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Von Adidas bis Coca-Cola : Sponsoren freuen sich über Blatters Rücktritt

Früher posierte der ehemalige Fifa-Präsident Joseph Blatter vor den Logos der Sponsoren, heute distanzieren sie sich von ihm. Bild: dpa

Von Adidas bis Coca-Cola: Die Partner des Fußballverbandes FIFA begrüßen den Wechsel an der Spitze. Und finden dafür auffallend ähnliche Worte.

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          „Ein wichtiger erster Schritt.“ „Ein positiver Schritt.“ „Ein Schritt in die richtige Richtung.“ Die großen Sponsoren des Fußballverbandes Fifa schlugen nach dem Rücktritt von Joseph Blatter im Zuge einer Bestechungsaffäre auffallend ähnliche Töne an. Auch vom „Vertrauen“, das es nun zurückzugewinnen gelte, war in mehreren Stellungnahmen die Rede.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          „Wir respektieren die Entscheidung von Herrn Blatter,“ begann Coca-Cola, einer der Hauptpartner der Fifa, seine Ausführungen, und deutete somit auf einen Rückzug aus freien Stücken hin, auch wenn es am Mittwoch Berichte gab, wonach die amerikanische Justiz gegen Blatter persönlich ermittelt. Weiter hieß es in der Stellungnahme: „Unsere Erwartung bleibt, dass die Fifa weiterhin mit Dringlichkeit handelt und sich vollständig all der Angelegenheiten annimmt, die aufgebracht worden sind.“

          Coca-Cola ist einer von fünf ständigen Partnern der Fifa, neben dem deutschen Sportartikelhersteller Adidas, dem amerikanischen Kreditkartenanbieter Visa, dem koreanischen Autohersteller Hyundai und dem russischen Gaskonzern Gazprom. Von all diesen Partnern hatte sich Visa nach Bekanntwerden der Bestechungsvorwürfe in der vergangenen Woche am kritischsten geäußert und sogar damit gedroht, sein Sponsoring zu „überdenken“. Davon war am Mittwoch keine Rede mehr. Visa zeigte sich „ermutigt“ von Blatters Rücktritt und interpretierte dies als Erkenntnis des Verbandes, dass eine „umfassende und fundamentale Reform“ nötig sei. „Wir freuen uns darauf, die Natur und den Umfang der angestrebten Reformen in sehr naher Zukunft zu verstehen,“ sagte Visa weiter.

          Auch Adidas begrüßte den Rücktritt Blatters: „Die heutigen Nachrichten stellen einen Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg der Fifa dar, transparente Compliance-Standards in allem, das sie tut, zu etablieren und zu befolgen.“ Die Wortwahl von Adidas deckte sich zum Teil mit Stellungnahmen aus der vergangenen Woche.

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