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Weitere Nachrichten : Ukraine bittet Russland um Schuldengespräche

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Der Bürgerkrieg bringt die Ukraine dem Abgrund näher Bild: Reuters

Die amtlichen Gutachterausschüsse sehen einen anhaltenden Immobilienboom in Deutschland, wo auch die Steuereinnahmen weiter kräftig steigen. Dafür ist Chinas Industrie im März geschrumpft.

          Die Ukraine hat Russland zu Gesprächen über eine Umschuldung eingeladen. Bislang habe ihr Land aber keine Antwort aus Moskau erhalten, sagte Finanzministerin Natalia Jaresko am Montag bei einer Veranstaltung in London. „Wir hoffen auf gemeinschaftliche Gespräche mit Russland.“

          Konkret geht es um Anleihen im Wert von drei Milliarden Dollar mit Fälligkeitsdatum Dezember, die Russland hält. Diese sind Teil einer Schuldenlast, die die Ukraine im Rahmen eines internationalen Hilfsprogramms umstrukturieren muss. Russische Regierungsvertreter, darunter Finanzminister Anton Siluanow, haben erklärt, dass sie zu einer Umschuldung nicht bereit sind. Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten sind extrem angespannt. Die Regierung in Kiew wirft Moskau vor, prorussische Separatisten im Osten des Landes militärisch zu unterstützen. Russland weist dies zurück.

          Die Ukraine steckt tief in der Rezession. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewilligte kürzlich ein Kreditprogramm über 17,5 Milliarden Dollar. Damit soll das Land wirtschaftlich dauerhaft stabilisiert werden. Die IWF-Kredite sind Teil eines internationalen Hilfsprogramms über 40 Milliarden Dollar. Ein Teil davon - der Währungsfonds spricht von 15 Milliarden Dollar - soll von den Gläubigern des Landes beigesteuert werden, etwa über einen Forderungsverzicht oder die Stundung von Zahlungen. (Reuters)

          Gutachterausschüsse sehen anhaltenden Immobilienboom

          In den deutschen Immobilienmarkt fließt immer mehr Geld. Im vergangenen Jahr wechselten Häuser und Grundstücke für 190 Milliarden Euro den Besitzer, wie sich aus Schätzungen der amtlichen Gutachterausschüsse ergibt. „Der allgemeine Trend setzt sich fort, sowohl was die Preise betrifft als auch die Umsätze“, sagte Peter Ache, der Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse, der Deutschen Presse-Agentur. Damit ist der Umsatz mit Immobilien seit 2009 um knapp die Hälfte gewachsen. Ihren bundesweiten Bericht für 2013 und 2014 wollen die Gutachter Ende des Jahres vorstellen. (dpa)

          Steuereinnahmen steigen weiter kräftig

          Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden sind im Februar um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. In den ersten beiden Monaten des Jahres legten die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent zu. Das Plus fällt damit deutlich höher aus als im November für das Gesamtjahr geschätzt (plus 2,6 Prozent). Auch Finanzminister Schäuble hat für seine Haushaltspläne höhere Einnahmen unterstellt als bei der Steuerschätzung vorausgesagt.

          Dank der guten Konjunktur erhöhten sich vor allem die Einnahmen aus den beiden größten Einzelsteuern, der Lohnsteuer und den Steuern vom Umsatz. Deren Aufkommen stieg im Februar um 6,8 beziehungsweise 5,8 Prozent. Der Bund verbuchte im Februar ein Steuerplus von 6,6 Prozent, die Steuereinnahmen der Länder stiegen mit 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat etwas schwächer. Der Gemeindeanteil an den gemeinschaftlichen Steuern wiederum stieg um 12,3 Prozent. (dpa-AFX)

          Chinas Industrie im März geschrumpft

          Die chinesische Industrie ist im März wegen rückläufiger Auftragseingänge geschrumpft. Der von der Großbank HSBC und dem Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex sank vorläufigen Angaben vom Dienstag zufolge auf 49,2 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit elf Monaten. Im Februar hatte der Index bei endgültig 50,7 Zählern gelegen. Werte über 50 signalisieren Wachstum. Experten hatten mit 50,6 Punkten gerechnet.

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