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Volkswagen : Winterkorn nennt erste Ideen fürs VW-Sparprogramm

  • Aktualisiert am

VW-Mitarbeiter im Werk in Brasilien Bild: dpa

Wie kann VW sparen? Mit weniger Sonderausstattung an den Autos. Lufthansa Cargo will sein Frachtgeschäft umbauen. Das Verkehrsministerium prüft Genehmigungen für die Air Berlin/Etihad-Flüge.

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          Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten für die renditeschwache Pkw-Kernmarke erstmals konkrete Ansätze genannt. Die Marke mit dem VW-Logo, zu der etwa Golf und Passat zählen, werde künftig auf die kaum nachgefragten Extraausstattungen verzichten, sagte der Konzernchef und Markenlenker dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Montag). Winterkorn nannte eine Quote von fünf Prozent als Grenze. Falle die Wahl bei den Sonderausstattungen unter diese Hürde, werde das Angebot gestrichen. Das soll Kosten sparen und Komplexität reduzieren. Am Samstag hatte die F.A.Z. berichtet, dass der Betriebsrat ein eigenes Sparprogramm vorgelegt hatte.

          Lufthansa Cargo will mit Umbau von Frachtgeschäft profitabler werden

          Die Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo will ihr Geschäft erheblich umbauen und damit profitabler werden. Die neue Strategie „Lufthansa Cargo 2020“ stehe auf drei Säulen und werde in den kommenden Jahren insgesamt rund zwei Milliarden Euro kosten, sagte der seit Mai amtierende Unternehmenschef, Peter Gerber, dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Dazu sollen neue Flugzeuge, ein neues IT-System und ein neues Cargocenter beitragen. Zudem sollen die Abläufe am Drehkreuz Frankfurt deutlich effizienter werden. Ferner will Gerber das Streckennetz über weitere Kooperationen ausbauen. Bisher arbeitet Lufthansa Cargo mit der japanischen ANA sowie United Airlines und Air Canada zusammen.

          Verkehrsministerium prüft Genehmigungen für Air Berlin/Etihad-Flüge

          Das Bundesverkehrsministerium nimmt die früheren Genehmigungen für die nun vom Luftfahrt-Bundesamt untersagten sogenannten Codeshare-Flüge von Air Berlin und Etihad unter die Lupe. In Regierungskreisen hieß es dazu am Sonntag, es werde nun geprüft, wieso die Genehmigungen zuvor erteilt worden waren. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge hätten die gemeinsamen Flugverbindungen der Fluggesellschaften nicht genehmigt werden dürfen. Das gehe aus einer Zusatzvereinbarung zu einem Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten hervor, berichtet das Magazin.

          Gerry Weber strebt ’relativ schnell’ Milliardenumsatz an

          Der Modekonzern Gerry Weber will seinen Umsatz in absehbarer Zeit über die Milliardenmarke heben. „Das will und werde ich in den nächsten Jahren noch erleben. Wahrscheinich sogar relativ schnell“, sagte Vorstandschef Gerhard Weber der „Welt am Sonntag„. Das Unternehmen sei seit Jahren auf Wachstumskurs und er sehe keinen Grund, warum sich daran etwas ändern sollte. „Zum einen haben wir in Deutschland noch Potenzial, zum anderen gibt es etliche Auslandsmärkte, die wir noch aus- und aufbauen können. Darüber hinaus sind Zukäufe jederzeit möglich“, sagte Weber, der zum 1.November vom Vorstand in den Aufsichtsrat wechselt.

          Amerika und Großbritannien simulieren Bankenkollaps

          Die Vereinigten Staaten und Großbritannien wollen erstmals gemeinsam den Zusammenbruch einer großen Bank simulieren. An dem transatlantischen Stresstest am Montag in Washington sollen US-Finanzminister Jack Lew und Zentralbankchefin Janet Yellen teilnehmen. Auch ihre britischen Amtskollegen George Osborne und Mark Carney seien dabei, teilte das amerikanische Finanzministerium mit.

          Deutsche Bank Schweiz zeigt sich in Amerika selbst an

          Die Schweizer Tochter der Deutschen Bank hat sich wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den USA selbst angezeigt. Eine Sprecherin in Zürich bestätigte am Samstag Medienberichte, wonach die Bank Endes letzen Jahres entschieden hat, sich an einem entsprechenden US-Programm zu beteiligen und den US-Behörden die im Rahmen des Programms geforderten Informationen zu liefern. Den Angaben zufolge muss die Bank-Tochter mit Bußen von bis zu 50 Prozent der versteckten Gelder rechnen. Die Bank verwalte rund 47 Milliarden Schweizer Franken von 13 000 Privatkunden, so die Sprecherin. Ein verschwindend geringer Teil davon seien US-Kunden.

          Daimler-Vorstand warnt vor neuen Gesetzen zulasten von Unternehmen

          Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth hält die geplanten Gesetze zur Neuregelung von Werkverträgen und Leiharbeit für verfehlt. „Ich warne davor, dass ein weiterer Eingriff, eine weitere Reglementierung und auch eine weitere Reduzierung der Flexibilität am Ende ganze Wertschöpfungsketten gefährdet“, sagte der Manager der Nachrichtenagentur dpa. Das könne dazu führen, dass Unternehmen die Produktion in Deutschland infrage stellten. „Es gibt viele Industrien, auch die Automobilzulieferer, die aktiv ins Ausland verlagert haben.“ Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) plant für 2015 ein Gesetz, das die Nutzung von Werkverträgen einschränken soll. Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD zudem auf eine stärkere Regulierung der Leiharbeit geeinigt. Demnach soll die Überlassung von Arbeitnehmern an eine Leiharbeitsfirma auf 18 Monate begrenzt werden.

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