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Ni hao aus Peking : Geld verdienen mit dem Daddeln

Morgengymnastik in Peking Bild: AFP

Solange Amerikas geldpolitischer Kurs unklar ist, bleiben Asiens Märkte lustlos. Sony-Aktien steigen jedoch: Die neue Playstation könnte ein Renner werden.

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          Im chinesischen Teil der Welt befinden wir uns im Jahr der Schlange. Vielleicht deshalb benehmen sich viele Anleger in Asien so wie das Kaninchen, das mit weit aufgerissenen Augen auf das sprichwörtliche Reptil starrt – verschreckt und orientierungslos. Die Investoren warten auf das Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses der amerikanischen Notenbank Fed. Sollte daraus ein baldiges Ende der superlockeren Geldpolitik abzulesen sein, dann könnte das die Kurse gehörig ins Minus treiben. Um jetzt nichts falschzumachen, halten sich die Aktionäre zurück, einige bereinigen ihre Portfolios, andere stoßen unsichere Positionen ab. Im Ganzen herrscht ein lustloser Handel vor mit leicht negativer Tendenz.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Deshalb fallen die Kurse heute weiter - in China um durchschnittlich 0,4 Prozent  -,  oder sie schwanken zwischen Gewinnen und Verlusten. Der Leitindex Topix in Tokio ist im frühen Handel gestiegen, um dann gleich ins Minus zu drehen. Schon gestern hatte er wegen der Unsicherheit rund um die Fed-Entscheidung auf dem schwächsten Stand seit fast einem Monat geschlossen. Für die positiven Ausreißer ist ebenfalls Amerika verantwortlich: Der Kurs von Sony Corp. legt gegen den Trend zu, nachdem das Unternehmen angekündigt hat, seine Spielekonsole Playstation 4 Mitte November in den Vereinigten Staaten auf den Markt zu bringen. Das Land steuert 16 Prozent zum Sony-Umsatz bei.

          Tokio bleibt trotz der Rückschläge der erfolgreichste Markt

          Von seinem Höchststand am 22. Mai ist der Topix mittlerweile um 12 Prozent zurückgefallen, doch das bedeutet ein Klagen auf hohem Niveau: Mit noch immer plus 30 Prozent hat sich der Index im laufenden Jahr besser entwickelt als jeder andere in einem Industrieland. Der S&P 500 in New York etwa hat halb so stark zugelegt. Viel schwächer präsentieren sich die asiatischen Märkte außerhalb Japans. Der überwölbende Regionalindex MSCI Asia Pacific verbucht seit Januar nur einen milden Anstieg um 1,7 Prozent. Nachdem er in den vergangenen vier Tagen schon mehr als 3 Prozent abgegeben hatte, geht es heute noch weiter talwärts. Die Kurse in Australien treten derweil auf der Stelle, in Südkorea geht es leicht bergauf, in Neuseeland etwas stärker.

          Und so geht das große Abwarten auf die Nachrichten aus Washington weiter und auch das benebelte Starren: wahlweise auf die Schlange oder auf die Playstation.

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