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Weitere Nachrichten : RWE rechnet mit weiteren Gewinneinbußen

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Bild: dpa

RWE rechnet nach einem Gewinnrückgang im Vorjahr auch weiter mit Gewinneinbußen. Wacker Chemie erwägt die Abspaltung seiner Halbleiter-Sparte.

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          Dem Energiekonzern RWE brechen wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise weiter die Gewinne weg. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um zehn Prozent auf 7,1 Milliarden Euro gefallen, teilte der Versorger am Dienstag mit. Das nachhaltige Nettoergebnis schrumpfte um 44,6 Prozent auf 1,282 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Ebitda von 6,5 Milliarden Euro gerechnet und das nachhaltige Nettoergebnis auf 1,27 Milliarden Euro taxiert. Für 2015 rechnet Vorstandschef Peter Terium mit einem Rückgang des Ebitda auf 6,1 bis 6,4 Milliarden Euro.

          Unter dem Strich fuhr RWE 2014 einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro ein, nachdem 2013 nach hohen Abschreibungen auf die Kraftwerke noch ein Verlust von 2,8 Milliarden Euro in den Büchern gestanden hatte. Für 2014 will Terium eine Dividende auf Vorjahreshöhe von einem Euro je Aktie ausschütten.

          Nach einem Zeitungsbericht rechnet RWE mittelfristig mit weiter sinkenden Gewinnen. Für 2016 erwarte der Konzern einen Einbruch des nachhaltigen Nettoergebnisses auf 800 Millionen Euro, berichtete die „Rheinische Post“ (Dienstagausgabe) vorab unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. (Reuters)

          Wacker Chemie erwägt Abspaltung der Halbleiter-Sparte

          Wacker Chemie denkt Kreisen zufolge über die Abspaltung seiner Halbleiter-Sparte nach. Die Maßnahme könnte dem Unternehmen etwa 300 Millionen Dollar einbringen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Titel der abgespaltenen Sparte könnten in den Vereinigten Staaten notiert werden. Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden und der Betrag könne sich ändern. Wacker Chemie wollte die Informationen nicht kommentieren. Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz legte der Aktienkurs des Unternehmens in einer ersten Reaktion leicht zu. (dpa-AFX)

          Inflation in China legt leicht

          Chinas Inflation hat wieder leicht zugelegt. Doch fallen die Erzeugerpreise weiter und stärker als erwartet, was auf schwache Nachfrage in der zweitgrößten Volkswirtschaft hindeutet. Wie das Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete, wuchsen die Verbraucherpreise im Februar um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem im Januar mit 0,8 Prozent ein Fünf-Jahres-Tief erreicht worden war. Der Anstieg fiel damit etwas höher aus als von Experten erwartet worden war.

          Sorgen machen aber vor allem die Erzeugerpreise, die mit 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat den stärksten Rückgang seit drei Jahren erlebten und ein steigendes Deflationsrisiko andeuten. Seit März 2012 geht der Index, der die Inflation auf Großhandelsebene misst, schon zurück. Im Januar und Dezember waren die Preise auch schon um 4,3 und beziehungsweise 3,3 Prozent zurückgegangen.

          Durch den Abschwung am Immobilienmarkt, weit verbreitete Überkapazitäten, die Ungewissheit wegen der schwachen Weltkonjunktur sowie gefallene Rohstoffpreise steigt die Deflationsgefahr, wie Experten des Statistikamtes erläuterten. Chinas Wirtschaft soll nach den Erwartungen der Regierung in diesem Jahr mit „rund sieben Prozent“ so langsam wachsen wie seit 25 Jahren nicht mehr.

          Das Statistikamt wies gleichzeitig darauf hin, dass die Inflationsdaten etwas verzerrt sein könnten, weil das chinesische Neujahrsfest in diesem Jahr auf den 19. Februar fiel, während es im Vorjahr am 31. Januar war. Nahrungsmittelpreise, die fast ein Drittel des Index ausmachen, legten allein um 2,4 Prozent zu. (dpa-AFX)

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