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Währungsschwankungen : Tokio besorgt über Auf und Ab des Yen

Bild: Reuters

Die starken Schwankungen des Yen machen dem japanischen Finanzminister Aso Sorgen. Er befürchtet negative Folgen für die Wirtschaft des Landes.

          Der japanische Finanzminister Taro Aso hat sich besorgt gezeigt über die starken Schwankungen an den Währungsmärkten. Zum Dollar gewann der Yen in den letzten Tagen wieder stark an Wert, am Donnerstag  wurde er in Tokio mittags nur noch knapp über 106 Yen gehandelt. Noch vor gut einer Woche lag er über 109 Yen.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Vor dem Finanzausschuss des japanischen Oberhauses sagte Aso, die starken Währungsschwankungen hätten große Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Der Gouverneur der Bank von Japan, Haruhiko Kuroda, verteidigte im Parlament die lockere Geldpolitik der Notenbank, die den Yen seit April 2013 gegenüber Dollar und Euro deutlich an Wert verlieren ließ. Der schwache Yen befeuere die Exporte und steigere die im Ausland erzielten Gewinne japanischer Unternehmen, sagte Kuroda. Er bekräftigte vor den Abgeordneten, an der extrem lockeren Geldpolitik festzuhalten. Es gebe kein Zeitlimit, sagte er.

          Den wachsenden Sorgen japanischer Unternehmen, dass der schwache Yen die Kosten für Energie- und Rohstoffimporte drastisch erhöht habe, entgegnete Kuroda mit dem Hinweis auf weltweit sinkende Rohstoffpreise. An den Rohstoffmärkten sinken die Preise angesichts der wachsenden Sorgen über eine Abschwächung der Weltkonjunktur. Diese Sorgen wiederum stärken den Yen, der bei Anlegern in Krisenzeiten immer noch als sicherer Hafen gilt.

          Am Aktienmarkt schlägt sich das auch in Tokio mit sinkenden Kursen nieder. Vor allem Exportwerte verloren am Donnerstag. Im Morgenhandel fiel der Index der Börse in Tokio, der Nikkei 225, um 336,62 Punkte oder 2,23 Prozent. Mit 14.730 Punkten ist er jetzt wieder weit von der psychologisch wichtigen 15000-Punkte-Grenze entfernt.

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