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Twitter-Account von AP : Schrecksekunden an der Wall Street

  • Aktualisiert am

Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Die Nachricht über zwei Explosionen im Weißen Haus hat der Wall Street einen Schlag versetzt. Es handelte sich um eine Falschmeldung: Hacker hatten den Twitter-Account der Nachrichtenagentur AP geknackt. Der Blitzcrash entzündet die Diskussion über den Computerhandel neu.

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          An den amerikanischen Börsen gab es am Dienstag im Nachmittagshandel ein paar Schrecksekunden, die an den Blitzcrash vor fast drei Jahren erinnerten. Der Dow-Jones-Index purzelte zwischen 13:08 Uhr und 13:10 Uhr Ortszeit um rund 145 Punkte, erholte sich danach allerdings wieder schnell von den Rückschlägen. Der Grund: Über den Kurznachrichtendienst Twitter lief eine Meldung der Nachrichtenagentur AP, dass es im Weißen Haus zwei Explosionen gegeben habe und der amerikanische Präsident Barack Obama verletzt worden sei. Das stellte sich zwar rasch als Werk von Computerhackern heraus, die das Twitterkonto der AP manipuliert hatten.

          Die heftige Börsenreaktion könnte aber die Diskussion über den millisekundenschnellen Computerhandel wieder verschärfen, der den Aktienhandel an der Wall Street dominiert. Sie macht die große Bedeutung offenbar, die soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook bei der der Verbreitung von Informationen an den Finanzmärkten mittlerweile spielen.  Auch im Handel mit Devisen, Anleihen und Rohstoffen gab es nach der Falschmeldung kurzzeitig heftige Kursbewegungen. Beim Blitzcrash im Mai 2010 war der Dow ohne offensichtlichen Grund innerhalb von Minuten um fast 1000 Punkte gefallen, hatte die Verluste danach aber fast genau so schnell wieder wettgemacht.

          Apple will die Dividende erhöhen

          Der Dow Jones schloss am Dienstag schließlich mit einem Plus von 152 Punkten - rund ein Prozent - auf 14.720 Zähler. Der breiter gefasste Aktienindex S&P 500 stieg ebenfalls um rund ein Prozent auf 1579 Punkten. Finanzwerte führten die Erholung nach positiven Konjunkturdaten zum Häusermarkt an.

          Nach Börsenschluss meldete der Computerkonzern Apple für das vergangene Quartal einen gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar zurückgegangenen Nettogewinn. Damit übertraf Apple die Erwartungen der Analysten. Der Konzern kündigte zudem an, die Dividende zu erhöhen und mehr eigene Aktien zurückzukaufen. Der Aktienkurs reagierte im nachbörslichen Handel zunächst mit kräftigen Aufschlägen. Der Trend drehte sich allerdings, nachdem der Vorstandsvorsitzende Tim Cook in einer Telefonkonferenz für den Herbst und das Jahr 2014 „ein paar wirklich großartige Dinge“ angekündigt hatte. Das wurde als Signal interpretiert, dass Apple in den kommenden Monaten zunächst keine neuen Produkte einführen wird. Auch die Umsatzprognosen für das laufende Quartal enttäuschten die Börsianer. Apple erwartet bis zu 35,5 Milliarden Dollar. Analysten kalkulierten bisher mit mehr als 38 Milliarden Dollar.

          Im regulären Handel am Dienstag war der Aktienkurs von Apple um knapp 2 Prozent auf rund 406 Dollar gestiegen. Seit dem Rekordkurs von mehr als 700 Dollar im September sind die Apple-Aktien aber um mehr als 40 Prozent abgesackt.

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