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Weitere Nachrichten : Kaum Verstöße gegen Bestellerprinzip bei Maklerprovisionen

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Der Modehändler CBR sagt seinen Börsengang offenbar ab. Ein neues Gesetz könnte Uber in New York ausbremsen. Die Stimmung in Japans Industrie ist überraschend gut.

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          Das zum 1. Juni eingeführte Bestellerprinzip bei Maklerprovisionen, wonach bei der Vermietung einer Wohnung in der Regel der Vermieter die Courtage zahlen muss, hat sich ohne größere Probleme etabliert. „Offensichtlich gibt es eine unglaublich große Erwartung, dass das Gesetz umgangen wird. Ich kann das bisher nicht bestätigen“, sagte Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Dies sei nicht verwunderlich: „Es gibt keine wirtschaftlich vernünftige oder legale Möglichkeit, dies zu umgehen.“ Auch der Immobilienverband Deutschland fährt deshalb eine klare Linie. „Wir sagen unseren Mitgliedern: Lasst die Finger davon“, betonte Verbandsjurist Christian Osthus. „Irgendwelche Schlupflöcher zu suchen ist Quatsch.“ (dpa)

          Modehändler CBR sagt Börsengang ab

          Der Modehändler CBR sagt seinen Börsengang Insidern zufolge ab. Der Betreiber der Damenmodeketten "Street One" und "Cecil" habe angesichts der Griechenland-Krise und der starken Schwankungen an den Märkten nicht genügend Nachfrage von den Investoren auf sich gezogen, sagten zwei mit dem Prozess vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Gewinnwarnung des Konkurrenten Gerry Weber hat CBR natürlich auch nicht gerade geholfen", sagte einer von ihnen. Die Zeichnungsfrist wäre am Mittwoch ausgelaufen, am Donnerstag sollte die CBR-Aktie erstmals an der Frankfurter Börse notiert werden.

          Ein neuer Anlauf an die Börse sei vor der Sommerpause nicht mehr wahrscheinlich, sagte einer der Insider. CBR wollte mit dem Börsengang bis zu 292 Millionen Euro einsammeln, das Unternehmen aus Celle bei Hannover wäre mit rund 650 Millionen Euro bewertet worden. Der schwedische Finanzinvestor EQT wollte seinen Anteil an CBR mit der Emission auf rund die Hälfte reduzieren. EQT und die Deutsche Bank waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar, Goldman Sachs wollte sich nicht äußern.

          Am Montag hatte wegen der Griechenland-Krise bereits die Berliner Wohnimmobilienfirma ADO Properties ihren Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben. Am Mittwoch endet die Zeichnungsfrist für den Schmuckhändler Elumeo und den bayerischen Solar- und Windparkbetreiber Chorus Clean Energy. (Reuters)

          Neues Gesetz könnte Uber in New York ausbremsen

          Der Taxi-Ersatzdienst Uber droht in einem seiner wichtigsten Märkte ausgebremst zu werden: New York erwägt ein neues Gesetz, nach dem Fahrdienst-Vermittler mit mehr als 500 Wagen in der Stadt pro Jahr vorübergehend nur noch ein Prozent mehr Fahrzeuge auf die Straßen bringen dürften. Am Dienstag wurde der von der Taxi- und Limousinenkommission vorangetriebene Gesetzesentwurf im Rathaus vorgeschlagen. Bürgermeister Bill de Blasio gilt als Unterstützer.

          Die Initiative soll die Stadt vor noch mehr Autos und somit Staus und Verkehrschaos bewahren. Für Uber wäre das Wachstumslimit aber ein erhebliches Problem. Das Unternehmen expandiert aggressiv und hat in New York inzwischen mehr Fahrzeuge im Einsatz als die klassischen Taxi-Betreiber. Uber protestierte vor dem Rathaus und bot Unterstützern Gratisfahrten zur Demonstration an. Der Firma zufolge würden die neuen Regeln tausende Jobs gefährden. Uber vermittelt Fahrdienste über eine Smartphone-App. (dpa-AFX)

          Stimmung in japanischer Industrie überraschend gut

          Die Stimmung in der japanischen Industrie ist so gut wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Wie die Notenbank des Landes am Mittwoch in ihrem Tankan-Bericht mitteilte, kletterte der entsprechende Index im Juni zum ersten Mal seit drei Quartalen - um drei Punkte auf plus 15 Zähler. Zuletzt war er im März 2014 so hoch, als der Konsum vor einer Mehrwertsteuer-Erhöhung boomte. Kurz danach rutschte die Wirtschaft aber in eine Rezession.

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