https://www.faz.net/-gqe-87dgt

Weitere Nachrichten : Unicredit plant Verlagerung von HVB-Bereichen nach Italien

  • Aktualisiert am

Bild: Amadeus Waldner

Amerikas Automarkt steht vor dem bestem Jahr seit 2001. Die von China initiierte Weltentwicklungsbank AIIB macht angeblich geringere Auflagen für Kredite als die Weltbank.

          2 Min.

          Die italienische Bank Unicredit will dem "Handelsblatt" zufolge zentrale Funktionen der deutschen Tochter Hypovereinsbank (HVB) nach Mailand verlagern, um Kosten zu drücken. Zehn Jahre nach der Übernahme wolle der Bankmanager damit die Effizienz der deutschen Tochter verbessern. Die HVB habe per Ende Juni für jeden Euro Ertrag 75 Cent ausgegeben. Die Mutter Unicredit schneide bei dieser Kosten-Ertrags-Relation mit 60 Cent deutlich besser ab. Bis zum Jahresende wolle Ghizzoni die Details des neuen Restrukturierungsplans verkünden.

          Der Unicredit-Chef erteilte zudem den Hoffnungen vieler HVB-Banker nach einer größeren Selbstständigkeit der Tochter eine Absage. "Wir haben keine Pläne, uns von der HVB zu trennen oder sie an die Börse zu bringen. Das wäre auch ein Fehler, schließlich ist die HVB eine starke Bank in der stärksten Volkswirtschaft Europas. Es wäre also nicht logisch, ausgerechnet diesen Markt zu verlassen." (Reuters)

          Amerikas Automarkt vor bestem Jahr seit 2001

          Die Autobranche hat sich im August in den Vereinigten Staaten überraschend gut geschlagen und steuert dort auf das stärkste Jahr seit 2001 zu. Waren viele Experten wegen der Turbulenzen am Aktienmarkt von einem kräftigen Rückgang der Nachfrage ausgegangen, schlugen sich die sechs größten Anbieter dort allesamt besser als erwartet - darunter GM, Ford und Toyota. Im Gesamtjahr kann die Branche nun mit einem Absatz von 17,8 Millionen Autos rechnen, 500.000 mehr als von Analysten bislang erwartet. Im Gesamtjahr 2014 waren in den Vereinigten Staaten 16,5 Millionen Autos verkauft worden.

          Der größte amerikanische Autobauer, die Opel-Mutter GM, musste im abgelaufenen Monat zwar einen Absatzrückgang um 0,7 Prozent auf rund 270.480 Fahrzeuge hinnehmen. Analysten hatten aber ein Minus von fünf Prozent erwartet. Bei den deutschen Autobauern gab es unterschiedliche Vorzeichen: Bei Volkswagen stand ein Minus von etwa acht Prozent auf rund 32.332 Wagen, bei Audi hingegen ein Plus von fast zehn Prozent auf knapp 18.794. BMW steigerte seinen Absatz um zwei Prozent, Daimler um 3,2 Prozent. (Reuters)

          Entwicklungsbank AIIB macht weniger Auflagen für Kredite

          Die von China angestoßene Entwicklungsbank für Asien (AIIB) soll Insidern zufolge Kredite gegen weniger Auflagen vergeben als dies die Weltbank tut. Die AIIB werde zwar zur Bedingung machen, dass die finanzierten Projekte transparent sind und soziale und Umweltinteressen geschützt werden, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Aber Forderungen nach Privatisierung und Deregulierung, wie sie seit Jahrzehnten von der Weltbank im Gegenzug für Kredite erhoben werden, würden bei der AIIB nicht gestellt. "Die AIIB wird die örtlichen Bedingungen jedes Landes berücksichtigen", sagte ein Insider. "Sie wird nicht von außen andere zwingen, dieses oder jenes zu tun." Die AIIB war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

          China hat die AIIB im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben, um mehr Geld für die Infrastruktur nach Asien zu leiten. Gründungsmitglieder sind 57 Länder, darunter auch Deutschland und weitere EU-Länder. Die neue Entwicklungsbank wird von Experten als Konkurrenz insbesondere zur Weltbank gesehen, in der die Vereinigten Staaten dominieren.

          An der AIIB, die Ende des Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll, wird China die größten Anteile halten. Die Regierung in Peking hat erklärt, dass sie in der AIIB kein Veto haben wird, während die Vereinigten Staaten bei der Weltbank faktisch ein Einspruchsrecht besitzen. Kritiker werfen auch dem Internationen Währungsfonds (IWF), der Schwesterorganisation der Weltbank, eine zu große Nähe zu den Vereinigten Staaten vor. (Reuters)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.