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Weitere Nachrichten : Leoni senkt Prognosen für 2015 und 2016

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EU-Kommission warnt Spanien wegen zu hohem Defizit

Spanien riskiert nach Einschätzung der EU-Kommission, im kommenden Jahr die vorgeschriebene Defizit-Grenze abermals zu verletzen. Die Kommission verlangt daher Nachbesserungen am aktuellen Haushaltsplan der Regierung. Die zugrundeliegenden Konjunkturannahmen seien "etwas optimistisch", teilte die EU-Kommission am Montag mit. Mögliche Folgen einer Wachstumsverlangsamung in den Schwellenländern seien nicht genügend beachtet worden. Im vergangenen Jahr lag das Haushaltsdefizit des Landes noch bei 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die EU-Regeln sehen eine Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung vor.

Nach Einschätzung der Kommission wird das spanische Haushaltsdefizit in diesem Jahr voraussichtlich nur auf 4,5 Prozent des BIP sinken - statt der von der Regierung in Aussicht gestellten 4,2 Prozent. Für 2016 rechnet sie mit einem Defizit von 3,5 Prozent statt der von Madrid prognostizierten 2,8 Prozent.

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos widersprach den Brüsseler Änderungswünschen am Haushaltsplan für 2016. Das Land sei auf dem Weg, sein Defizitziel in diesem Jahr zu erreichen. Spanien sei auch gut aufgestellt, das Defizit im nächsten Jahr unter drei Prozent zu bringen.

Unterdessen kommt die EZB zu der Einschätzung, dass sich die Lage der Wirtschaft in Spanien insgesamt weiter verbessert hat. Dennoch bestünden noch erhebliche Schieflagen. Die private Verschuldung sei immer noch sehr hoch und das Haushaltsdefizit immer noch eines der größten im Währungsraum, hieß es in einer Mitteilung. Zudem liege die Massenarbeitslosigkeit bei mehr als 22 Prozent. (Reuters)

Gewinnmitnahmen belasten asiatische Börsen

Gewinnmitnahmen haben am Dienstag die asiatischen Aktienmärkte belastet. Der MSCI-Index für die Region unter Ausschluss Japans sank um 1,1 Prozent. In China war das Minus aber geringer: So lag der Index der Börse in Schanghai mit 0,7 Prozent im Minus. In Tokio gab der Nikkei um 0,9 Prozent nach.

Die Kurse in Asien waren zuletzt auf den höchsten Stand seit zwei Monaten geklettert. Insgesamt zeigen sich Investoren risikobereiter, weil sie es für immer unwahrscheinlicher halten, dass die amerikanischen Notenbank in diesem Jahr die Zinsen erhöht.

An der Tokioter Börse standen die Aktien des Elektronikkonzerns Sharp im Interesse. Nach Reuters-Informationen erwägt ein japanischer Fonds, sich an dem Unternehmen zu beteiligen. Der Kurs stieg um 7,9 Prozent. Der Fall der Ölpreise am Montag wirkte sich auf die Aktien der Fluggesellschaften ANA und Japan Airlines: Die Kurse stiegen um 2,8 beziehungsweise drei Prozent.

Am Devisenmarkt wurde ein Euro mit 1,1360 Dollar bewertet. Im Vergleich zur japanischen Währung kostete der Greenback 119,82 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0942 und zum Dollar mit 0,9631. (Reuters)

Großbritannien will restliche Aktien von Royal Mail verkaufen

Großbritannien will die restlichen Anteile an der Royal Mail loswerden. Geplant sei, die verbliebenen 14 Prozent an der britischen Post bei institutionellen Investoren zu plazieren, teilte die Regierung am Montag mit. Dabei handelt es sich um 140 Millionen Aktien, die rund 660 Millionen Pfund einbringen könnten. Der Staat hatte im Oktober 2013 mit dem Rückzug vom Postkonzern begonnen und 60 Prozent über die Börse verkauft. Der Ausgabepreis von 330 Pence je Aktie hatte einen Run vor allem von Großanlegern wie Banken, Versicherungen und Fonds ausgelöst. Die Regierung musste sich im Anschluss vorwerfen lassen, die Nachfrage unterschätzt und die Aktien verscherbelt zu haben. Am Montag schlossen Royal Mail beim Stand von 472,20 Pence. (dpa-AFX)

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