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Superreiche in Asien : Trump macht Chinas Milliardäre reicher

Neben Wein stecken auch die asiatischen Superreichen ihr Geld am liebsten in klassische Automobile. Bild: dpa

Rund 46.000 Wohlhabende mit einem freien Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar gibt es in der asiatisch-pazifischen Region. In zehn Jahren soll sich ihre Zahl fast verdoppeln. Asiens Superreiche sind den Amerikanern auf den Fersen.

          Trotz aller Krisensorgen produziert Asien Superreiche wie am Fließband. In zehn Jahren soll sich die Zahl der „Ultra-High Net Worth Individuals“, jener Wohlhabenden mit einem freien Vermögen (ohne den ersten Wohnsitz) von mehr als 30 Millionen Dollar, fast verdoppeln. Bislang führt Amerika mit gut 73.000 Superreichen. Danach folgt Europa mit knapp 50.000. Und dann die asiatisch-pazifische Region mit 46.000. Schon 2026 aber soll die Zahl der sehr Vermögenden Asiaten auf 88.000 angeschwollen sein, heißt es im jüngsten Wohlstandsbericht von Knight Frank. Amerika lege in dieser Zeit nur noch um 31 Prozent auf dann 96.000 zu, Europa falle mit erwarteten 55.000 weit hinter Asien zurück.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          „Prozentual gerechnet werden Wachstumsmärkte wie Vietnam den Weg weisen. Die wahre Geschichte hinter dem Aufschließen Asiens zu Amerika aber findet sich in China und Indien: Die asiatischen Riesen werden die zweit- und drittmeisten Reichen kreieren, direkt nach Amerika“, sagte Nicholas Holt, bei der Maklerfirma zuständig für die Wirtschaftsanalysen in Asien.

          Allerdings mögen nicht alle, die es sich leisten könnten, in genau diesen Ländern leben: Aus China wanderten 9000 Reiche mit einem Einzelvermögen von mehr als einer Million Dollar (ohne den ersten Wohnsitz) ab. Attraktiv sind für sie insbesondere Australien, aber auch Amerika und Kanada. Unter den Städten der Welt verzeichneten die australischen Metropolen Sydney und Melbourne den stärksten Zuzug von Superreichen, was wiederum dort die Immobilienpreise allein im vergangenen Jahr um 18 Prozent steigen ließ – Normalsterbliche können sich eine Wohnung in Sydney längst nicht mehr leisten.

          Der Bloomberg Billionaires Index weist aus, dass die 36 Milliardäre Chinas ihr Vermögen allein seit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten Amerikas um 13,2 Prozent gesteigert haben. Dies ist ein Zuwachs um fast 40 Milliarden Dollar auf ein Gesamtvermögen von 336 Milliarden Dollar. Unter dem Strich soll Trump die Superreichen dieser Erde demnach um 207 Milliarden Dollar reicher gemacht haben. Allein die 85 amerikanischen Milliardäre haben seit der Wahl ihres Kollegen Trump 85 Milliarden Dollar gewonnen. Ihre Hobby-Investitionen tätigen die Superreichen übrigens am liebsten in Wein – inzwischen noch vor klassischen Automobilen, ermittelte Knight Frank.

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