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Weitere Nachrichten : Sinkende Treibstoffpreise schaden Elektroautos

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Der Tesla (hier das Model X) kommt auf bis zu 500 Kilometer weit mit einer Batterieladung. Bild: AP

IfW-Präsident Snower schlägt Lohnsubventionen für Flüchtlinge vor, die Deutsche Bahn streicht ihre Prognosen radikal zusammen und die Stimmung in Japans Industrie ist unverändert.

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          Niedrige Kosten für Benzin und Diesel führen einer Studie zufolge dazu, dass Verbraucher noch seltener Autos mit alternativen Antrieben wie Elektromotoren kaufen. "Alternative Antriebe werden trotz Klimadiskussion ausgesondert", schreibt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer in der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Etwa die Hälfte der neuzugelassenen Elektroautos seien Hersteller-, Händler- oder Mietfahrzeuge. "Die echten Neuwagenkäufer lassen sie aufgrund der höheren Preise und aufgrund des billigeren Treibstoffs immer stärker links liegen."

          Der Anteil von Fahrzeugen mit Elektro-, Hybrid und Gasantrieben an den Neuzulassungen sei seit 2013 kontinuierlich zurückgegangen. Das liege auch an den Steuervorteilen für Dieselfahrzeuge in Deutschland. Die Bundesregierung hält bisher an ihrem Ziel fest, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen. (dpa-AFX)

          IfW-Präsident schlägt Lohnsubventionen für Flüchtlinge vor

          Der Ökonom Dennis Snower schlägt vor, Flüchtlinge mit staatlichen Lohnsubventionen über Beschäftigungsgutscheine leichter in Arbeit zu bringen. "Damit sinken die Kosten für den Arbeitgeber", sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft der Deutschen Presse-Agentur. "Der Unternehmer kann den Mindestlohn zahlen und hat dennoch niedrigere Kosten für eine begrenzte Zeit, in der sich der Flüchtling einarbeiten kann."

          Auf diese Weise könnten Sozialhilfekosten gesenkt und auch Akzeptanzprobleme unter den Deutschen verringert werden, sagte Snower. Relevante Verdrängungseffekte zulasten von Einheimischen seien allenfalls in geringem Ausmaß zu erwarten. Dafür gebe es zahlreiche empirische Belege. Für jüngere Flüchtlinge wären aus Sicht des IfW-Präsidenten auch Ausbildungsgutscheine sinnvoll.

          Generell seien die Hürden für den Zugang zum Arbeitsmarkt für viele Flüchtlinge hoch, sagte Snower. So seien die Qualifikationen nicht gut erfasst. Im Durchschnitt seien viele weniger gut qualifiziert als Einheimische. Erschwerend komme außer dem Mindestlohn die Tatsache hinzu, dass die Eintrittsbarrieren mit zunehmender Qualifikation immer höher werden. (dpa-AFX)

          Deutsche Bahn streicht Prognosen radikal zusammen

          Die Deutsche Bahn streicht dem "Handelsblatt" zufolge ihre Gewinn- und Umsatzplanung drastisch zusammen. Bis zum Jahr 2020 rechne das Unternehmen nun mit insgesamt 13 Milliarden Euro weniger Umsatz und 3,6 Milliarden Euro weniger an operativem Gewinn, berichtet die Zeitung vorab aus ihrer Montag-Ausgabe ohne Nennung von Quellen. Damit falle auch das erst im Frühjahr von Grube ausgegebene Ziel, den Umsatz von 39 auf 50 Milliarden Euro zu steigern.

          In diesem Jahr schreibe die Bahn unter dem Strich einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung. Grund seien schlecht laufende Geschäfte im Personen- und im Güter-Verkehr sowie hohe Kosten für die anlaufende Sanierung. Zwar solle schon 2016 wieder ein kleiner Nettogewinn herausspringen. Genug Geld zur Finanzierung der neuen Intercity- und ICE-Fahrzeugflotte werde der Konzern aber vorerst nicht verdienen. Stattdessen werde die Verschuldung von 16,2 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 22 Milliarden Euro im Jahr 2020 ansteigen. (Reuters)

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