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Umweltschutz : Deutsche produzieren jährlich 4000 Tonnen Kaffeekapsel-Müll

  • Aktualisiert am

Ist der Müllberg besser als Kaffee im Abwasser? Bild: dpa

Der Deutsche liebt seinen Kaffee und seit neuestem auch die damit verbundene Kapsel. Und vergisst dafür jegliche Zuneigung zur Müllvermeidung.

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          Die wachsende Liebe der Deutschen zu Kaffeekapsel-Systemen lässt auch die Müllberge in die Höhe wachsen. Rund vier Millionen Kilogramm Aluminium- und Plastikmüll aus Kaffeekapseln werden nach Berechnungen der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstag) in diesem Jahr dadurch anfallen. Umweltschützer kritisieren den Ressourcenverbrauch.

          Insgesamt dürften nach Angaben der Zeitung in diesem Jahr rund zwei Milliarden Kaffeekapseln in Deutschland verbraucht werden. Leer wiege eine von ihnen zwischen einem und drei Gramm. Damit entstehe unter dem Strich durch diese bequeme Art der Kaffeebereitung zusätzlicher Aluminium- und Plastikmüll im Gewicht von rund vier Millionen Kilogramm oder 4000 Tonnen.

          Umweltschützer kritisieren das als Verschwendung. „Uns stört vor allem der enorme Ressourcenverbrauch“, sagte Günter Dehoust, Wissenschaftler beim Freiburger Öko-Institut, der „Welt“. Die Branche verteidigt sich jedoch. „Die Kaffeekapsel ist eine Antwort auf die Lebensmittelverschwendung bei Kaffee“, sagte Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes, der Zeitung. Bei der Zubereitung von Kaffee sei die Kaffeekapsel unter dem Aspekt des Abfalls eine der besten Möglichkeiten. „Beim Filterkaffee wird immer auch ein Teil verschwendet, denn längst nicht jede Kanne wird komplett leer getrunken“, sagte Preibisch.

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