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Was Sie heute erwartet : Grexit-Brexit-Sorgen halten an

  • Aktualisiert am

Die Grexit-Frage lässt sich nun nicht mehr auf die lange Bank schieben. Bild: dpa

          Das Erstarken nationalistischer Bewegungen weltweit hat offenkundig zu einem Erlahmen des Interesses an internationalen Zusammenhängen geführt. Es ist kein Jahr her, da erschütterte Deutschland und Europa die Möglichkeit eines „Grexits“, also eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Euroraum. Heute sind wir diesem wieder nahe - und es interessiert nur wenige.

          Und nicht nur das - der drohende „Brexit“ - also der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU - kann ebenfalls kaum einen Hund hinter dem Ofen hervorlocken. Selbst britische Unternehmer scheinen sich zunehmend daran zu gewöhnen.

          Vielleicht sind die Vorteile von Handel, freiem Reiseverkehr und internationaler Spezialisierung zu selbstverständlich geworden und man glaubt, sie müssten immer da sein. Dabei hat ein Auseinanderfallen von Staaten und Bündnissen noch nie jemandem genutzt.

          Es ist vielleicht die Sehnsucht nach Einfachheit und Überschaubarkeit. Und die ist nicht immer logisch. Das zeigt sich auch in den Philippinen. Dort wird mit Rodrigo Duterte jetzt wohl ein Präsident gewählt, der zwar kein wirtschaftspolitisches Konzept hat, aber Wohlstand verspricht. Der die Korruption bekämpfen will, aber Schulfreunde zu Ministern machen. Und ansonsten mit „Rübe ab“-Sprüchen glänzt. Aber das versteht jeder. Nur: Die Welt ist kompliziert- und wird nicht dadurch einfacher, dass man das einfach ignoriert.

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