https://www.faz.net/-gqe-87jph

Weitere Nachrichten : Industriepräsident Grillo macht Flüchtlingen Hoffnung auf Jobs

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Neue Vorgaben für das bezahlen könnten den Online-Einkauf komplizierter machen. Toshiba legt nach dem Bilanzskandal rote Zahlen vor.

          4 Min.

          Die Wirtschaft will Flüchtlingen mit einer guten Bleibeperspektive möglichst unbürokratisch Arbeit geben. "Wir sind bereit, allen Asylsuchenden mit berechtigten Chancen auf ein Bleiberecht den raschen und zeitlich gesicherten Zugang zu Bildung und Arbeitsplätzen zu ermöglichen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, der Deutschen Presse-Agentur.

          Union und SPD müssten beim Koalitionsgipfel am Sonntagabend die Weichen stellen, damit Asylverfahren "effektiver und für die Menschen erträglicher" würden. Dafür bräuchten Länder und Kommunen deutlich mehr finanzielle und logistische Unterstützung.

          Nach Ansicht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks müssen Flüchtlinge besser auf eine Ausbildung vorbereitet werden. Die Bereitschaft der Betriebe zur Integration der Flüchtlinge sei enorm, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Für den Arbeitsmarkt oder die duale Ausbildung fehlten aber in der Regel die Sprachkenntnisse. Ohne vorbereitende Kurse seien die allermeisten Flüchtlinge nicht ausbildungsfähig.

          Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag kritisierte das im Juli beschlossene neue Bleiberecht. "Dabei wurde eine wichtige Chance zugunsten junger Flüchtlinge und ihrer ausbildenden Betriebe vertan", sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks.

          Nach den neuen Regeln könne die Ausbildung einen "dringenden persönlichen Grund" für eine Duldung darstellen - aber nur für Ausländer bis zum 21. Lebensjahr. Zudem könne die Duldung zunächst nur für ein Jahr erteilt werden und jeweils für ein Jahr bis zum Ausbildungsende verlängert werden. Dercks forderte, wer eine dreijährige Ausbildung absolviere, dürfe nicht abgeschoben werden. Nach der Lehre sollten die jungen Fachkräfte zudem für mindestens zwei Jahre weiter beschäftigt werden dürfen. (dpa-AFX)

          Online-Einkauf könnte komplizierter werden

          Mögliche neue Sicherheitsvorgaben beim Bezahlen im Internet könnten aus Branchensicht zu Verwerfungen im Online-Handel führen. "Wir befürchten, dass es viele Leute abschreckt, im E-Commerce einzukaufen, wenn man es komplizierter macht", warnte der Zahlungsexperte des Handelsverbands Deutschland, Ulrich Binnebößel. Hintergrund sind neue Vorgaben der Europäischen Bankenaufsicht, die in Deutschland noch umzusetzen sind.

          Danach sollen zwei von einander unabhängige Merkmale des Zahlers geprüft werden, etwa neben einer PIN auch eine TAN oder ein Fingerabdruck - zum Schutz vor Hackern. Umständlicher könnte dadurch etwa die Online-Zahlung per Kreditkarte werden.

          Der Handelsverband befürchtet, dass kleinere Online-Shops Kunden einbüßen, wenn das Zahlen komplizierter wird. Zwar hätten Verbraucher die Möglichkeit, vertrauenswürdige Anbieter in einer sogenannten Whitelist zusammenzufassen; bei diesen Händlern kann der Käufer dann auf das zusätzliche Sicherheitsmerkmal verzichten. "Auf solche Listen werden die Kunden aber vor allem die Großen eintragen und nicht Shops, bei denen sie nur gelegentlich einkaufen", sagte Binnebößel der Deutschen Presse-Agentur. "Wir befürchten, dass das zum Nachteil für kleine Händler wird." (dpa-AFX)

          Chinas Börsenregulierer will Marktaufsicht verschärfen

          Chinas Börsenregulierer wollen die Aufsicht über die Märkte verschärfen. "Die Regierung wird normalerweise nicht eingreifen. Aber wenn es zu ernsten, abnormalen Fluktuationen an den Märkten kommt, kann die Regierung nicht einfach daneben sitzen", erklärte die Aufsichtsbehörde CSRC am späten Sonntagabend. Stattdessen müsse die Regierung rechtzeitig entschiedene Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte ergreifen. Die Rede war von einem System, das den Handel bei erheblichen Kurseinbrüchen stoppen würde.

          Weitere Themen

          Ist Thyssen-Krupp bald ohne Stahl?

          Übernahmepläne : Ist Thyssen-Krupp bald ohne Stahl?

          Der britische Konkurrent von Thyssen-Krupp, Liberty Steel, hat ein Übernahmeangebot vorgelegt. Die Arbeitnehmerseite kündigt Widerstand an. Sie findet, der Staat sollte helfen.

          Johnson & Johnson testet Corona-Impfstoff weiter

          Nach Krankheitsfall : Johnson & Johnson testet Corona-Impfstoff weiter

          Der amerikanische Pharmakonzern musste eine Testreihe aussetzen, weil ein Proband erkrankt war. Es gebe aber „keinen Hinweis darauf, dass das Serum die Erkrankung verursacht habe“. Auch AstraZeneca darf nun Versuche in Amerika fortsetzen.

          Topmeldungen

          Trump beim Spatenstich mit Foxconn-Vertretern

          Foxconn-Fabrik in Wisconsin : Trump und sein „achtes Weltwunder“

          Amerikas Präsident inszeniert sich gerne als Retter der Industrie. Ein einstiges Vorzeigeprojekt mit Foxconn im Rostgürtel droht nun aber zu scheitern. Auf Trumps Wirtschaftspolitik wirft das ein wenig schmeichelhaftes Licht.
          Passanten mit Mund- und Nasenschutz in Berlins Tauentzienstraße

          Auf Cluster schauen : Zeit für einen Strategiewechsel gegen Corona?

          Viele Gesundheitsämter sind immer noch darauf konzentriert, Einzelkontakte nachzuverfolgen. Die Verbandschefin der Ärzte im Öffentlichen Dienst will einen anderen Weg gehen und Infektionscluster in den Blick nehmen.
          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

          Lohn für Selbständige : Altmaier macht Tempo bei neuen Corona-Hilfen

          Der Wirtschaftsminister verteidigte unter anderem seine Forderung nach einem Unternehmerlohn für Selbständige und Freiberufler. Das habe „nicht zu tun mit einem bedingungslosen Grundeinkommen“. Auch zur Wachstumsprognose der Regierung für 2021 äußerte er sich.
          Einzeldosen des Corona-Impfstoffs, den der amerikanische Pharmakonzern Johnson & Johnson zurzeit in der letzten Phase testet.

          Nach Krankheitsfall : Johnson & Johnson testet Corona-Impfstoff weiter

          Der amerikanische Pharmakonzern musste eine Testreihe aussetzen, weil ein Proband erkrankt war. Es gebe aber „keinen Hinweis darauf, dass das Serum die Erkrankung verursacht habe“. Auch AstraZeneca darf nun Versuche in Amerika fortsetzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.