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Was Sie heute erwartet : Gabriel und die Rüstungsexporte

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Rüstungsexporte: Manche vehement dagegen, vielen eher nicht so wichtig Bild: dpa

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          „Deutsche Waffen, deutsches Geld / töten mit in aller Welt“, lautete ein Schlachtruf der Friedensbewegung in den Achtziger Jahren. Angesichts steigender deutscher Rüstungsexporte wird man unwillkürlich daran erinnert. Indes hat man das Gefühl, dass der provozierende und etwas schiefe Slogan in der derzeit weltweit angsterfüllten und aggressiven Stimmung noch weniger Anhänger findet als vor dreißig Jahren. Wirtschaftsminister Gabriel, der die Exporte eigentlich verringern wollte, befindet sich dennoch in Erklärungsnot und verweist auf Beschlüsse der Vorgängerregierung.

          Waffen sind auch in den Vereinigten Staaten immer ein Thema. Historisch hat das mit dem Unabhängigkeitskrieg zu tun, dessen positiven Ausgang die Amerikaner an diesem Montag feiern. Auch ein Teil der Bevölkerung des früheren Kolonialherren feiert derzeit so etwas wie Unabhängigkeitswochen: Exit, Brexit - where's the problem?, denkt sich so mancher Brite. Nun, das wird sich noch zeigen. Der vermeintliche Kolonialherr EU grübelt derweil über eine Begrenzung des Schadens und keineswegs über Krieg, wie so manche Töne aus Großbritannien vermuten lassen könnten.

          Doch das Tischtuch ist noch nicht zerschnitten. Heute entscheidet die Hauptversammlung der Londoner Börse über die Fusion mit der Deutschen Börse. Zustimmung gilt als sicher. Es sei denn der Brexit hat alles verändert. Was wir nicht hoffen wollen.

          Wir wünschen einen schöne zweite Halbzeit.

          Ihre F.A.Z.

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