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„Sonst wie Griechenland“ : Minen-Milliardärin will Trumps Politik für Australien

Wohl behütet: Trump-Fan Gina Rinehart Bild: dpa

Die australische Bergbau-Milliardärin Gina Rinehart lobt der künftigen amerikanischen Präsidenten Trump in höchsten Tönen.

          Während Unternehmer und Manager in Europa weiter vor dem künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seiner Politik warnen, unterstützt ihn die reichste Geschäftsfrau Australiens nun lautstark. Die Minenerbin und Groß-Farmerin Gina Rinehart empfiehlt der australischen Regierung sogar, Trumps Politik-Ansatz zu übernehmen. Andernfalls werde Australiens konservativ-liberale Regierung dem „griechischen Weg“ folgen, und „unverantwortlich die Ausgaben erhöhen und weitere Schulden machen“.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Rinehart, die auch Anteile an australischen Medien hält, schwärmte auf einer Konferenz der Bergbauindustrie von Trump: „Seine Berater erklären, der künftige Präsident werde die Bürokratie in den ersten Monaten im Büro um die Hälfte verringern, die Unternehmenssteuern um 15 Prozent senken. Was dies der amerikanischen Industrie für einen Schnellstart bereiten wird…“, sagte Rinehart. Sie wird derzeit auf einen Besitz von knapp 12 Milliarden Dollar geschätzt.

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          „Die Amerikaner wollen erstens weniger Eingriffe der Regierung, zweitens geringere Steuern und ihr Land wachsend und wirtschaftlich stark sehen, mit mehr nachhaltigen Arbeitsplätzen. Und – wie aufregend ist das – dies ist genau das, was der gewählte Präsident und seine Berater für Amerika und seine strauchelnde Wirtschaft vorsehen“, sagte Rinehart. „Hinzu kommen sicherere Grenzen, ein sichereres Land und geringere Schulden.” Dann fügte die Unternehmerin an: „Wir müssen unsere Regierung wissen lassen, dass dies auch Australien gut täte.“ Die Republikaner hätten die Wahl in Amerika gewonnen, „weil sie den Menschen zugehört hätten“.

          Zugleich wandte sich Rinehart gegen eine drohende höhere Besteuerung der Bodenschatzindustrie in Australien: „Der Bergbau kann nicht immer wieder der Geldautomat der Regierung sein“, sagte Milliardärin und Mutter von vier Kindern, mit denen sie seit Jahren vor Gericht um das Erbe streitet. Ihr Konkurrent Jacques Nasser, der Vorsitzende des Verwaltungsrates des weltgrößten Minenkonzerns BHP Billiton, hatte vergangene Woche noch öffentlich gewarnt, Trumps angedrohte Handelspolitik mit ihren hohen Zöllen drohe zu einem „Trauma“ für die Weltwirtschaft zu werden.

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