https://www.faz.net/-gqe-7o0rd

Stinkende Fälle : Spanischer Ort setzt im Kampf gegen Hundehaufen Detektive ein

  • Aktualisiert am

Corpus delicti: Der Hundehaufen. Bild: dapd

Im spanischen Colmenar Viejo müssen Detektive bisweilen Fälle erledigen, die bis zum Himmel stinken. Sogenannte „Hundedetektive“ sollen die Besitzer in flagranti erwischen, wenn sie die Häufchen ihrer Tiere nicht entsorgen.

          Im ewigen Kampf gegen liegengebliebene Hundehaufen setzt der spanische Ort Colmenar Viejo nun auf Detektive. Wie das Rathaus am Mittwoch mitteilte, sollen ab kommende Woche „Hundedetektive“ in allen Problemzonen der nördlich von Madrid gelegenen Stadt inkognito Wache schieben, um Hundebesitzer in flagranti zu erwischen, die die Häufchen ihrer Tiere nicht entsorgen.

          Die Missetäter sollen heimlich gefilmt und dann der Polizei gemeldet werden. Ihnen drohen Strafen von bis zu 150 Euro, hartnäckige Wiederholungstäter können noch stärker zur Kasse gebeten werden. Zunächst hatten die Behörden als Detektive verkleidete Schauspieler auf die Straßen geschickt, um die Bevölkerung auf die neue Anti-Häufchen-Kampagne hinzuweisen.

          „Die meisten Hundebesitzer sind verantwortliche Menschen,“ sagte der konservative Bürgermeister  Miguel Ángel Santamaría. „Unglücklicherweise aber gibt es eine Minderheit, die sich keinen Deut um ihre Mitbürger schert und die Spuren ihrer Rücksichtslosigkeit auf Straßen, Spielplätzen und vor den Schultoren hinterlässt“.

          Weitere Themen

          Bram Schot wird neuer Audi-Chef

          Stadlers Ablöse : Bram Schot wird neuer Audi-Chef

          Schon seit Juni führt der Niederländer die Geschäfte des Ingolstädter Autoherstellers kommissarisch. Jetzt übernimmt er ganz offiziell – und der inhaftierte Rupert Stadler ist damit endgültig raus.

          Topmeldungen

          Misstrauensvotum : Wetten, dass May gewinnt?

          Die britische Regierungschefin kämpft ums politische Überleben. Bei den Buchmachern auf der Insel gibt es ein klares Meinungsbild, wie dieses Drama im Unterhaus ausgehen wird.

          Französische Gefährder-Datei : Attentate trotz „Vermerk S“

          Wie der mutmaßliche Angreifer von Straßburg waren auch die Attentäter von „Charlie Hebdo“ oder vom Bataclan in der französischen Sicherheitsdatei „fichier S“ als Gefährder vermerkt. Anschläge konnten sie trotzdem verüben – trotz verdeckter Überwachung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.