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Weitere Nachrichten : Finanzmärkte reagieren nur verhalten auf Terroranschläge von Paris

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Bild: dpa

Japans Wirtschaft ist abermals geschrumpft. Der chinesische Renminbi soll die fünfte Leitwährung des IWF werden. Die Arbeitgeber mahnen die Regierung zu Zurückhaltung bei der Neuregelung der Zeitarbeit.

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          Die Finanzmärkte in Asien haben am ersten Handelstag nach den Terroranschlägen von Paris nicht mit großen Ausschlägen reagiert. An den Aktienmärkten ging es am Montag wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung leicht nach unten. Gefragt war zwar die Krisenwährung Gold, aber auch hier hielten sich die Gewinne in Grenzen. Öl wurde wegen möglicher Engpässe beim Angebot auch etwas teurer.

          Der Aktienmarkt in Tokio lag zuletzt nur noch knapp ein Prozent im Minus, nachdem er zum Handelsstart deutlich stärker nachgegeben hatte. Hier belastete aber vor allem das schwache Wirtschaftswachstum im Land. Die chinesischen Festland-Indizes in Shanghai und Shenzhen hatten in den ersten Handelsstunden deutlich nachgegeben, konnten aber zuletzt einen Großteil der Verlust wettmachen.

          Aktien von Fluggesellschaften seien angesichts der Terroranschläge unter Druck geraten, berichteten Händler. Hauptsächlich sei das Geschehen aber von den jüngsten strengeren Vorgaben für Aktienhändler bestimmt. Der Hang-Seng-Index in Hongkong rutschte deutlicher ab und lag gut 1,6 Prozent im Minus.

          Der Eurokurs notierte etwas schwächer bei 1,0723 Dollar. Am Freitag hatte er bereits in Reaktion auf enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone nachgegeben. Die Ölpreise lagen nach den Verlusten von Freitag auf Erholungskurs. Die Nordseesorte Brent stieg um 1,15 Prozent und die amerikanischen Sorte WTI um 0,8 Prozent.

          Händler hatten eine positive Reaktion der Ölpreise am Sonntag vorausgesagt, da eine Verschärfung des Syrienkonflikts angesichts eines verstärkten Eingreifens Frankreichs die Angebotsseite belasten könnte. Am Freitag hatten überraschend schwach gestiegene Umsätze im amerikanischen Einzelhandel die Ölpreise belastet. (dpa-AFX)

          Japans Wirtschaft abermals geschrumpft

          Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal abermals geschrumpft. Wie die Regierung in Tokio am Montag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer hochgerechneten Jahresrate von 0,8 Prozent. Analysten hatten nur mit einem Minus von 0,2 Prozent gerechnet.

          Im Vorquartal hatte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt einen Rückgang um 1,2 Prozent verzeichnet. Bei einem Schrumpfen der wirtschaftlichen Leistung in zwei Quartalen in Folge sprechen Ökonomen von einer Rezession. Erst im vergangenen Jahr war Japan in eine Rezession gerutscht. Im Vergleich zum Vorquartal sank das BIP im Berichtszeitraum um 0,2 Prozent, wie die Regierung weiter bekanntgab. Die Aktienbörse in Tokio eröffnete daraufhin mit starken Verlusten. (dpa-AFX)

          Chinesischer Renminbi soll fünfte Leitwährung werden

          Der Internationale Währungsfonds (IWF) will den chinesischen Renminbi als fünfte Leitwährung in den internationalen Währungskorb aufnehmen. Sie unterstütze das Vorhaben, die Entscheidung müsse der Exekutivrat des Währungsfonds in seiner Sitzung am 30. November treffen, teilte IWF-Generalsekretärin Christine Lagarde am Freitag (Ortszeit) in Washington mit.

          Die im Währungsfonds befindlichen Währungen nutzt der Fonds als Maß für Wertermittlungen. Bisher befinden sich mit dem amerikanischen Dollar, dem japanischen Yen, dem britischen Pfund und dem Euro vier Währungen in dem Korb.

          Ein Expertengremium beim IWF ist zu dem Entschluss gekommen, dass der Renminbi das Kriterium erfüllt, eine frei verfügbare Währung zu sein und dass mit ihr weithin Handel getrieben wird. "Ich unterstütze diese Erkenntnisse", sagte Lagarde. (dpa-AFX)

          Aufarbeitung der Arcandor-Pleite dauert Jahre

          Mehr als sechs Jahre ist es inzwischen her, dass der Handelskonzern Arcandor mit seinen Töchtern Karstadt und Quelle Insolvenz angemeldet hat - doch ein Ende der Aufräumarbeiten ist nicht in Sicht. Arcandor-Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Insolvenzverfahren werde noch "viele Jahre" dauern. Grund dafür seien vor allem Rechtsstreitigkeiten, die zum Teil wohl erst in höchster Instanz entschieden werden müssten.

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