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Software : Schwache Währungen in Asien setzen SAP zu

  • Aktualisiert am

Asiatischer Schnupfen Bild: dapd

Negative Währungseffekte haben Europas größten Softwarehersteller SAP im dritten Quartal ausgebremst. Das berichtet das Unternehmen am Montagmorgen.

          Die Währungsschwäche in Asien hat das Wachstum des Softwarekonzerns SAP im dritten Quartal deutlich gebremst. Sollten sich die Währungen nicht gegenüber dem Euro erholen, könne das Betriebsergebnis in diesem Jahr um sieben Prozentpunkte weniger wachsen als zum Stichtagskurs Anfang 2013, erklärte der Konzern am Montag in Walldorf. Im abgelaufenen Quartal übertraf der Umsatz (Non-IFRS) mit 4,06 Milliarden Euro den des Vorjahresquartals zu aktuellen Wechselkursen um zwei Prozent. Währungsbereinigt legte er dagegen um neun Prozent zu.

          Noch tiefere Spuren hinterließen die Turbulenzen bei Währungen, vor allem dem japanischen Yen, beim Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern schnellte währungsbereinigt um 15 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro nach oben, zu aktuellen Wechselkursen betrug der Anstieg fünf Prozent. Der Weltmarktführer für Firmen-Software verfehlte damit knapp die Prognosen der Analysten.

          Trotz des teils schwierigen Marktumfeldes und der deutlich negativen Währungseffekten habe sich SAP sehr gut entwickelt, erklärte Finanzchef Werner Brandt. Die beiden Co-Vorstandschefs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe strichen die Erfolge bei den neuen Produkten, die Echtzeit-Datenbanktechnik Hana und Cloud-Anwendungen, heraus. „Wir sind jetzt der zweitgrößte Cloud-Anbieter“, erklärten die Chefs, die wegen des vorzeitigen Rückzugs des Dänen Snabe nur noch bis Mitte 2014 im Tandem den Konzern lenken. Die Zahl der Kunden stieg im abgelaufenen Quartal um drei auf 33 Millionen.

          Der Vorstand bekräftigte das Gewinnziel für 2013: Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern soll auf 5,85 bis 5,95 Milliarden Euro und damit um zwölf bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Prognose für den Umsatz mit Software-Lizenzen und Wartungsdiensten hatte SAP im zweiten Quartal wegen des schwachen Asien-Geschäfts und des raschen Wechsels von Kunden zu Cloud-Anwendungen auf zehn Prozent von elf bis 13 Prozent (währungsbereinigt) gekappt.

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