https://www.faz.net/-gqe-867eh

Was Sie heute erwartet : Schäuble stellt EU-Kommission in Frage

  • Aktualisiert am

Nach Ansicht des Bundesfinanzministers kann die Kommission nicht EU-Regierung und Hüterin der Verträge sein. Bild: dpa

An der Macht der EU-Kommission wird oft gezweifelt. Nun tut es auch Wolfgang Schäuble. Dabei zeigt Amerika, was die Einigkeit von Staaten bewirken kann.

          1 Min.

          Der Prozess der europäischen Einigung ist schwierig. Einerseits gibt es berechtigte Sorgen, ob die Weichen richtig gestellt werden. Andererseits erfordert es von den Protagonisten, Macht und Einfluss an Europa abzugeben. Das fällt schwer und auch Deutschland macht keine Ausnahme, wenn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Überlegungen anstellt, Befugnisse der EU-Kommission an neue Behörden zu übertragen. Ob dies der richtige Weg ist? Einer ist es bestimmt nicht: der Weg zurück hinter die Mauern und Gartenzäune europäischer Kleinstaaterei. Das hat auch jenseits von Kriegen zu nichts Gutem geführt.

          So ist auch die Macht der Vereingten Staaten genau aus dem entstanden wie es ihr Name sagt: aus der Vereinigung der Staaten. Man erwäge nur kurz, es gäbe stattdessen 50 souveräne Staaten mit ebenso vielen Notenbanken und Währungen. Wen würde da noch die Zinsentscheidung einer Notenbank interessieren? So aber starrt die Welt auf das, was die Fed tut. Oder auch nicht tut - wie am Mittwoch, als die Zinsen weiter auf Minimalniveau belassen wurden.

          Dann wäre Russland womöglich die größte Weltmacht. Und China. Ob die Welt dann besser wäre? Man darf daran zweifeln.

          Einen schönen Auslandsurlaub! (Wann und wohin auch immer Sie fahren)

          Ihre F.A.Z.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kandidatenduell 1994: Wahlplakate mit Kanzler Kohl und SPD-Herausforderer Rudolf Scharping

          Bundestagswahlen seit 1949 : 1994: Als Rudolf Scharping baden ging

          19 Wahlen, 19 Geschichten. Heute: Die SPD lässt erstmals ihre Mitglieder den Kanzlerkandidaten bestimmen. Rudolf Scharping macht das Rennen – und bremst sich in der Bundestagswahl 1994 selbst aus. Teil 13 unserer Wahlserie.
          Das Einspeise-Umspannwerk Dresden Süd war Auslöser für den Stromausfall in der Stadt und Umgebung.

          Energiewende : Stromausfälle werden zur Gefahr

          Wenig Erdgasreserven, instabile Netze, schwankender Windstrom: Drohen im Winter Blackouts? Der Anstieg der Gaspreise verschärft die Lage.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.