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Weitere Nachrichten : Australiens Notenbank hält Leitzins auf Rekordtief

  • Aktualisiert am

Macht weiter keine großen Sprünge Bild: dpa/picture-alliance

General Motors kehrt in den S&P 500 zurück, BASF will den Umsatz im Raum Asien-Pazifik annähernd verdoppeln, Zynga streicht jede fünfte Stelle.

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          Die australische Zentralbank hat ihren Leitzins auf dem Rekordtief gelassen, da der Boom im Bergbau weiter nachlässt und die übrige Wirtschaft des Landes belastet. Der Leitzins verharrt damit bei 2,75 Prozent. Im vergangenen Monat hatten die Währungshüter den Schlüsselzins überraschend um 25 Basispunkte gekappt. Der Leitzins liegt nun niedriger als während der Finanzkrise. Damals schaffte es die Reserve Bank of Australia (RBA), mit Milliardenspritzen eine Rezession in Australien zu verhindern.

          Seit November 2011 hat die Notenbank ihre Geldpolitik insgesamt sieben Mal gelockert, um die australische Volkswirtschaft von der Schwäche der Weltwirtschaft abzuschirmen. Da die Investitionen in den Rohstoffsektor des Landes in letzter Zeit schwächer wurden, hofft die Zentralbank, dass niedrige Zinsen zu einer Belebung in anderen Wirtschaftsbereichen führen.

          Zynga streicht jede fünfte Stelle

          Der Internet-Spielehersteller Zynga zieht die Konsequenzen aus einem massiven Kundenschwund und baut knapp ein Fünftel seiner Stellen ab. „Niemand von uns hat jemals geglaubt, einen Tag wie diesen zu erleben“, erklärte der Chef des amerikanischen Unternehmens, Mark Pincus, am Montag in einem Schreiben an die Belegschaft. Zyngas Firmenkultur sei eigentlich auf Wachstum ausgerichtet. Als Folge der Streichung von etwa 520 Stellen werden ganze Entwicklerstudios in mehreren Städten geschlossen. Dadurch dürfte der bislang erwartete Nettoverlust im zweiten Quartal etwas höher ausfallen. Das Unternehmen geht von bis zu 39 Millionen Dollar aus.

          Der einstige Liebling der Online-Spielegemeinde ist insbesondere für den virtuellen Bauernhof „Farmville“ bekannt. Allerdings hat der Entwickler an frühere Erfolge nicht anknüpfen können. Immer mehr Spieler wenden sich den Angeboten auf Tablet-Computern zu, während Zynga sich insbesondere auf Titel für Facebook konzentriert hat. Die Zahl der monatlichen Nutzer sank im ersten Quartal auf 253 Millionen von 292 Millionen im Vorjahreszeitraum. (Reuters)

          General Motors kehrt in den S&P 500 zurück

          Vier Jahre nach der überstandenen Insolvenz ist der amerikanischen Autobauer General Motors in den Börsenindex S&P 500 zurückgekehrt. Der Konzern ersetzt dort den Ketchup-Hersteller H.J. Heinz, der von Milliardär Warren Buffet sowie dem Finanzinvestor 3G Capital aufgekauft wurde und damit von der Börse verschwindet. (dpa-AFX)

          BASF will Umsatz in Asien-Pazifik annähernd verdoppeln

          BASF will seine Geschäfte im Wachstumsmarkt Asien mit Milliardeninvestitionen stärken. Bis 2020 will der Ludwigshafener Chemieriese zehn Milliarden Euro in der Region Asien-Pazifik investieren, wie BASF am Dienstag ankündigte. Der Konzern strebt an, seinen Umsatz in Asien-Pazifik bis zum Jahr 2020 auf 25 Milliarden Euro annähernd zu verdoppeln. BASF geht davon aus, dass die regionale Chemieproduktion in Asien-Pazifik bis 2020 um jährlich 6,2 Prozent zunimmt. Das Unternehmen peilt ein Wachstum von mindestens zwei Prozentpunkten über der regionalen Chemieproduktion an. Rund 9000 neue Arbeitsplätze will BASF bis 2020 in der Region schaffen. (Reuters)

          Generali verkauft amerikanisches Lebensrückversicherungsgeschäft an Scor

          Der italienische Versicherer Generali tritt sein Lebensrückversicherungsgeschäft in den Vereinigten Staaten an den französischen Wettbewerber Scor ab. Durch diesen Zukauf avanciert Scor nach eigenen Angaben zum führenden Lebensrückversicherer in den Vereinigten Staaten. Insgesamt 920 Millionen Dollar lässt sich Scor den Erwerb der Generali U.S. Holdings Inc kosten.

          Die Assicurazioni Generali SpA, die vor einiger Zeit angekündigt hatte, sich von Bereichen zu trennen, die nicht zum Kerngeschäft zählen, streicht durch die Transaktion einen Kapitalgewinn von netto rund 150 Millionen Dollar ein. Nach dem Verkauf ihres amerikanischen Lebensrückversicherungsgeschäfts wird Generali in den Vereinigten Staaten noch als Schaden- und Unfallversicherer tätig sein. (Dow Jones)

          Abertis will Flughafen London-Luton verkaufen

          Der spanische Infrastrukturkonzern Abertis erwägt einen Verkauf seines mit rund 400 Millionen Euro bewerteten Mehrheitsanteils am Londoner Flughafen Luton. Dazu führe das Unternehmen Verhandlungen mit dem spanischen Flughafenbetreiber Aena, teilte ein Abertis-Sprecher am Montag mit. Aena arbeite gemeinsam mit dem französischen Finanzinvestor Axa Private Equity an einem Angebot für den Abertis-Anteil an Luton von 90 Prozent, verlautete aus dem Umfeld der Gespräche.

          Abertis hatte angekündigt, sich stärker auf seine Straßenmaut- und Telekommunikationsgeschäfte zu konzentrieren. Aena hält die übrigen zehn Prozent an Luton und betreibt auch den Madrider Großflughafen Barajas und den internationalen Airport El Prat in Barcelona. (Reuters)

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