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Weitere Meldungen : Streit um Karstadt-Sanierung

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Bild: dpa

Bei Karstadt droht ein Streit um den Sanierungskurs das wichtige Weihnachtsgeschäft zu überschatten. Bei der Deutschen Post kümmert sich derweil im Vorstand wieder eine Frau ums Personal.

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          Streit um Karstadt-Sanierung - Keine Warenhausfusion in Sicht

          Bei Karstadt droht ein Streit um den Sanierungskurs das wichtige Weihnachtsgeschäft zu überschatten. Verdi kritisierte am Sonntag die Umbaupläne der neuen Führung scharf und forderte mehr Zeit für das Umsetzen neuer Konzepte. Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl will bereits bis Mitte 2015 bei den defizitären Warenhäuser die Wende schaffen, wie aus einem Brief an Mitarbeiter hervorgeht. Seit 2010 verlor Karstadt über eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Auch für die Kunden wird es laut Fanderl Veränderungen geben: Das Management will das Sortiment von Karstadt wieder stärker auf die Stammkundschaft ausrichten und Rabatte reduzieren. Die Kaufhof- Mutter Metro stellte nach Gesprächen mit Karstadt-Eigentümer René Benko klar, dass sie aktuell keinen Handlungsbedarf sieht. Bereits seit Jahren wird über eine Fusion beider Warenhausketten spekuliert.

          Haniel kann bei Metro künftig freier agieren - Poolvertrag aufgelöst

          Metro-Großaktionär Haniel kann bei Deutschlands zweitgrößtem Handelskonzern künftig freier agieren. Der Poolvertrag mit der Familie Schmidt-Ruthenbeck sei aufgelöst worden, teilte Haniel am Freitagabend mit. Diese Vereinbarung regelte vor allem die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte auf den Metro-Hautversammlungen. Haniel ist mit 30,01 Prozent und die Familie Schmidt-Ruthenbeck mit 15,77 Prozent an dem Konzern beteiligt. Künftig können diese beiden auf den Aktionärstreffen auch unterschiedlich abstimmen.

          Verdi: Weitere Streiks bei Amazon jederzeit möglich

          Nach dem Ende des mehrtägigen Streiks beim Versandhändler Amazon hat sich die Gewerkschaft Verdi zufrieden gezeigt und weitere Aktionen angedroht. Die Beschäftigten hätten gezeigt, dass sie sich nicht einschüchtern ließen, sagte Stefanie Nutzenberger vom Verdi-Bundesvorstand laut Mitteilung vom späten Samstagabend. Solange sich Amazon einem Tarifvertrag verweigere, könne es jederzeit zu neuen Streiks kommen. „Das betrifft ausdrücklich auch das Weihnachtsgeschäft.“

          Ölbohrfirma C.A.T. Oil wird zum Übernahmeziel

          Die österreichische Ölbohrfirma C.A.T. Oil wird zum Übernahmeziel. Eine Gesellschaft mit Sitz auf den britischen Jungferninseln, Joma Industrial Source, habe bereits am Montag 47,7 Prozent der C.A.T.-Oil-Aktien gekauft, teilte das Unternehmen mit. Wer genau hinter der Firma steht, war zunächst unklar.

          Deutsche Post hat wieder einen weiblichen Personalvorstand

          Bei der Deutschen Post kümmert sich im Vorstand wieder eine Frau ums Personal. Melanie Kreis übernehme das Personalressort und die Funktion der Arbeitsdirektorin, teilte der Logistikkonzern am Freitag mit. Vorgängerin Angela Titzrath hatte Anfang Juli überraschend ihr Amt „aus persönlichen Gründen“ niedergelegt. Seitdem war Post-Chef Frank Appel auch für die Aufgaben des Personalvorstands zuständig.

          Umweltminister Wenzel: RWE und Eon erpressen Staat und Gesellschaft

          Mit ihren Klagen gegen die standortnahe Zwischenlagerung von Atommüll belasten die Kraftwerksbetreiber Eon und Vattenfall nach Meinung von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) die Suche nach einem Endlager. „Die Konzerne provozieren Staat und Gesellschaft, wenn sie sich juristisch gegen die Parlamente, Kirchen, Gewerkschaften und die Mehrheit der Bevölkerung aufstellen“, sagte der Minister der dpa in Hannover.

          Gabriel pocht auf Zurückhaltung bei Rüstungsexporten

          Vizekanzler Sigmar Gabriel wirbt für Zurückhaltung bei deutschen Rüstungsexporten. Grundsätzlich sei die Ausfuhr von Kriegswaffen in Länder außerhalb der EU, der Nato und vergleichbarer Staaten verboten - sofern es im Einzelfall kein besonderes außen- und sicherheitspolitisches Interesse gebe, sagte der SPD-Chef am Sonntag in Hamburg. In der Vergangenheit sei die Ausnahme aber zur Regel geworden, fügte der Wirtschaftsminister kritisch an. Hinter den USA und Russland ist Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt.

          Chinesen kaufen Solarstrom AG - Vertriebsvorstand geht

          Die Übernahme der angeschlagenen S.A.G. Solarstrom AG durch ein chinesisches Unternehmen ist in trockenen Tüchern. Wie das Unternehmen mit Sitz in Freiburg mitteilte, hat es den geplanten Verkauf seines operativen Geschäfts an die chinesische Shunfeng Gruppe abgeschlossen. Der Kaufpreis lag demnach bei 65 Millionen Euro. Die zuletzt 160 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Die Aktien der Gesellschaft sollen von der Frankfurter Börse genommen werden. Die Unternehmensgruppe firmiert künftig unter dem Namen S.A.G. Solarstrom GmbH & Co. KG. Die Chinesen haben dem bisherigen Vorstand demnach angeboten, weiterhin im Amt zu bleiben. Vertriebschef Oliver Günther hat das jedoch abgelehnt.

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          Zu viele Vorgaben schaden

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          Der Arbeitnehmerbegriff wird unverändert auf „Crowdworker“ angewendet. Die Urteile zu neuen Formen der Arbeit wirken sich auch auf die Plattformökonomie aus.

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