternehmens Biotest wird im oberen Bereich der bislang kommunizierten Preisspanne gepreist. Die neuen Aktien sollen zu je 52 Euro ausgegeben werden, bislang war eine Preisspanne von 50 Euro bis 52,50 Euro im Gespräch. Der Gesellschaft wird aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös von rund 76 Millionen Euro zufließen, wie Biotest mitteilte.

          Sämtliche neue Aktien wurden bereits im Rahmen einer Vorabplazierung plaziert. Ein Teil davon kann jetzt gezeichnet werden. Die Bezugsfrist beginnt am Mittwoch und endet am 25. Juni 2013. Die Lieferung der neuen Vorzugsaktien wird voraussichtlich am 1. Juli 2013 erfolgen. (Dow Jones)

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