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Weitere Nachrichten : BaFin-Chefin verspricht stabilen Garantiezins

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Es brennt in Argentinien Bild: dpa

S&P stuft die Kreditwürdigkeitsnote Argentiniens herunter, Uralkali-Großaktionär Kerimov erwägt den Verkauf seiner Anteile und Twitter kauft eine Firma für Mobile Werbung.

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          Der Garantiezins für Lebensversicherungen bleibt trotz weltweit niedriger Zinsen vorerst stabil. Wie die Bild-Zeitung berichtet, rechnet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) damit, dass der Satz auch 2014 unverändert bei 1,75 Prozent bleibt.

          BaFin-Präsidentin Elke König sagte dem Blatt: „Eine Absenkung zum 1. Januar 2014 ist unwahrscheinlich.“ Und weiter: „Nach unseren Erkenntnissen können die Lebensversicherer ihre Leistungsversprechen mittelfristig zuverlässig erfüllen.“ (dpa-AFX)

          S&P stuft Kreditwürdigkeit von Argentinien herunter

          S&P hat die Kreditwürdigkeit Argentiniens um eine Note herabgestuft. Das Land werde nur noch mit „CCC+“ und nicht mehr mit „B-“ bewertet, teilte die Ratingagentur am Dienstag mit. Der Schritt wurde mit dem unsicheren Ausgang eines Gerichtsprozesses begründet, bei dem es um Auszahlungen an Gläubiger geht. Damit steige das Risiko, dass Argentinien seinen Schuldendienst nicht erfüllen könne oder eine Umschuldung vornehmen müsse.

          Argentinien hatte im August im Rechtstreit mit einer Gruppe widerspenstiger Anleihegläubiger eine Schlappe erlitten. Ein amerikanisches Gericht befand, dass das lateinamerikanische Land alle Gläubiger gleich behandeln muss. Dies bedeutet, dass Argentinien auch die Anleiheinhaber vollständig auszahlen soll, die den Schuldenschnitt nach der Staatspleite vor über zehn Jahren abgelehnt hatten. Dabei geht es um eine Summe von 1,33 Milliarden Dollar. (Reuters)

          Uralkali-Großaktionär erwägt Verkauf seiner Anteile

          Der Streit um Milliarden aus dem Kaligeschäft zwischen Russland und dem Nachbarn Weißrussland bekommt einem Pressebericht zufolge eine Wende. Wie das „Wall Street Journal“ am Dienstag auf seiner Onlineseite berichtete, erwägt der russische Milliardär und Großaktionär von Uralkali, Suleiman Kerimov, den Verkauf seiner Anteile. Wenn der Verkauf seines Aktienpaktes zur Freilassung des inhaftierten Vorstandschef von Uralkali, Wladislaw Baumgertner, beitrage, dann sei er zu diesem Schritt bereit, zitierte die Zeitung eine mit der Situation vertraute Person.

          Kermikov kontrolliert über Stiftungen 21,7 Prozent an dem russischen Bergbaukonzern. Als mögliche Interessenten für die Anteile gelten eine Reihe anderer russischer Oligarchen aber auch Konzerne wie Norilsk Nickel. Der Wert des Pakets dürfte laut der Zeitung bei etwa gut vier Milliarden amerikanischen Dollar liegen. (dpa-AFX)

          Twitter kauft für 350 Millionen Dollar Firma für Mobile Werbung

          Der amerikanische Kurznachrichtendienst Twitter hat die auf mobile Werbung spezialisierte Firma Mopub gekauft. Die beiden in San Francisco ansässigen Firmen nannten zwar am Dienstag bei der Bekanntgabe der Übernahme keinen Kaufpreis. Eine mit der Sache vertraute Person sagte Reuters jedoch, Twitter zahle 350 Millionen Dollar in eigenen Aktien bezahlt. (Reuters)

          Ehemaliger amerikanischer Finanzminister Paulson warnt vor neuer Finanzkrise

          Die Welt sollte sich laut dem früheren amerikanischen Finanzminister Henry Paulson für eine neue Finanzkrise rüsten. „Besteht die Gefahr einer abermaligen Finanzkrise? Ich fürchte, dass die Antwort darauf ’Ja’ lautet“, schreibt der langjährige Chef der Investmentbank Goldman Sachs in einem Gastbeitrag im „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
          „Trotz aller Fortschritte gibt es eine Reihe von Problemen, die mir Sorge bereiten. Fünf Jahre nach der Finanzkrise haben wir bei der Reform der staatlich geförderten Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac keinerlei Fortschritte erzielt, wir sind den Markt der Schattenbanken nicht angegangen und streiten noch immer darüber, ob wir das Dilemma der ’too big to fail’-Banken gelöst haben“, schrieb der Ex-Politiker.

          Paulson schlägt mit Blick auf die systemwichtigen Großbanken vor: „Das ’too big to fail’-Phänomen ist inakzeptabel und muss aus der Welt geschafft werden. Der beste Ansatz wäre hier, mit Hilfe von stringenteren Kapital- und Liquiditätsanforderungen die Vorteile zu minimieren, die große Geldinstitute genießen. Eine strenge Regulierung einschließlich Größenbeschränkung und Veräußerungszwang bei Banken, die ihre Risiken nicht mehr steuern können, könnte Pleiten unwahrscheinlicher machen.“ (dpa-AFX)

          HRE will von Ex-Vorständen Schadenersatz wegen Kreditentscheidungen

          Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) verlangt von früheren Vorstandsmitgliedern Schadenersatz. Den betroffenen Ex-Managern der Bank würden pflichtwidrige Kreditentscheidungen vorgeworfen, sagte ein HRE-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag auf Anfrage. Bereits im Oktober vergangenen Jahres sei deshalb beim Landgericht München Klage eingereicht worden. Den Umfang der Schadenersatzforderungen bezifferte der Sprecher auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

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