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Weitere Nachrichten : Airbag-Hersteller Takata droht Strafe von 200 Millionen Dollar

  • Aktualisiert am

Airbagzünder: Bisweilen lebensgefährlich, wenn von Takata Bild: dpa

Hapag-Lloyd müht sich an die Börse, derweil Japans Post ein erfolgreiches Börsendebüt feiert. Chinas Dienstleistungs-Sektor legt wieder zu, der Mobilfunkanbieter Drillisch sogar kräftig.

          Der Skandal um defekte Airbags könnte dem japanischen Hersteller Takata in den Vereinigten Staaten eine Strafe von bis zu 200 Millionen Dollar einbrocken. Das Unternehmen habe seit 2009 unvollständige und ungenaue Daten vorgelegt, begründete die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Dienstag die Entscheidung. 70 Millionen Dollar müssten daher zunächst in bar bezahlt werden. Weitere 130 Millionen Dollar würden fällig, sollte Takata sich nicht fügen oder weitere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften entdeckt werden.

          Die zum Verkehrsministerium gehörende Behörde wies den Konzern zudem an, bei den Aufblasvorrichtungen (Inflatoren) der Airbags künftig nicht mehr Ammoniumnitrat zu verwenden. Das Mittel habe eine Rolle bei der Explosion von Airbags gespielt. Sieben Menschen kamen in den Vereinigten Staaten ums Leben, fast 100 wurden verletzt. Ammoniumnitrat kann instabil werden, wenn es Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

          Zwölf Fahrzeughersteller haben nach Angaben der NHTSA 19 Millionen Autos mit mehr als 23 Millionen Inflatoren zurückgerufen. Millionen weitere potenziell betroffene Fahrzeuge könnten aber noch auf den Straßen unterwegs sein. Um die Inflatoren in den zurückgerufenen Autos auszutauschen, könnte es vier Jahre dauern, bis genügend Ersatzteile hergestellt seien. (Reuters)

          Hapag-Lloyd müht sich an die Börse

          Die Container-Reederei Hapag-Lloyd ist trotz heftigen Gegenwinds an der Börse angekommen. Die Nummer vier auf dem Weltmarkt brachte Aktien für 304 Millionen Euro bei Anlegern unter, wie sie am Dienstag mitteilte - allerdings zum halben Preis, den sich Hapag-Lloyd und seine Aktionäre noch vor wenigen Monaten vorgestellt hatten. Zum Ausgabepreis von 20 Euro je Aktie wird das Hamburger Unternehmen mit 2,4 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen will am Freitag in Frankfurt sein Börsendebüt feiern.

          Hapag-Lloyd hatte seine Börsenpläne 2004 und 2011 bereits zweimal vorzeitig gestoppt und die potenziellen Anleger damit vergrätzt. Deshalb wollte Vorstandschef Rolf Habben Jansen kein abermaliges Scheitern riskieren, zumal der bisher mit knapp 14 Prozent beteiligte Reisekonzern Tui auf eine Emission noch in diesem Jahr gedrängt hatte. (Reuters)

          Japans Post mit erfolgreichem Börsendebüt

          Beim größten Börsengang in Japan seit Jahrzehnten haben die Aktien der Post einen gelungenen Börsenstart hingelegt. Die Regierung will mit dem Börsengang 1,4 Billionen Yen (10,5 Milliarden Euro) einnehmen. Die Papiere der Japan Post Holdings notierten zur Handelsmitte mit 1656 Yen. Der Ausgabepreis hatte bei 1400 Yen gelegen. Die Aktien der Finanztochter Japan Post Bank wurden mit 1624 Yen und damit ebenfalls über dem Ausgabepreis von 1450 Yen gehandelt. Auch die Titel der Japan Post Insurance, einer weiteren Tochter der Post Holding, lagen bei 3160 Yen. Ihr Ausgabepreis lag bei 2200 Yen.

          Damit ist es die größte Notierung in Japan seit den Börsengängen des Telekomriesen Nippon Telegraph and Telephone (NTT) 1987 und des Mobilfunkkonzerns NTT Docomo 1998. Der gleichzeitige Börsengang der Japan Post Holdings und ihrer beiden Töchter ist die letzte Stufe in der vor zehn Jahren von der japanischen Regierung initiierten Privatisierung der Post. (dpa-AFX Broker)

          Chinas Dienstleistungs-Sektor legt wieder zu

          Der chinesische Dienstleistungs-Sektor gewinnt langsam an Fahrt. Der private Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor stieg im Oktober auf 52 Punkte und legte damit so stark zu wie seit drei Monaten nicht mehr. Im September hatte der Index mit 50,5 Punkten noch ein 14-Monatstief markiert. Auch die Indizes für Beschäftigung und Firmenneugründungen lagen deutlich über einem Wert von 50 Punkten, der Wachstum signalisiert. Allerdings sanken die Geschäftserwartungen im Dienstleistungsbereich im Oktober auf ein neues Tief. Dies unterstreicht die Sorge vor einer deutlichen Abkühlung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Der am Sonntag veröffentlichte amtliche Dienstleistungsindex für China wies eine Abkühlung der Geschäftsaktivitäten aus. Die Branche wuchs demnach im geringstem Umfang seit fast sieben Jahren. (Reuters)

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