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Gegen den Koran : „Noah“ darf nicht in indonesische Kinos

  • Aktualisiert am

Russell Crowe als Noah - zu bildlich für den Koran Bild: Niko Tavernise

Die Bibel-Verfilmung „Noah“ mit Russell Crowe wird in Indonesien verboten. Auch in anderen islamischen Staaten gilt der Film als mit dem Koran unvereinbar. Opposition gibt es auch in Amerika.

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          Der Hollywood-Streifen „Noah“ mit Russell Crowe in der Hauptrolle darf in Indonesien nicht gezeigt werden. Die Verfilmung des biblischen Epos widerspreche den Lehren des Koran und könne Kontroversen hervorrufen, erklärte die staatliche Zensurbehörde „Lembaga Sensor Film“ (LSF) laut einem Bericht des asiatischen katholischen Pressedienstes Ucanews (Mittwoch). Zuvor hatten schon Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate den Film aus den Kinos verbannt. Der Kinostart in Indonesien war für Freitag geplant.

          Auch Islamgelehrte der Kairoer Al-Azhar-Universität hatten laut Ucanews eine ablehnende Stellungnahme gegen „Noah“ veröffentlicht. Der Film verstoße gegen das Verbot einer bildlichen Darstellung „der Boten Gottes und der Gefährten des Propheten“. In den Vereinigten Staaten kritisierten evangelikale Gruppen die Bibelverfilmung von Darren Aronofsky wegen mangelnder Vorlagentreue. In Deutschland soll „Noah“ am 3. April in die Kinos kommen.

          Indonesien ist das nach Einwohnerzahlen größte islamische Land der Welt. Etwa 86 Prozent der über 250 Millionen Indonesier bekennen sich zu dieser Religion. Dem Christentum gehören nach Schätzungen knapp 10 Prozent an.

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