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Weitere Nachrichten : Leoni senkt Prognosen für 2015 und 2016

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Bild: dpa

Katar verkauft seine Beteiligung an Hochtief. SAP steigert den Betriebsgewinn. Der Modekonzern Steilmann will an die Börse. Die EU-Kommission warnt Spanien wegen eines zu hohen Defizits.

          Der Kabelhersteller und Autozulieferer Leoni kippt seine Prognosen für dieses und das kommende Jahr. Als Grund nannte der Nürnberger Konzern am Montagabend überraschend starke Belastungen im Bereich Bordnetz-Systeme. Daher sei 2015 ein Betriebsgewinn von 200 Millionen Euro nicht zu erreichen. Der Umsatz werde jedoch wie erwartet bei 4,3 Milliarden Euro liegen. Im kommenden Jahr würden die Erlöse aber auf nur rund 4,6 anstatt der geplanten 4,8 Milliarden Euro steigen. Die anvisierte betriebliche Marge von sieben Prozent werde deutlich unterschritten. Erst Mitte September hatte Leoni bereits seine Ziele für 2016 wegen des Verkaufs der Hälfte an seinem chinesischen Bordnetz-Werk gesenkt. (Reuters)

          Katar stößt Hochtief-Beteiligung komplett ab

          Der Baukonzern Hochtief hat seinen zweitgrößten Aktionär verloren. Der Investmentarm des Golfstaates Katar, die Qatar Investment Authority, teilte am Montag den Komplettausstieg aus dem deutschen Unternehmen mit. Die 7 Millionen Aktien, die einem Anteil von 10 Prozent entsprechen, seien für 77 Euro je Stück verkauft worden. Der Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft hatte am Montag bei 81,78 Euro gelegen. Im nachbörslichen Geschäft waren sie dann deutlich abgesackt und beendeten den Tag bei 77,90 Euro. Mit dem Geschäft hat Katar brutto gut eine halbe Milliarde Euro eingenommen.

          Ein maßgeblicher Teil des Paketes sei an einen einzelnen strategischen Aktionär gegangen, hieß es in der Mitteilung weiter. Ob damit der Hauptaktionär von Hochtief, die spanische Baufirma ACS gemeint ist, wurde nicht gesagt. Allerdings ist dieser neben dem nun aus dem Aktionärskreis ausgeschiedenen Katar der einzige bekannte Groß-Anteilseigner der Deutschen. ACS hatte laut Angaben auf der Internetseite von Hochtief zuletzt einen Anteil von 60,7 Prozent. (dpa-AFX)  

          SAP steigert Betriebsgewinn

          Europas größter Softwarekonzern SAP hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich gesteigert. Das bereinigte Betriebsergebnis erhöhte sich um 19 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus Walldorf am Dienstag mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der meisten Analysten übertroffen. Zugleich bestätigte SAP den Ausblick für das Gesamtjahr.

          Der Umsatz mit Cloud-Diensten habe sich im dritten Quartal mehr als verdoppelt und selbst ohne das übernommene Unternehmen Concur die meisten reinen Cloud-Anbieter auf dem Markt übertroffen, hieß es weiter. Finanzvorstand Luka Mucic führte das Wachstum bei den Cloud- und Softwareerlösen vor allem auf erschlossene Märkte zurück. "Dank unserer globalen Widerstandsfähigkeit konnten wir auch in den aufstrebenden Märkten sicher durch schwieriges Fahrwasser navigieren." Allerdings erwarte SAP dort weiter ein sprunghaftes Geschäft und wirtschaftliche Herausforderungen. (Reuters)

          Börsengang soll Steilmann bis zu 98 Millionen Euro bringen

          Der westfälische Modehersteller und -händler Steilmann will mit seinem Börsengang bis zu 98 Millionen Euro einnehmen. Das Geld will Steilmann zum großen Teil dafür verwenden, um die Mehrheit an der Billigmodekette Adler Modemärkte zu übernehmen. Bis zu 19,55 Millionen Steilmann-Aktien können von Dienstag an bis zum 22. Oktober gezeichnet werden. Die Preisspanne liegt bei 3,50 bis 5,00 Euro je Aktie. Die Altaktionäre, darunter der italienische Familienclan Radici und Giazzi, wollen ihre Beteiligung damit auf bis zu 51 Prozent abschmelzen lassen. Sie selbst verkaufen aber keine Aktien. Am 27. Oktober soll die Steilmann-Aktie erstmals im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse notiert werden. (Reuters)

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