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Weitere Nachrichten : Bank of America büßt mit 1,3 Milliarden für Hypotheken-Deals

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Bild: REUTERS

Die portugiesische Bank BES verliert im ersten Halbjahr 3,6 Milliarden Euro, der Baustoffkonzern Saint-Gobain hat Probleme in Frankreich und die Puma-Mutter Kering schneidet etwas besser ab als erwartet.

          Bank of America büßt mit 1,3 Milliarden für Hypotheken-Deals

          Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise holen die Bank of America schmerzlich ein. Ein New Yorker Richter verurteilte das Kreditinstitut am Mittwoch zur Zahlung von knapp 1,3 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) wegen Betruges an den beiden staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac. Eine in die Sache verwickelte Bankerin muss eine Zivilstrafe von einer Million Dollar zahlen. In dem Fall ging es um den Verkauf von Hypothekenpapieren durch den Hausfinanzierer Countrywide an Fannie Mae und Freddie Mac kurz vor der Finanzkrise. Viele der in diesen Papieren enthaltenen Hauskredite seien von vornherein faul gewesen, hatte eine Jury bereits im Oktober 2013 geurteilt. Nun erging das Strafmaß. Die Bank of America steht in der Verantwortung, weil sie Countrywide 2008 geschluckt hatte.

          Portugiesische Bank BES verliert im ersten Halbjahr 3,6 Milliarden Euro

          Die Lage der angeschlagen Großbank BES (Banco Espirito Santo) ist noch schlimmer als befürchtet. Die nach Marktwert drittgrößte portugiesische Bank hat im ersten Halbjahr unter dem Strich 3,6 Milliarden Euro verbrannt. Spekuliert worden war zuletzt noch über ein Minus von rund 3 Milliarden. Auch das wäre bereits eine Rekordsumme für den Bankensektor Portugals gewesen.

          Baustoffkonzern Saint-Gobain mit Problemen in Frankreich - Umsatz sinkt

          Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain hat im zweiten Quartal mit einem schwierigen Heimatmarkt und dem starken Euro gekämpft. Der Konzernumsatz sank deshalb um ein Prozent auf 20,45 Milliarden Euro, wie das im Euro Stoxx 50 notierte Unternehmen am Mittwoch in Paris mitteilte. In den ersten drei Monaten war der Erlös noch um 2,6 Prozent gestiegen. Experten hatten im ersten Halbjahr mit einem zumindest stabilen Umsatz gerechnet.

          Puma-Mutter Kering schneidet etwas besser ab als erwartet

          Der französische Luxusgüterkonzern Kering (Brioni, Gucci, Yves Saint Laurent) hat im ersten Halbjahr vor allem dank eines starken Geschäfts mit eigenen Läden operativ zugelegt. Der starke Euro kostete die Puma-Mutter allerdings Umsatz und belastete den Gewinn. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sei um 3,9 Prozent auf 810 Millionen Euro gefallen, teilte der Konzern am Mittwoch in Paris mit. Bereinigt um Währungseffekte sei dieser Wert allerdings um 6,2 Prozent gestiegen.

          ’WiWo’: VW-Tochter Audi will Kostenanstieg bremsen

          Audi verordnet sich in den kommenden Jahren eine straffere Kostendisziplin. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, sollen mit dem Programm „Business 2.0“ an verschiedenen Stellen im Unternehmen die Ausgaben der VW-Tochter begrenzt werden. Ein Sprecher bestätigte am Mittwoch entsprechende Pläne. In einem Brief an die Mitarbeiter betonte Vorstandschef Rupert Stadler, dass Audi zwar kein außerordentliches Sparprogramm brauche. Es sei allerdings nötig, die Entwicklung der Kosten über eine gezielte Feinsteuerung zu begrenzen.

          Fischer scheitern vor Gericht - K+S darf weiter Abwässer einleiten

          Der Kali- und Salzproduzent K+S darf zunächst weiter salzhaltige Abwässer aus einem seiner Werke im osthessischen Philippsthal in die Werra einleiten. Das hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel entschieden. Mit dem am Mittwoch veröffentlichten Spruch scheiterte ein Versuch des Verbands hessischer Fischer, die Einleitung zu stoppen.

          Neuer Großaktionär bei Tom Tailor

          Der Bekleidungskonzern Tom Tailor bekommt einen neuen Großaktionär. Ein portugiesisches Tochterunternehmen der chinesischen Beteiligungsgesellschaft Fosun beteilige sich mit 23,16 Prozent an der Tom Tailor Holding AG, teilte das Hamburger Unternehmen am Mittwochabend mit. Der Vollzug des Erwerbs solle in Kürze erfolgen. Den Angaben zufolge hatte die Anteile bisher die Versorgungs- und Förderungsstiftung in Vaduz (Liechtenstein) gehalten. Jetzt steige die größte Versicherung in Portugal, Fidelidade-Companhia de Seguros SA, bei Tom Tailor ein.

          Hyundai muss annähernd 900.000 amerikanische Limousinen reparieren

          Der südkoreanische Autobauer Hyundai hat in den Vereinigten Staaten einen großen Rückruf angestoßen. 883.000 Sonata-Limousinen der Modelljahre 2011 bis 2013 müssen in die Werkstätten, weil beim Automatikgetriebe möglicherweise der falsche Gang angezeigt wird. Dadurch steige die Unfallgefahr, hieß es am Mittwoch auf der Website der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. So könne der Wagen wegrollen, weil der Fahrer irrtümlicherweise davon ausgehe, die Park-Stellung eingelegt zu haben. Zuletzt hatte vor allem General Motors mit seiner Rückruf-Welle für Schlagzeilen gesorgt.

          Neuer Karstadt-Chef bekräftigt Sparpläne: ’Keine Tabus’ mehr

          Der seit dem vorzeitigen Abtritt von Eva-Lotta Sjöstedt amtierende neue Karstadt-Chef Miguel Müllenbach hat den scharfen Sparkurs angesichts anhaltender Verluste bekräftigt. „Dabei können wir uns keine Tabus mehr in der Hauptverwaltung, der Logistik oder den Filialen leisten“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstag). Karstadt habe im Geschäftsjahr 2012/2013 einen operativen Verlust von 124 Millionen Euro verbucht. Auch die letzten offiziell verfügbaren Zahlen für 2011/2012 hatten einen Fehlbetrag für die angeschlagene Warenhauskette angezeigt (158 Millionen Euro). Auch die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete über die neuen Zahlen.

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