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Gefahr für Mensch und Natur : New York verbietet Fracking

  • -Aktualisiert am

Fracking-Gegner in New York freuen sich über die Entscheidung des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo. Bild: Reuters

Der New Yorker Gouverneur begründet die Entscheidung mit Gesundheitsrisiken. Aus der Industrie kommt Kritik, weil der Bundesstaat über große Gasvorkommen verfügt.

          Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, hat am Mittwoch die Förderung von Erdgas mit der Fracking-Methode wegen zu hoher Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung verboten. Eine Studie der New Yorker Gesundheitsbehörde hatte die Gefahren von Grundwasserverseuchung und Luftverschmutzung durch Fracking betont. „Wir können es uns nicht leisten, einen Fehler zu machen“, sagte Howard Zucker, der Leiter der Behörde. Die potentiellen Risiken der Methode seien zu groß und nicht ausreichend erforscht.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          New York ist nach Vermont der zweite amerikanische Bundesstaat, der Fracking untersagt. Im Gegensatz zu Vermont verfügt New York an der Grenze zu Pennsylvania aber über große Vorkommen von Schiefergas. Das Thema Fracking war in der strukturschwachen Region stark umstritten. Industrievertreter kritisierten die Entscheidung Cuomos. „Das ist eine unvernünftige Entscheidung, die den New Yorkern die Chance vorenthält, von den vielen ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen zu profitieren, die Erdgas bietet“, sagte Paul Hartman vom Branchenverband Natural Gas Alliance.

          Die Fördermethode hat den Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren einen Rohstoff-Aufschwung beschert. Die Technik erlaubt es, Gas und Öl aus Schiefergestein zu gewinnen. In die Bohrstellen wird unter hohem Druck einen Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien gepresst, um das Gestein aufzubrechen.

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