https://www.faz.net/-gqe-7lrma

Quartalszahlen : Apple begeistert nicht

Apple-Laden an der Fifth Avenue in New York Bild: AP

Der Elektronikkonzern meldet Rekordabsätze für das iPhone und das iPad. Aber die Wall Street zeigt sich unbeeindruckt. Der Aktienkurs von Apple rutschte im nachbörslichen Handel zeitweise um 8 Prozent ab.

          Der amerikanische Elektronikkonzern Apple hat in den vergangenen drei Monaten so viele iPhones und iPads verkauft wie noch nie, konnte sein Umsatzwachstum wieder etwas beschleunigen und seinen Gewinn anders als in vorangegangenen Quartalen in etwa auf dem Vorjahresniveau halten. Die Wall Street zeigte sich aber unbeeindruckt, denn der iPhone-Absatz verfehlte die Erwartungen, und auch der Ausblick auf das nächste Quartal fiel schwächer aus als erhofft. Der Aktienkurs von Apple rutschte nach Vorlage der Zahlen im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um 8 Prozent auf 506 Dollar ab. Der Kurs ist heute weit von seinem Höchststand von mehr als 700 Dollar im September 2012 entfernt.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Insgesamt meldete Apple für das am 28. Dezember zu Ende gegangene erste Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 ein Umsatzwachstum von 6 Prozent auf 57,6 Milliarden Dollar und lag damit minimal über den Erwartungen von Analysten. Der Nettogewinn von 13,1 Milliarden Dollar war fast genau so hoch wie im Vorjahr. Apple hatte zuvor drei Quartale in Folge rückläufige Gewinne ausgewiesen. Das Ergebnis je Aktie von 14,50 Dollar war um 43 Cent besser als erwartet.

          Apple hat im abgelaufenen Quartal rund 51 Millionen iPhones verkauft, ein Zuwachs von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit fast 55 Millionen Stück gerechnet. Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Produkt von Apple und steht für mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes. Besser als erwartet schlug sich Apple dagegen beim iPad. Hier legten die Absätze um 14 Prozent auf 26,0 Millionen Einheiten zu. Auch im Geschäft mit Macintosh-Computern, das in den vorangegangenen Quartalen auf Schrumpfkurs war, baute Apple diesmal die Verkaufszahlen um 19 Prozent auf 4,8 Millionen Geräte aus. Steil bergab geht es dagegen mit dem digitalen Musikspieler iPod, dessen Absätze um mehr als die Hälfte fielen. Viele Verbraucher kaufen heute keine separaten Musikspieler mehr, weil auch Smartphones eine Musikfunktion haben.

          Aufgehellt hat sich für Apple die Lage in China, wo sich das Geschäft in vorangegangenen Quartalen abgeschwächt hatte. Diesmal schaffte Apple hier ein Umsatzplus von 29 Prozent. Das gerade geschlossenen Bündnis mit dem größten chinesischen Mobilfunkanbieter China Mobile, der seit wenigen Tagen das iPhone im Programm hat, könnte einen zusätzlichen Schub bringen. Ein Schwachpunkt unter den Regionen war Nord- und Südamerika. Hier gab es einen Umsatzrückgang von einem Prozent.

          Für das kommende Quartal sagte Apple einen Umsatz von 42 Milliarden bis 44 Milliarden Dollar voraus. Analysten hatten bislang im Schnitt mit 46 Milliarden Dollar gerechnet.

          Weitere Themen

          Kampf gegen den Dampf Video-Seite öffnen

          San Francisco : Kampf gegen den Dampf

          Nicht nur das Rauchen, auch die Herstellung von E-Zigaretten wird in San Francisco verboten. Eine schwierige Situation für die Ortsansässigen wie Juul Labs, einer der größten Hersteller von E-Zigaretten.

          Topmeldungen

          Müssen sie bald zum Hautarzt? Bauarbeiter in einer S-Bahn Baustelle in Frankfurt

          Arbeitnehmerschutz : Baustopp droht wegen zu viel Sonne

          Bis zu 2,4 Millionen Beschäftigte, die im Freien arbeiten, müssen womöglich kurzfristig zur Vorsorge zum Hautarzt. Das hätte ernste Folgen fürs Handwerk und den Baubetrieb.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.