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Weitere Meldungen : Fresenius erhöht Ausblick

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Bild: dpa

Der Gesundheitskonzern hat nach einem Nettogewinnanstieg den Jahresausblick angehoben. Rheinmetall reduziert hingegen seine Prognosen. Gea profitiert von Auftragswachstum und die Flaute in der Solarbranche belastet Wacker Chemie stärker.

          Rheinmetall reduziert Prognosen

          Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat seineGewinn- und Umsatzprognosen für das Gesamtjahr deutlich reduziert. Konzernweit erwartet das Unternehmen nun einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Umstrukturierungsmaßnahmen (bereinigtes EBIT) zwischen 180 und 200 Millionen Euro. Im März lag die Prognose noch bei 240 bis 260 Millionen Euro. Im Unternehmensbereich Defence rechne man mit rund 100 Millionen Euro weniger Umsatz. Hauptgrund dafür seien Budgetkürzungen in wichtigen Kundenländern, die vor allem das Munitionsgeschäft betreffen, teilte die Rheinmetall AG am Montag in Düsseldorf mit. Dort bleibe der kurzfristige Bedarf hinter der Erwartungen zurück. Für den Unternehmensbereich Automotive gehe man unverändert von der Erreichung der ursprünglichen Ziele aus.

          Gea profitiert von Auftragswachstum

          Der Anlagenbauer Gea hat im zweiten Quartal mehr Aufträge eingefahren und auch seinen Gewinn gesteigert. Die Bestellungen seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,3 Prozent auf 1,574 Milliarden Euro geklettert, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern habe dabei auch von seinen verstärkten Vertriebsanstrengungen profitiert. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit Aufträgen in einer Größenordnung von 1,447 Milliarden Euro gerechnet. Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte Gea um 7,2 auf 120 Millionen Euro. Vorstandschef Jürg Oleas bekräftigte die Prognose, wonach der Umsatz im Gesamtjahr moderat steigen und der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um etwa 100 Millionen auf 700 Millionen Euro klettern soll. Oleas hatte im Juni angekündigt, das Wärmetauschergeschäft zu verkaufen. Der Manager peilt einen Abschluss der Transaktion, die Gea mehr als eine Milliarde Euro in die Kasse spülen könnte, bis zum Ende des kommenden Jahres an.

          Budgetkürzungen in Amerika lasten weiter auf FMC

          Der Dialysedienstleister FMC spürt weiter Gegenwind in seinem größten und wichtigsten Markt, in Amerika. Dort kämpft der Konzern mit hohen Kosten und leidet unter den Haushaltskürzungen der Regierung. Zwar ist dem DAX-Konzern im zweiten Quartal noch ein solider Erlösanstieg um 5 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar gelungen. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel allerdings um 8 Prozent auf 544 Millionen Dollar. Unterm Strich verdienten die Bad Homburger mit 263 Millionen Dollar 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit den Zahlen verfehlte der Konzern die Analystenerwartungen.Die Jahresprognosen bestätigte FMC. Der Konzern erwartet 2013 demnach einen Erlösanstieg um mehr als 6 Prozent auf mehr als 14,6 Milliarden Dollar. Das Konzernergebnis soll zwischen 1,1 und 1,15 Milliarden Dollar liegen. Bislang war eine Spanne zwischen 1,1 bis 1,2 Milliarden Dollar angegeben worden. FMC hatte aber bereits angekündigt, am Jahresende eher die untere Hälfte der Spanne zu erreichen, da die seit April geltenden Haushaltskürzungen in Amerika belasten.

          Fresenius erhöht Ergebnisausblick

          Der Gesundheitskonzern Fresenius hat nach einem Nettogewinnanstieg im zweiten Quartal den Jahresausblick angehoben. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt nun um 11 bis 14 statt 7 bis 12 Prozent zulegen. Bei den Erlösen wird weiter eine währungsbereinigte Zunahme zwischen 7 bis 10 Prozent erwartet. Im Zeitraum April bis Juni hat Fresenius trotz Schwächen bei der Tochter Fresenius Medical Care (FMC) Umsatz und Überschuss gesteigert, musste allerdings beim operativen Ergebnis (EBIT) Federn lassen. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 15 Prozent auf 243 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 5 Prozent auf 732 Millionen Euro, während Analysten einen leichten Anstieg erwartet hatten. Grund war hauptsächlich die geringere Profitabilität der Dialysetochter FMC, die mit gestiegenen Belastungen in Amerika, unter anderem infolge der Haushaltskürzungen, zu kämpfen hat.

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