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Was Sie heute erwartet : Generalstreik in Griechenland

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Bisher waren die Proteste gegen Tsipras’ Politik her partieller Natur. Bild: AFP

          1 Min.

          Das Amt des Regierungschefs ist kein leichtes. Solange alles gut geht, wird man von den meisten Bürgern geliebt. Kommen dann Bewährungsproben und müssen schwere Entscheidungen getroffen werden, kann sich das schlagartig ändern. Diese Erfahrung macht derzeit nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel, sondern auch Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras, der sich zum ersten Mal einem Generalstreik gegenüber sieht. Nur vor einem Jahr marschierte Tsipras während eines Generalstreiks noch selbst an der Spitze der Demonstrationszüge.

          Das Dumme ist, dass andere selten daraus lernen. Denn Portugals Sozialistenführer António Costa droht womöglich in etwa einem Jahr dasselbe. Reformen will dieser zurücknehmen und mehr Feiertage und einen höheren Mindestlohn einführen, finanziert durch eine Reichensteuer. Klingt irgendwie vertraut und funktioniert hat es bisher noch nirgends. Wer weiß also, wo Costa in einem Jahr steht. Vielleicht mit dem Rücken zur Wand? Man wird sehen.

          Nicht mit dem Rücken zur Wand, aber vor schweren Zeiten stehen die Minenkonzerne der Welt. Schuld ist nicht so sehr der katastrophale Dammbruch in Brasilien, der mindestens sechs Menschen das Leben kostete. Vielmehr sind es die fallenden Rohstoffpreise. Auch das ändert sich eben nicht in der Welt: Rohstoffe sind ein zyklisches Geschäft. Egal, was mancher Analyst behauptet. Das Schöne: Es geht irgendwann auch wieder aufwärts. Damit kann sich auch mancher Regierungschef trösten. Allerdings auch irren.

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