https://www.faz.net/-gqe-8iady

Weitere Nachrichten : Amerikanische Notenbank lässt Leitzins vor Brexit-Votum unverändert

  • Aktualisiert am

Die amerikanische Notenbank. Bild: dpa

Sowohl die Fed als auch die Bank of Japan ändern ihre Geldpolitik nicht.

          Die amerikanische Notenbank Fed schiebt die erste Leitzinserhöhung in diesem Jahr weiter auf die lange Bank. Die Währungshüter entschieden am Mittwoch einstimmig, den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld in der Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent zu belassen. Experten hatten angesichts des bevorstehenden britischen Votums über einen EU-Ausstieg damit gerechnet, dass die Fed wegen möglicher Folgen für die Finanzmärkte vorerst stillhalten wird. Die Fed erwähnte dieses Risiko zwar nicht explizit im Begleittext zum Zinsentscheid. Später räumte Präsidentin Yellen ein, das britische Votum habe eine Rolle gespielt.

          Der maue Start der Wirtschaft ins Jahr und ein überraschend schwacher Arbeitsmarktbericht für Mai lieferten der Notenbank weitere Gründe, die Zügel noch nicht anzuziehen. Die Fed erwartet jedoch, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt nach dem jüngsten Durchhänger wieder aufhellt. Experten rechnen damit, dass die Fed den nächsten Schritt nach oben frühestens im Juli oder September wagen wird.

          Die Währungshüter ließen sich in Sachen Zeitplan nicht in die Karten blicken. Sie signalisierten aber, dass sie dieses Jahr weiterhin zwei Erhöhungen anpeilen. Das Zinsniveau dürfte dann Ende 2016 wie bereits im März avisiert bei 0,875 Prozent liegen. Die amerikanischen Börsen bauten ihre Gewinne weiter aus. Der Dollar gab gegenüber dem Euro und dem Yen nach.

          Experten erhofften sich von der Pressekonferenz mit Fed-Chefin Janet Yellen nach dem Zinsentscheid Aufschluss darüber, wie die Notenbank weiter vorgehen will. Die einflussreichste Währungshüterin der Welt hatte zunächst eine Anhebung in den nächsten Monaten in Aussicht gestellt, diese Formel jedoch jüngst in einer Rede kassiert. (Reuters)

          Japanische Notenbank hält an Geldpolitik unverändert fest

          Japans Zentralbank wird die Geldschleusen vorerst nicht weiter öffnen. Das entschied die Bank von Japan (BoJ) am Donnerstag nach dem Abschluss zweitägiger Beratungen. Zuvor hatte bereits die amerikanischen Zentralbank Fed den Leitzins unangetastet gelassen. In Marktkreisen wird jedoch damit gerechnet, dass die BoJ die geldpolitischen Zügel nun bei ihrer Sitzung im Juli weiter lockert. In Reaktion auf die Entscheidung der BoJ, dies nicht zum jetzigen Zeitpunkt zu tun, gab der Dollar zum Yen deutlich nach. Japans Wirtschaft habe ihre moderate Erholung fortgesetzt, so die BoJ. (dpa-AFX)  

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Talkrunde zum Thema Klimapolitik bei Frank Plasberg

          TV-Kritik: Hart aber fair : Die Realität der Zwickmühle

          Die Klimapolitik ist so verzwickt, dass es den üblichen Verdächtigen kaum noch gelingt, Einsicht in das Notwendige oder gar Verhaltensänderungen zu erreichen. Tatsächlich sehen einige das Format der Talkshow als Pranger für üble Phantasien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.