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Weitere Nachrichten : Amerikas Wirtschaft wächst mäßig bis moderat

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Auch Apple ist ein Wachstumsfakto Bild: REUTERS

Der IWF räumt Fehler bei den Griechenland-Hilfen ein, LEG verdrängt HHLA aus dem M-Dax, die Aufsicht über den Libor soll nach Paris verlegt werden.

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          IWF räumt Fehler bei Griechenland-Hilfen ein

          Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Versäumnisse bei der Unterstützung Griechenlands eingeräumt. Wenngleich das Hilfsprogramm dazu beigetragen habe, ein Ausscheiden Athens aus dem Währungsraum zu verhindern, seien auch Fehler begangen worden. Das Dokument, das eine rückblickende Betrachtung des griechischen Hilfsprogramms enthält, wurde am späten Mittwochabend in Washington veröffentlicht.

          Wegen der erheblichen Ansteckungsgefahren, die von der Griechenlandkrise auf andere Euroländer ausgegangen seien, sei die Unterstützung Athens letztlich erforderlich gewesen, urteilt der Fonds. Auch wenn Zweifel an der Schuldentragfähigkeit bestanden hätten und die Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung zu optimistisch gewesen seien. Die massiven Einsparungen, die Griechenland als Gegenleistung für die Finanzhilfen zu erbringen hatte, seien unvermeidbar gewesen. Ähnlich bewertet der IWF die verlangten Wirtschaftsreformen. Die Möglichkeiten zur Umsetzung seien aber überschätzt worden, hieß es. (dpa-AFX)

          Amerikanische Wirtschaft wächst mäßig bis moderat

          Die amerikanische Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo der amerikanischen Notenbank zufolge von April bis Mai in etwa gehalten. Die Erholung sei allerdings nur „mäßig bis moderat“ verlaufen, heißt es in dem Konjunkturbericht der Federal Reserve vom Mittwoch. Die wirtschaftliche Entwicklung in den zwölf regionalen Notenbankbezirken, auf denen der Bericht fußt, scheint aber auf einem breiten Fundament zu basieren. Wachstum habe es unter anderem in der Industrie, im Dienstleistungssektor und bei den Konsumausgaben gegeben. Der Immobilienmarkt habe sich sogar stark erholt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich verbessert. Ein verstärkter Lohnauftrieb sei nach wie vor nicht zu beobachten. (dpa-AFX)

          Börsenneuling LEG verdrängt HHLA aus dem M-Dax

          Mit LEG zieht zum Monatsende die fünfte Immobilienfirma in den MDax ein. Der Börsenneuling verdränge der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA aus dem deutschen Nebenwerte-Index, teilte die Deutsche Börse am Mittwochabend mit. HHLA steigt in den Kleinwerte-Index SDax ab. In diesen zieht ferner die RTL Group ein, der Analysten auch Außenseiter-Chancen auf einen MDax-Platz eingeräumt hatten. Den SDax verlassen Constantin Medien und IVG Immobilien. Der Kurs der finanziell angeschlagenen IVG hat seit Jahresbeginn mehr als 80 Prozent eingebüßt. Die Veränderungen werden zum 24. Juni wirksam. (Reuters)

          Aufsicht über Libor soll nach Paris verlegt werden

          Die EU-Kommission will laut einem Bericht der „Financial Times“ die Aufsicht über den Referenz-Zinssatz Libor von London nach Paris verlegen. Ein von der Kommission ausgearbeiteter Entwurf sehe vor, dass der Zinssatz künftig von der Europäischen Wertpapier-Aufsichtsbehörde (ESMA) beaufsichtigt werde, berichtete die Zeitung (Donnerstagausgabe).

          Der britische Libor und der europäische Euribor sind täglich neu berechnete Referenz-Zinssätze, zu denen sich Banken untereinander Geld leihen. Zahlreiche große Finanzinstitute hatten diese Zinssätze womöglich über Jahre manipuliert. Die Banken Barclays, Royal Bank of Scotland und RBS hatten über zwei Milliarden Dollar (über 1,5 Milliarden Euro) gezahlt, um die Ermittlungen in der Zinsaffäre zu beenden. (AFP)

          Agrarprodukte werden mittelfristig teurer

          Verbraucher müssen sich weltweit in den kommenden zehn Jahren auf höhere Preise für Lebensmittel einstellen. Bevölkerungswachstum und höhere Einkommen treiben nach einem UN-Bericht den Bedarf in Entwicklungsländern. „Preise für pflanzliche und tierische Agrarerzeugnisse werden nach der Prognose wegen geringerem Produktionswachstums und höherer Nachfrage steigen“, schreiben die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die OECD in dem am Donnerstag in Peking vorgestellten Bericht. Die Preise für Fleisch, Fisch und Biokraftstoffe werden nach der Vorhersage stärker als primäre Agrarprodukte steigen. (dpa)

          Frankreich gelingt Arbeitsmarkt-Wende nicht

          Die von Frankreichs Präsident Francois Hollande angestrebte Wende am Arbeitsmarkt ist nach Einschätzung von Volkswirten nicht zu schaffen. Eine am Mittwoch veröffentlichte Reuters-Umfrage ergab, dass Ökonomen für das kommende Jahr vielmehr einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit erwarten. Damit würde Hollande sein Ziel verfehlen, bis Ende dieses Jahres einen Rückgang zu erreichen. Die Arbeitslosenquote sagen die zwölf befragten französischen und internationalen Experten für 2013 im Schnitt mit 11,2 Prozent voraus. Für 2014 rechnen sie mit 11,5 Prozent. (Reuters)

          Internationaler Ring von Kreditkartenbetrügern gesprengt

          Amerikanische und britische Ermittler haben einen groß angelegten Ring von Kreditkartenbetrügern gesprengt. Der Schaden der Opfer summiert sich auf mehr als 200 Millionen Dollar, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Festgenommen wurden demnach elf Personen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Vietnam. Die Hacker sollen in Online-Läden Informationen zu mehr als einer Million Kreditkarten gestohlen und sie über Internetseiten an kriminelle Kunden weiterverkauft haben. (Reuters)

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