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Die große Koalition will die geplante Eigenstrom-Umlage verschärfen, Aktionäre von Rhön-Klinikum beschließen den Rückkauf eigener Aktien und die zweite Stahl-Tarifrunde verläuft ohne Ergebnis.

          Airbus will Boeing mit A350-Langversion die Führung abnehmen

          Dem Rückschlag zum Trotz: Airbus will den Rivalen Boeing spätestens mit der Langversion des Großraumfliegers A350 im lukrativen Segment der großen Jets in die Enge treiben. „Wir erwarten, dass die lange A350-1000 nach zwei Jahren Entwicklungszeit nach der A350-900 die führende Position der Boeing 777 zunichte macht“, sagte Fabrice Brégier, Chef der Verkehrsflugzeugsparte des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Airbus Group in Toulouse. Erst jüngst hatte Airbus einen herben Rückschlag bei der A350 erlitten. Der Großkunde Emirates stornierte seine komplette Bestellung über 70 Exemplare der A350 und setzt in diesem Segment stattdessen auf Boeings 777-X.

          Schwarz-Rot will geplante Eigenstrom-Umlage verschärfen

          Alle Besitzer neuer Solaranlagen sollen künftig eine Abgabe für selbst genutzten Strom zahlen. Darauf einigten sich die Unterhändler von Unions- und SPD-Fraktion. Demnach sollen alle Selbstversorger vom Industrieunternehmen mit eigenen Kraftwerken bis zum Bürger mit einer Solaranlage auf dem Dach künftig 40 Prozent der Ökostromumlage je Kilowattstunde als „Soli“ entrichten. Das wären derzeit rund 2,5 Cent. Damit soll einer Schieflage begegnet werden: Durch die steigende Selbstversorgerzahl werden die Umlagen beim Strompreis auf weniger Schultern verteilt, was den Preis belastet. Allerdings könnte es einen sehr hohen bürokratischen Aufwand bedeuten, bei jeder neuen Solaranlage ab 2015 den Eigenverbrauch zu kontrollieren und die anfallende Umlage abzurechnen. Bisher war geplant, dass im Rahmen einer Bagatellgrenze kleine Solaranlagen bis 10 Kilowatt maximale Leistung von der Umlage ausgenommen bleiben.

          Rhön-Aktionäre beschließen Rückkauf eigener Aktien

          Die Aktionäre des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum haben dem Rückkauf eigener Aktien im Wert von 1,7 Milliarden Euro zugestimmt. Die Hauptversammlung entschied sich am Donnerstag in Frankfurt mit 99,35 Prozent der Stimmen für den Vorschlag des Vorstands, wie das Unternehmen mitteilte. Rhön will so einen Großteil der Erlöse aus dem Gewinn seines Klinik-Deals mit Fresenius verteilen. Vorstandschef Martin Siebert kündigte zudem an, 800 Millionen Euro in den Schuldenabbau zu stecken. Rund 200 Millionen Euro sollten investiert werden, sagte er laut Redetext.

          Zweite Stahl-Tarifrunde ohne Ergebnis

          Nach zwei Stunden ist am Donnerstagabend die zweite Runde der Tarifverhandlungen in der nordwestdeutschen Stahlindustrie in Gelsenkirchen ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die IG Metall fordert für die rund 75.000 Beschäftigten unter anderem fünf Prozent mehr Geld und eine Fortführung der Beschäftigungssicherung. Die Arbeitgeber hätten noch kein Angebot vorgelegt, teilte die Gewerkschaft am Abend mit. Das nächste Treffen sei für den 30. Juni in Düsseldorf geplant. Nach Gewerkschaftsangaben haben die Verhandlungspartner vereinbart, in zwei Arbeitsgruppen über die Themen Altersteilzeit sowie Werkverträge zu sprechen.

          Gesetzliche Krankenkassen erstmals wieder mit Verlusten

          Viele gesetzliche Krankenkassen haben Medienberichten zufolge im ersten Quartal erstmals seit langem wieder Verluste gemacht. Von Januar bis März sei insgesamt ein Defizit im dreistelligen Millionenbereich aufgelaufen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitag). Das habe es zuletzt 2008 gegeben.

          Stromtrasse nach Bayern auf dem Prüfstand

          Die Notwendigkeit der in Bayern umstrittenen neuen Ost-Süd-Stromtrasse wird noch einmal intensiv überprüft. Das teilte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) am Donnerstag nach einem Bund-Länder-Treffen bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit. Es sei hier nie über eine bestimmte Trassenführung gesprochen worden, betonte Lieberknecht. Besonders aus bayerischer Perspektive sei noch nicht plausibel dargestellt, ob es nach der geplanten Begrenzung des Windenergieausbaus diesen Bedarf noch gibt.

          Intershop muss Ebay-Geschäfte extern prüfen lassen

          Der Software-Anbieter Intershop muss seine Geschäfte mit einer Tochter des Internet-Auktionshauses Ebay extern prüfen lassen. Das beschloss die Mehrheit der Anteilseigner auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Jena - gegen den Willen von Vorstand und Aufsehern sowie bei Enthaltung des amerikanischen Großaktionärs GSI Commerce Solutions.

          Lidl testet in Deutschland Kassen ohne Süßigkeiten

          Der Discounter Lidl testet nun auch in Deutschland Kassen ohne Süßigkeiten. Eine Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Lebensmittelzeitung“ am Donnerstag. „Da momentan die relevanten Daten noch erhoben und analysiert werden, ist es uns nicht möglich, uns zum jetzigen Zeitpunkt schon zu weiteren Details der Testphase zu äußern“, hieß es in der Stellungnahme.

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